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Hingeschaut – action medeor Blog Bericht aus Kibaha: Besuche von tansanischen Behörden und deutschem Vorstand

action medeor-Vorstand Christoph Bonsmann (2.v.l.) beim Rundgang durch die Produktionsanlage in Kibaha.

action medeor-Vorstand Christoph Bonsmann (2.v.l.) beim Rundgang durch die Produktionsanlage in Kibaha. © action medeor

Als ehrenamtlicher Senior-Experte arbeitet der Biologe und Toxikologe Dr. Bernd Diener seit sechs Jahren für action medeor. In Kibaha (Tansania) begleitet er den Aufbau einer Produktionsanlage für Labor-Reagenzien. Begleitet wird er von seiner Frau Sigrid, die regelmäßig über die Erlebnisse und Projektfortschritte aus Tansania berichtet:

Die Arbeit auf der Baustelle geht gut voran – auch zwischenzeitliche Stromausfälle können die Arbeiter nicht stoppen: Sie erledigen fast alle Arbeiten mit der Hand und setzen einfach Körperkraft ein. Mit Geduld und einer dem Wetter angepassten Geschwindigkeit werden die Arbeiten erledigt. Der Ton auf der Baustelle ist freundlich und ich habe noch nie ein lautes Wort des Vorarbeiters gehört. Die Menschen, die hier an der Baustelle arbeiten sind wie eine „Familie“ auf Zeit. Sie gehen respektvoll miteinander um.

Früh am Morgen sind die Vertreter der Behörde am Dienstag zum Vor-Audit aus Dar es Salaam angereist. Das Vor-Audit ist eine erste Besichtigung der Anlage und der geplanten Produktion. Die Vertreter waren sichtlich zufrieden mit der Organisation des Standorts und der Vorbereitung der notwendigen Unterlagen. Sie gaben nur einige wenige Empfehlungen zur Veränderung. Die wichtige Zertifizierung nach internationalem Standard (ISO) hat somit eine erste Hürde erfolgreich genommen! Die Freude darüber war im gesamten Team sehr groß!

2023 02 07 TMDA Audit 6

Diese Woche sind die 20 Liter Kanister eingetroffen, in die die Produkte der Anlage abgefüllt werden sollen. Es sind große stabile Behälter, die sich gut handhaben lassen. Es wurde schon eifrig darüber beraten, wie ein Pfandsystem mit Rücknahme der Behälter organisiert werden könnte.

Mich erstaunt das Thema Recycling und Müllvermeidung in Tansania. Auch ohne „gelben Sack“ werden viele Dinge hier mehrfach weiterverwendet oder recycelt. Leere Glasflaschen werden wieder befüllt und ich bin sehr sicher, dass die 20 Liter Kanister hier im Land ein langes Leben haben werden! Plastiktüten sind im ganzen Land grundsätzlich verboten, was sich sichtlich auf die Sauberkeit am Straßenrand auswirkt.

Am Donnerstag und Freitag hatten wir Besuch von Christoph Bonsmann, der als Vorstand von action medeor aus Deutschland angereist war. Er nutzte die Zeit, um sich ein aktuelles Bild der Fortschritte in Kibaha zu machen und gemeinsam mit dem gesamten Team von action medeor Tansania weitere Perspektiven und Strategien zu besprechen. Wie immer hatte er eine Vielzahl von guten Anregungen im Gepäck!

Bald geht unsere Zeit in Tansania zu Ende. In der verbleibenden Woche hoffen wir, dass der Seecontainer aus Deutschland endlich aus dem Zoll kommt und wir die benötigten Laborgeräte und Möbel aufstellen können.



Ohne Medikamente keine Gesundheit

„Als Apothekerin weiß ich genau, wie wichtig es ist, Menschen mit den richtigen Medikamenten versorgen zu können. Viele meiner Kollegen können das nicht immer. Deshalb unterstütze ich die Arbeit von action medeor schon seit vielen Jahren – mit meiner Apotheke, als Mitglied und als Spenderin.“

Birgit Goerres, Miglied, Spenderin und Apothekerin, Schiller Apotheke in Krefeld