Tansania

Anke Engelke und eine Krankenschwester im St. Elisabeth Krankenhaus in Tansania.

Anke Engelke und eine Krankenschwester im St. Elisabeth Krankenhaus in Tansania. © action medeor - B. Breuer

Trotz umfangreicher Entwicklungshilfe und wirtschaftlichem Aufschwung derzeit noch eines der ärmsten Länder der Welt.

Gerade auf dem Land beherrscht die Armut den Alltag

action medeo KarteTansaniaTansania gehört trotz seines beachtlichen Fortschritts in der Wirtschaft weiterhin zu den ärmsten Ländern der Welt. Gelegen am Indischen Ozean und geprägt von zahlreichen Nationalparks und dem Kilimandscharo Gebirge, kann das Land durch den Bergbau, Tourismus und Baumwollanbau zunehmend erfolgreich wirtschaften. Die Bevölkerung, die mit mehr als 70% im ländlichen Raum wohnt und arbeitet, lebt dennoch häufig in ärmlichen Verhältnissen. Steigende Lebensmittelpreise führen dazu, dass das Einkommen oft nur für den Einkauf von Lebensmitteln reicht. Auch wenn viele Kinder eine staatliche Schule besuchen und von einem umfangreichen Bildungsprogramm profitieren, verlässt ein Großteil der Kinder die Schule ohne lesen und schreiben zu können. Die Unterrichtsqualität hat noch immer einen großen Nachholbedarf.

Ländliche Regionen leiden unter unzureichender medizinischer Versorgung

Neben dem Recht auf Bildung ist eine qualitativ gut gesicherte Gesundheitsversorgung eins der Basismenschenrechte. Leider ist dies in Tansania wie in vielen einkommensschwachen Ländern noch nicht der Fall. Nicht akzeptable Wohnbedingungen, unzureichende regelmäßige Versorgung mit sauberem Wasser und Strom und erhebliche logistische Probleme sind leider immer noch eine Realität, besonders in abgelegenen ländlichen Gebieten. In diesen Situationen bemüht sich action medeor einen positiven Beitrag zum Gesundheitssektor zu leisten und den Menschen vor Ort zu helfen. Die beiden Medikamentenlager von action medeor International Healthcare in Dar es Salaam und Masasi versorgen dabei alle Krankenhäuser und Projekte vor Ort.

Eines davon ist die Stärkung von Frauen und Mädchen in Nord-Tansania durch einen verbesserten Zugang zu Menstruationshygiene. Viele Schülerinnen in Tansania verstecken sich während ihrer Periode und gehen nicht zur Schule. Laut UNESCO beträgt die Rate der Schulabbrüche aufgrund von fehlender Menstruationshygiene, Unwissenheit und Tabuisierung bei afrikanischen Mädchen bis zu 10%. Das Projekt von action medeor versucht die Mädchen und Frauen auf verschiedenen Ebenen über alle Aspekte der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Hygiene aufzuklären und Wege zur Selbsthilfe aufzuzeigen.

action medeor Tansania

Das Tochterunternehmen action medeor International Healthcare Tanzania verfolgt als gemeinnützige GmbH die gleichen Ziele wie action medeor e.V. in Deutschland. Christoph Bonsmann, der in Tönisvorst verantwortlicher Apotheker ist, führt die Geschäfte der gGmbH in Tansania. Die Versorgung der Bevölkerung mit Basismedikamenten und medizinischem Equipment ist ein Schwerpunkt der Arbeit von action medeor International Healthcare. In Tansania wurde deshalb ein Transport- und Verteilernetz aufgebaut, mit dem Ziel neben den Hospitälern in den großen Städten auch die Gesundheitseinrichtungen zu erreichen, die weit außerhalb liegen. Von dar es Salaam werden die gesamten Gesundheitsstationen und Krankenhäuser in Tansania beliefert, die zuvor von Tönisvorst versorgt wurden.

 

Im August 2013 wurde in Masasi im Süden von Tansania ein zweites Medikamentenlager eröffnet. Von dort aus können die vielen kleinen und kaum ausgestatteten Gesundheitsstationen noch schneller und direkter versorgt werden.

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Hingeschaut Bauabnahme in Endulen: neue Unterkünfte für das Krankenhauspersonal

Krankenhaus in Endulen.

Seit 2012 unterstützt action medeor das Endulen Krankenhaus im Norden Tansanias - die einzige Anlaufstelle für medizinische Versorgung in dieser Region. Mit steigenden Patientenzahlen ist in den vergangenen Jahren auch der Bedarf an qualifiziertem medizinischem Personal stark gewachsen, allerdings waren die Unterkünfte für die Mitarbeiter stark renovierungsbedürftig und nicht mehr ausreichend. Gemeinsam mit lokalen Projektpartnern und Dank der finanziellen Unterstützung von Hanni von Kameke hat action medeor daher neue Personalunterkünfte am Endulen Krankenhaus errichtet, um die Lebens- und Arbeitsbedigungen der Mitarbeiter zu verbessern und Platz für weiteres Personal zu schaffen.

Mario Göb, Projektkoordinator bei action medeor, berichtet von der Bauabnahme:

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