Kenia

Der Junge aus Kenia lächelt nach seiner Impfung im Eliye Springs Dispensary.

Der Junge aus Kenia lächelt nach seiner Impfung im Eliye Springs Dispensary. © action medeor

Viele Kenianer können ohne die Nothilfe nicht überleben. Noch immer verschlechtern Hunger und Korruption die Lebensverhältnisse.

Entwicklung zum größten Aufnahmeland in der Flüchtlingskrise.

 

action medeor KarteKeniaKenia, gelegen in Ostafrika, hat sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt. Es ist ein vergleichsweise stabiles Land mit der stärksten Wirtschaft in Südost- und Zentralafrika. Mehr als die Hälfte aller Kenianer leben von der Landwirtschaft, auch wenn nur noch circa 20 % der Fläche des Landes nutzbar sind. Zur gleichen Zeit aber sind die Nachbarstaaten zerrüttet und die Bevölkerungsgruppen aus Somalia, dem Südsudan, dem Sudan, Äthiopien, der Demokratischen Republik Kongo, Eritrea, Burundi und Uganda sehen häufig einzig die Flucht nach Kenia als einen möglichen Neuanfang. Aktuell leben bereits 600.000 registrierte Flüchtlinge und Asylbewerber in dem ostafrikanischen Land.

Unzureichende Fortschritte im Gesundheitssektors

Aber nicht die Flüchtlingskrise, sondern besonders das überdurchschnittliche Bevölkerungswachstum haben die Lebensverhältnisse der Kenianer maßgeblich verschlechtert. Zusätzlich verschärfen Hungersnöte und Überflutungen die Situation der ärmeren Bevölkerungsgruppen. Blickt man auf das Gesundheitswesen in Kenia, fällt auf, dass besonders in ländlichen Regionen die medizinische Versorgung schlecht ist und neben Malaria, HIV/AIDS und Hepatitis die Folgen der Mangel-und Unterernährung ein zentrales Problem darstellen. Des Weiteren ist die Situation speziell für schwangere Frauen und Kleinkinder sehr schwierig: Die Mütter- und Kindersterblichkeit ist hoch und es gibt eine hohe Zahl von Teenagerschwangerschaften. Fehlende Informationen zu sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechten sorgen für unzureichende Aufklärung und Unkenntnis der Bevölkerung.

Darüber hinaus hatten Kinder in Kenia sehr lange keine Grundrechte und waren bis vor kurzem fast nichts wert. Sie durften wie Sklaven behandelt werden und wurden von den Familien zum Betteln und Arbeiten auf die Straße geschickt, anstatt zur Schule. Erstmals im Jahre 2010 tauchten Kinderrechte offiziell in der Gesetzgebung auf, als das neue Grundgesetz in Kenia verabschiedet wurde. Daran haben die Kinder sogar selbst mitgearbeitet. Kinderforen aus allen acht Provinzen des Landes haben ihre Forderungen niedergeschrieben und an die Regierungen geschickt, bevor die Verfassung verabschiedet wurde.

Zudem wird das Gesundheitssystem mit einer weiteren Problematik konfrontiert. Korruption und Fälschungen machen in der Medikamentenbeschaffung nicht halt. Aus diesem Grund unterstützt action medeor das Land in der pharmazeutischen Fachberatung und hat zusammen mit Partnern vor Ort ein Scratch-off Label entwickelt, welches zum Schutz vor Medikamentenfälschung dienen soll. Auf diese Weise kann auch in Zukunft die Versorgung mit sicher geprüften Arzneimitteln das Gesundheitswesen nachhaltig verbessert werden.

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