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Hingeschaut – action medeor Blog Krefeld nach Kibaha: ein Medizintechnik-Arbeitsplatz auf Zeit

Der provisorische Arbeitsplatz in Tansania ist eingerichtet: Senior-Experte Dr. Bernd Diener in Kibaha, Tansania.

Der provisorische Arbeitsplatz in Tansania ist eingerichtet: Senior-Experte Dr. Bernd Diener in Kibaha, Tansania. © action medeor

Dr. Bernd Diener, Biologe und Toxikologe im Ruhestand, ist seit sechs Jahren ehrenamtlich als Senior-Experte für action medeor tätig. Gemeinsam mit seiner Frau Sigrid, einer examinierten Krankenschwester und Lehrerin im Sabbatjahr, reist er für ca. sechs Wochen nach Tansania, um den Aufbau und die Inbetriebnahme einer Produktionsstätte für Labor-Reagenzien zu begleiten.

In den kommenden Wochen werden die beiden über ihre Erfahrungen in Tansania und die Fortschritte des Projektes berichten. Hier berichtet Sigrid Diener über die erste Woche in Tansania:

Aus dem verregneten kalten Krefeld kommend hatten wir eine kurze Akklamation an das schwüle Klima mit bis zu 33°C in Dar es Salaam. Nun sind wir in Kibaha, der Distrikthauptstadt der Region Pwani, in der Nähe von Dar es Salaam. Das neue Gebäude von action medeor liegt in einem Gebiet, in dem sich aktuell viele tansanische Unternehmen niederlassen. Eine große Zufahrtsstraße wird ausgebaut und ist aber nur teilweise fertiggestellt. Nach einem starken Regenguss heute Morgen war die Fahrt eine ziemliche Rutschpartie.

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Wir sind beeindruckt, wie weit die Bauarbeiten am neuen Gebäude von action medeor Tansania bereits fortgeschritten sind. Das Gebäude liegt auf einem großen Gelände, welches von einer Mauer umgeben ist. Ein alter Baumbestand konnte bei den Bauarbeiten erhalten werden, außerdem wurden bereits einige neue Bäume auf dem Gelände gepflanzt. Schon beim Betreten des Gebäudes fällt die Offenheit und Transparenz auf: Große Fenster in den Mauern geben Einblick in die verschiedenen Räume. Viele der verwendeten Materialien wirken langlebig und robust, was bei den schwierigen klimatischen Verhältnissen auch notwendig ist.

In und um das Haus wird ständig gearbeitet. Selbst an Feiertagen sind einige der Bauarbeiter tätig und sorgen dafür, dass die letzten Arbeiten bald abgeschlossen werden. Fehlende Wandfließen im Labor (ca. 12 Quadratmeter) wurden innerhalb von einem Tag besorgt, angeklebt und verfugt. Die Fertigstellung inklusive Reinigung wird dann nach dem Wochenende erfolgen, so dass das action-medeor-Team bald in den neuen Räumlichkeiten starten kann! Bereits am kommenden Dienstag soll mit der Aufstellung der Labormöbel begonnen werden.

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Bei unserem Eintreffen sind die Wasseraufbereitungsanlage und die Produktionsanlage bereits aufgebaut. Die restlichen Räume werden jetzt nach und nach eingerichtet. Wir haben uns ein „Büro“ in einem kleinen Raum im Erdgeschoss eingerichtet. Ich sitze auf einem leuchtend blauen Monoblock, den uns die Bauarbeiter geliehen haben, Bernd hat sich einen Laborstuhl montiert und stellt sein Laptop auf einen Laborcontainer. Wir sind bereit für die Arbeit der kommenden Wochen!

Das Projekt: Lokale Produktion von Medizinprodukten in Tansania

In einem durch die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) geförderten Projekt wird eine Produktionsstätte für Reagenzien aufgebaut. Diese Reagenzien sind notwendig, um das Blutbild mit Analysegeräten zu erstellen. Mit der Errichtung dieser Produktionsstätte durch action medeor entsteht die erste Anlage dieser Art in Ostafrika und hilft damit, die Gesundheitsversorgung langfristig zu verbessern und zu sichern. Die Anlage muss höchste Qualitätsstandards zu erfüllen.



Wenn Hilfe ankommt

„Wenn wir von unseren Partnern die Rückmeldung bekommen, dass die Pakete sicher angekommen sind, macht mich das stolz. Zu hören, dass die Arbeit, die für mich so alltäglich ist, für viele Menschen einen großen Unterschied macht, ist ein tolles Gefühl.”
Marc Hitz, Mitarbeiter im Medikamentenlager


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