Demokratische Republik Kongo

HIV und Aids-Aufklärung an einer Schule im Kongo.

HIV und Aids-Aufklärung an einer Schule im Kongo. © action medeor

Drastische Auswirkungen der Kriege und Korruption zeigen sich erst jetzt im zweitärmsten Land der Welt.

Gesundheit und Bildung weiter vernachlässigt

action medeor KarteDRKongoDie Menschen in der demokratischen Republik Kongo leben trotz der wertvollen natürlichen Ressourcen wie Bodenschätze, Holz, Wasserkraft und fruchtbare Böden unter schwierigen Lebensbedingungen. Jahrzehntelange Ausbeutung, Korruption, jahrelange Kriege und die ständige Bevölkerungszunahme haben das Land zu einem der ärmsten Länder der Welt gemacht. Die Vereinten Nationen stufen die Demokratische Republik Kongo im Human Development Index als zweitschwächstes Land weltweit ein. Erschwerend kommt hinzu, dass die Regierung in letzter Zeit zu einer extremen Sparpolitik gezwungen wird. Sinkende Rohstoffpreise und fehlende Steuereinnahmen führen dazu, dass der geschwächte Bereich Bildung und Gesundheit weiter von der Politik vernachlässigt wird.

In der Folge kann das Gesundheitssystem die Menschen kaum angemessen versorgen und schafft es nicht lebensbedrohliche Krankheiten wie Malaria und HIV/AIDS in den Griff zu bekommen. Ein erneuter Ebola-Ausbruch schwächt das Land zusätzlich. Das Medikamentenhilfswerk action medeor steht vor der großen Aufgabe, den Menschen durch direkte medizinische Nothilfe in dieser schwierigen Situation zu helfen und durch Aufklärung und Verteilung von Moskitonetzen die Bevölkerung Kongos vor Krankheiten zu schützen. Die Erfolge sind bereits sichtbar. Bisher sind mehrere Hundert Babys von HIV-infizierten Müttern auf die Welt gekommen und davon keins mit HIV. Das Beispiel zeigt, dass die Epidemie eingedämmt werden kann, die Arbeit zusammen mit den Frauen und Mädchen vor Ort im Kampf gegen Aids aber auf keinen Fall aufhören darf.

Hilfe für burundische Flüchtlinge im Kongo

Erst im Jahr 2015 hat action medeor seine Hilfe im Kongo ausgebaut und ein Nothilfeprogramm für burundische Flüchtlinge ermöglicht. Aus Burundi sind inzwischen 250.000 Menschen geflohen und die Gewalt der Regierung gegen mutmaßlichen Anhänger der Opposition hält weiter an. In den provisorischen Lagern herrschten sehr schlechte Hygienebedingungen und die Versorgung mit sauberem Trinkwasser, Sanitäranlagen und Nahrungsmitteln war unzureichend. Dadurch verbreiteten sich vor allem bei schwangeren Frauen, kleinen Kindern und alten Menschen Erkrankungen.

Auch der Konflikt zwischen Tutsi und Hutu spielt, ähnlich wie auch schon in Ruanda, eine wesentliche Rolle im Bürgerkrieg. action medeor hat den Ernst der Lage frühzeitig erkannt und in dem Flüchtlingslager eine mobile Klinik aufgebaut. Auf diese Art können täglich 180 Patienten versorgt werden und bedürftige Familien und Kinder werden darüber hinaus nachhaltig unterstützt.

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