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Medizintechnik

Einkommensschwache Länder sind durch hohe Sterblichkeitsraten gegenüber Krankheiten gekennzeichnet, die erfolgreich behandelt oder überwacht werden könnten, wenn die erforderlichen Ressourcen und Technologien zur Verfügung stünden.

Viele Todesursachen in einkommensschwachen Ländern haben ihre Ursache in einem Mangel an funktionierenden medizintechnischen Geräten. Unter den Begriff Medizintechnik fallen Produkte wie Laborgeräte, bildgebende Diagnostik und  Operations- und Hospitaltechnik. Medizintechnik spielt eine entscheidende Rolle bei der Sicherstellung von Gesundheitsdienstleistungen weltweit. Nur wenn funktionierende Gesundheitstechnik vorhanden ist, kann eine gute Prävention, Diagnose und Behandlung von Krankheiten in Gesundheitsstationen erfolgen. 

Schätzungen gehen davon aus, dass bis zu 70 % des medizintechnischen Equipments in Gesundheitseinrichtungen in einkommensschwachen Ländern nicht funktionsfähig oder unbenutzt sind. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Geräte werden an Gesundheitseinrichtungen gespendet, entsprechen aber nicht dem tatsächlich vorhandenen Bedarf oder Geräte sind nicht an die lokalen Bedingungen angepasst. Dazu kommt fehlende Erfahrung und Know-How für Installation, Wartung und Instandhaltung der Geräte.

Unpassende Geräte können das Stromnetz in den Gesundheitseinrichtungen in einkommensschwachen Ländern beschädigen und defekte Geräte belegen den Lagerraum für notwendige Vorräte. Hohe Kosten bei Wartung und Reparatur tragen dazu bei, dass eine ausreichende medizinische Versorgung nicht gewährleistet werden kann.

Das Fehlen von Medizintechnik hat gravierende Folgen. Nicht nur die Notfallversorgung leidet unter defekten oder nicht vorhandenen Geräten. Auch Routinedienste im Bereich Mutter- und Kind Gesundheit, Interventionen bei (nicht) übertragbaren Krankheiten oder die Bekämpfung von Pandemien, wie jüngst COVID-19, erfordern eine geeignete Infrastruktur und funktionierende Technologien. Von Basisprodukten wie Waagen und Blutzuckermessgeräten bis hin zu Sauerstoff-konzentratoren und Ultraschallgeräten hängt die Erbringung von Gesundheitsdienstleistungen von der Verfügbarkeit, Erschwinglichkeit und Akzeptanz des medizintechnischen Equipments ab.

Allerdings reicht eine reine Verfügbarkeit des medizintechnischen Equipments nicht aus, es braucht Anwender*innen die mit der Technik umgehen können, Techniker*innen die Wartungen und Reparaturen lokal durchführen können und Manager*innen die Verbrauchsmaterialien wie Reagenzien und Ersatzteile stets im Lagerbestand führen.  

Gemeinsam mit lokalen Partnern setzt sich action medeor zunehmend für eine Versorgung mit medizintechnischen Geräten ein. Die action medeor Medikamentenlager in Tansania und Malawi werden dafür mit Produkten der Medizintechnik ausgestattet. In verschiedenen Projekten engagiert sich action medeor in Gesundheitseinrichtungen in Sub-Sahara Afrika und versucht insbesondere die Kapazitäten der Techniker*innen in den Krankenhäusern dahingehend zu stärken, dass sie das vorhandene Equipment warten und reparieren können. So sollen Ausfallzeiten von Geräten minimiert und subsequent die Verfügbarkeit stabilisiert werden. Vorerst konzentrieren sich die Aktivitäten von action medeor im Bereich Medizintechnik auf Sub-Sahara Afrika. Mittelfristig soll das Engagement auf weitere Regionen ausgeweitet werden.


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