Liberia

Das Team der Gerlib Clinic in Liberia klärt eine Mutter mit Kind über Gesundheit und medizinische Vorsorge auf.

Das Team der Gerlib Clinic in Liberia klärt eine Mutter mit Kind über Gesundheit und medizinische Vorsorge auf. © action medeor

Auch nach dem Krankheitsausbruch von Ebola ist die Situation in weiten Teilen von Liberia labil.

Sicherheitslage und extreme Armut weiterhin problematisch

Liberia, das Land an der westafrikanischen Atlantikküste, ist auch zehn Jahre nach Ende des Bürgerkriegs weiterhin fragil und wird durch die Anwesenheit von mehr als 50.000 Flüchtlingen aus der Elfenbeinküste stark belastet. Aufgrund der extremen Armut sind Raubüberfalle an der Tagesordnung und auch sexuelle Gewalt ist immer noch stark ausgeprägt. Zusätzlich stellt die Bildung der Kinder und jungen Erwachsenen das Land vor große Probleme. Weniger als die Hälfte aller Kinder besucht eine Grundschule – die Analphabeten-Rate ist dementsprechend hoch. Eine Berufsschulausbildung gibt es bisher nicht.

Aufbau eines funktionierenden Gesundheitssystem.

Neben der Bildungsfrage steht auch das Gesundheitssystem immer wieder zur Debatte. Die ärztliche Infrastruktur ist durch den Bürgerkrieg fast vollständig zerstört und mentale Erkrankungen bleiben häufig unbehandelt. Immer noch sterben viel zu viele Menschen an Malaria, Durchfallerkrankungen und Atemwegsinfektionen, die durch eine medizinische Behandlung heilbar wären. Gerade durch den Ausbruch der Ebola-Epidemie verschlimmerte sich die gesundheitliche Versorgung insgesamt und innerhalb weniger Monate starben zahlreiche Menschen an dem Ebola Virus. Mit der Unterstützung globaler Hilfsorganisationen wie action medeor wurde im Laufe der Zeit weitere Ansteckungsgefahr vermieden. Schließlich klang die Zahl der Neuerkrankungen deutlich ab.

Nach Ebola werden lokale Partner weiter gestärkt und besser ausgestattet

Um den erheblichen, negativen Auswirkungen der Epidemie entgegenzuwirken und auf den besseren Umgang mit zukünftigen Katastrophen vorzubereiten, unterstützt action medeor weiterhin die GerLib Clinic in Liberia und finanziert ein Projekt zur Aufklärung und Prävention. Zudem wird innerhalb der Kooperation die Basis- und Mutter-Kind-Gesundheitsversorgung an der GerLib Clinic gestärkt und die Klinik mit einem Röntgen- sowie Ultraschallgerät ausgestattet. Das eigene Labor wird zudem mit zwei Mikroskopen, Zentrifugen und einem Sterilisationsgerät unterstützt. Weitere Maßnahmen zur nachhaltigen Stärkung des Gesundheitssystems sind bereits geplant. Besonders in der fachlichen Ausbildung von Pflegepersonal und Ärzten besteht ein großer Nachholbedarf.

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Bereits seit vielen Jahren unterstützt action medeor die Gerlib Klinik darin, die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung zu verbessern. Diese Unterstützung wurde in verschiedenen Projekten im Rahmen der Ebola-Epidemie deutlich ausgeweitet. Mit dem Ziel, der Bevölkerung von Paynesville eine verlässliche, qualitativ hochwertige und bezahlbare medizinische Versorgung zur Verfügung zu stellen, arbeitet action medeor auch nach dem Ende der Ebola-Epidemie weiterhin mit der Gerlib Klinik zusammen.

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Mit über 250 Ebola-positiven Patienten, die in der Isolierstation von action medeor in Monrovia zwischen November 2014 und Mai 2015 behandelt worden sind, hat action medeor gemeinsam mit seinen Partnern einen wichtigen Betrag zur Eindämmung der Ebola-Epidemie geleistet. Im Mai 2015 wurden die Spezialzelte in Monrovia mehrfach gereinigt und desinfiziert, abgebaut und zur Weiterverwendung an den im äußersten Süden von Liberia gelegenen staatlichen Gesundheitsposten von Sasstown transportiert.

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