Demokratische Republik Kongo

HIV und Aids-Aufklärung an einer Schule im Kongo.

HIV und Aids-Aufklärung an einer Schule im Kongo. © action medeor

Die Menschen in der Demokratischen Republik Kongo leben inmitten einer der komplexesten humanitären Krisen der Gegenwart.

Gesundheit und Bildung sind vernachlässigt

 

action medeor KarteDRKongoTrotz wertvoller natürlichen Ressourcen wie Bodenschätze, Wälder und fruchtbarer Böden lebt die Bevölkerung unter schwierigen Lebensbedingungen. Ausbeutung, Korruption, jahrelange Kriege und die ständige Bevölkerungszunahme haben das Land zu einem der ärmsten Länder der Welt gemacht. Im Human Development Index, einem Indikator aus Lebenserwartung, Einkommen und Ausbildung, erzielt das Land einen der niedrigsten Werte weltweit. Anhaltende Konflikte innerhalb des Landes und politische Unruhen in den Nachbarländern führen zu einer hohen Zahl an Binnengeflüchteten, Geflüchteten und Rückkehrern. Viele Familien kämpfen ums blanke Überleben.

In der Folge kann das Gesundheitssystem die Menschen kaum angemessen versorgen und schafft es nicht lebensbedrohliche Krankheiten wie Malaria und HIV/AIDS in den Griff zu bekommen. Es mangelt an qualifiziertem Personal, Ausstattung und Erreichbarkeit von Gesundheitseinrichtungen. Zudem ist 2018 erneut Ebola im Land ausgebrochen.

action medeor unterstützt medizinische Versorgung

Bereits seit vielen Jahren engagiert sich action medeor für eine Verbesserung der Gesundheitsversorgung der Familien in der DR Kongo: bereits seit 2011 arbeitet action medeor mit der lokalen Organisation AFPDE zusammen. Gemeinsam wurden bereits verschiedene Projekte zur Prävention und Behandlung von Malaria und HIV/Aids durchgeführt, ein aktuelles Projekt legt den Fokus auf die Behandlung von mangelernährten Kindern und Müttern sowie die Verbesserung der Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung in der Region Süd-Kivu.

Da Mangelernährung und Krankheiten oft miteinander einher gehen, werden auch in einem weiteren Projekt von action medeor diese beiden Probleme gemeinsam angegangen: gemeinsam mit dem lokalen Partner AEO/CNA werden mangelernährte Kinder und Mütter therapiert und außerdem Malaria-Behandlungen und Präventionsmaßnahmen durchgeführt.

Hilfe für burundische Flüchtlinge im Kongo

Im Jahr 2015 hat action medeor die Hilfe im Kongo ausgebaut und ein Nothilfeprogramm für burundische Geflüchtete ermöglicht, die vor Unruhen im eigenen Land in die angrenzente DR Kongo geflohen sind. In den Flüchtlingscamps herrschten oft sehr schlechte Hygienebedingungen und unzureichende Versorgung mit sauberem Trinkwasser, Sanitäranlagen und Nahrungsmitteln. Dadurch verbreiteten sich vor allem bei schwangeren Frauen, kleinen Kindern und alten Menschen Erkrankungen.

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