Südsudan

Schätzungsweise rund 250.000 Kinder im Südsudan schweben aufgrund einer Mangelernährung in Lebensgefahr.

Schätzungsweise rund 250.000 Kinder im Südsudan schweben aufgrund einer Mangelernährung in Lebensgefahr. © action medeor

Im Südsudan droht erneut der Ausbruch einer landesübergreifenden Hungersnot.

Der Südsudan – ein Land geprägt von Krieg und Gewalt

action medeor KarteSüdsudanDer Südsudan ist ein seit Juli 2011 vom Sudan unabhängiger Staat, der im Osten Afrikas liegt. Die Republik hat 13,8 Millionen Einwohner, wovon über 500.000 in der Hauptstadt Juba leben. Neben der einzigen offiziellen Amts- und Unterrichtssprache Englisch werden alle einheimischen Sprachen wie zum Beispiel Juba-Arabisch als Landessprachen akzeptiert. Die Mehrzahl der Bevölkerung gehört dem Christentum an – lokale Religionen und der Islam sind aber ebenfalls vertreten. Auf dem Human Development Index belegt das Land Platz 185 von 189 und gilt somit als eines der am wenigsten enwtickelten Länder der Welt. Dies liegt vor allem daran, dass die Geschichte der Region schon seit über 60 Jahren von Krieg und Gewalt bestimmt wird– leidtragend ist seither die Bevölkerung des Südsudan.

Aktuelle Lage im Südsudan: anhaltender Bürgerkrieg verantwortlich für Krankheiten, Hunger und Flucht

Seit im Dezember 2013 – nur knapp 2 Jahre nach der Erklärung der Unabhängigkeit – ein Krieg um Rohstoffe und Macht im Land ausbrach bleibt die Lage im Südsudan besorgniserregend. Dem Konflikt zwischen Soldaten des Präsidenten Kiir und des ehemaligen Vizepräsidenten Machar fielen zehntausende Menschen zum Opfer. Der Konflikt löste zudem eine der größten Flüchtlingskrisen Afrikas aus. Insgesamt befinden sich nach wie vor über 3,5 Millionen Menschen auf der Flucht. Auf Hilfe der Regierung können sie nicht hoffen. Ein Friedensabkommen der Konfliktparteien wurde zwar im September 2018 unterzeichnet, trotzdem kommt es immer wieder zu lokalen Gewaltausbrüchen. Darunter leidet vor allem die zivile Bevölkerung. Viele Menschen im Südsudan leben von der Landwirtschaft. Aufgrund der Kämpfe können sie ihre Felder jedoch nicht mehr bepflanzen oder werden oft Opfer von Überfällen- dringend benötigte Einnahmen bleiben so aus und die Preise für Nahrungsmittel steigen ins Unermessliche. Einmalmehr droht dem Land eine grausame Hungersnot. Die unzähligen Flüchtlinge finden auf der Suche nach Schutz in Flüchtlingscamps oft ebenfalls nur einen Mangel an Nahrungsmitteln, sauberem Trinkwasser und geeigneten Schlafplätzen vor. Nach Angaben der Vereinten Nationen leidet ungefähr die Hälfte der Bevölkerung unter Nahrungsmangel und ist deshalb dringen auf humanitäre Hilfe angewiesen.

 

action medeor leistet Medikamentenhilfe im Südsudan

Auf die Hilfe und Unterstützung seitens der Politik können die Menschen im Südsudan nicht hoffen. Umso mehr Bedeutung gewinnt an dieser Stelle die Arbeit von action medeor im Kampf gegen die humanitäre Notlage im Südsudan. In Kooperation mit dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger” sendet action medeor anlässlich der äußerst ernstzunehmenden Lage eine Hilfssendung mit Medikamenten und medizinischem Equipment mit einem Gewicht von rund zwei Tonnen in Richtung Ostafrika. Diese sollen unter anderem in den zahlreichen überfüllten Flüchtlingslagern zum Einsatz kommen.

Unterstützen Sie die Arbeit von action medeor im Südsudan

Um auch weiterhin humanitäre Hilfe im Südsudan leisten zu können, sind wir auf dauerhafte, verlässliche Spenden angewiesen. Als Notapotheke der Welt ermöglicht action medeor den Zugang zu dringend benötigten Medikamenten und medizinischem Equipment während der anhalten Krise in dem ostafrikanischen Land. Ihre Spende hilft uns dabei auch weiterhin sowohl schnelle Nothilfe zu leisten als auch das Leben der bedürftigen Menschen mit langfristigen Projekten dauerhaft zu stärken.
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