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Lateinamerika

Drei Geschwister in Lateinamerika. Der kleine Bruder wird im Tragetuch auf dem Rücken getragen.

Drei Geschwister in Lateinamerika. Der kleine Bruder wird im Tragetuch auf dem Rücken getragen. © action medeor

Soziale Anspannung beherrscht besonders im Bereich Gesundheit und Bildung weiterhin Lateinamerika.

Ein Subkontinent im Wandel ist noch immer auf internationale Hilfe angewiesen.

Von Armut, Korruption und Gewalt wandelte sich Lateinamerika in den vergangenen Jahrzehnten zu einem scheinbar neuen Subkontinent. Demokratische Strukturen konnten sich zum größten Teil durchsetzen und das kontinuierliche Wirtschaftswachstum hat die Lebensbedingungen vieler Länder deutlich verbessert. Nichtsdestotrotz ist die soziale Anspannung besonders im Bereich der Bildung und Gesundheit weiterhin spürbar. Die Armutsrate sank zwar 2012 auf den niedrigsten Stand seit über zwanzig Jahren, gleichzeitig zählt aber fast ein Drittel der Gesamtbevölkerung Lateinamerikas immer noch als einkommensschwach. Des Weiteren sind die Unterschiede zwischen Arm und Reich wie in keiner anderen Weltregion enorm groß.

Auch das Leben von Kindern und Jugendlichen ist von enormen sozialen Ungleichheiten geprägt, die durch die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts und der ethnischen Zugehörigkeit noch verstärkt werden. Ein Großteil dieser Gruppe hat keine Möglichkeit Zugang zu einer qualitativ hochwertigen Bildung zu bekommen. Demensprechend haben junge Menschen, die zudem noch aus einer armen Familie kommen, wenig Chancen, eine qualifizierte Beschäftigung zu finden. In der Zukunft ist ein Großteil der Jugendlichen entweder ohne Arbeit oder zu schlechten Konditionen im informellen Sektor beschäftigt.

Betroffen sind von dieser Problematik vor allem die schwächeren Bevölkerungsgruppen wie alte Menschen, Personen mit Behinderungen, die indigene Bevölkerung sowie Frauen. Häufig wird ihr Recht auf Selbstbestimmung missachtet und sie werden in wichtigen Entscheidungen benachteiligt. action medeor setzt sich für diese Gruppen ein und arbeitet daran durch Projekte auf Haiti, Guatemala, Mexico, Bolivien und Kolumbien die Basisgesundheit zu verbessern und die Rechte von Jugendlichen und Frauen zu stärken. Auf Haiti kämpft action medeor zusätzlich in einem Ernährungsprogramm gegen Unterernährung. Durch die anhaltende Dürre sowie das Wetterphänomen El Niño hat sich die Situation der Menschen dort in den letzten Jahren deutlich verschlechtert.

Hilfe zur Selbsthilfe – action medeor bildet aus.

Zusätzlich wird in Lateinamerika auch medizinisches Personal ausgebildet. In Guatemala ist zum Beispiel eine sichere Geburt ist für viele Frauen nicht selbstverständlich. Die Müttersterblichkeitsrate gehört zu den höchsten in Lateinamerika und ist besonders in indigenen Gemeinden erschreckend hoch. Gemeinsam mit der lokalen Organisation Ak’Tenamit finanziert action medeor die Ausbildung Trainerinnen, damit diese traditionelle Geburtshelferinnen weiterbilden können. Diese und andere Projekte stärken die Basisgesundheit und setzten dort an, wo die Bevölkerung sie am dringendsten benötigt.

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Oder informieren Sie sich darüber, wie action medeor den Kindern in Nepal wieder einen Besuch der Schule und somit einen Zugang zu Bildung ermöglicht.