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Pressemitteilungen Lehren aus der Ebolakrise

Die Minister Gröhe und Müller beraten in Afrika über Möglichkeiten zur Stärkung von Gesundheitssystemen in armen Ländern.

Gesundheitsminister Gröhe und Entwicklungsminister Müller sind in dieser Woche nach Ghana und Liberia gereist, um sich mit dem Thema zu beschäftigen, wie Deutschland die Gesundheitssysteme in armen Ländern stärken kann, damit sie besser auf Epidemien vorbereitet sind. Zur Delegation dazu gehört auch Bernd Pastors, Vorstandssprecher von action medeor.

„Ebola hat die Welt aufgerüttelt. In kurzer Zeit starben über 10.000 Menschen. Die westlichen Länder wurden in Alarmbereitschaft versetzt“, sagt Bernd Pastors, „Im schlimmsten Fall könnte eine hochansteckende Krankheit in unserer vernetzten Welt zu einer Pandemie führen.“
Auf der Agenda steht neben Gesprächen mit den Staatspräsidenten von Ghana und Liberia auch der Besuch von Entwicklungsprojekten. Morgen soll die Gerlib Clinic in der liberianischen Hauptstadt Monrovia besucht werden. Sie wird von action medeor seit über zehn Jahren unterstützt. Die deutsche Klinikleiterin der Gerlib Clinic war erst Anfang des Jahres bei action medeor. Mit ihrer Hilfe hatte action medeor in Monrovia eine Isolierstation aufgebaut.

„Die Zahl der Ebola-Infizierten ist mittlerweile rückläufig“, sagt Bernd Pastors, „doch die Gefahr ist noch nicht gebannt. Jetzt ist es vorrangig, die Gesundheitssysteme zu stärken. Konkret heißt das, mehr Gesundheitspersonal auszubilden, die Gesundheitsstationen besser auszustatten und ein Frühwarnsystem einzurichten. Dazu müssen Investitionen in die Gesundheitsinfrastruktur langfristig erhöht werden.“

action medeor hat seit Anfang Juli Gesundheitsstationen und Krankenhäuser mit Schutzkleidung und Medikamenten in Liberia, Sierra Leone, Guinea, Kamerun, Burkina Faso, Nigeria, Gambia und Togo unterstützt. „Unsere Hilfslieferungen hatten insgesamt einen Warenwert von 3,7 Millionen Euro und eine Gesamtgewicht von über 130 Tonnen. „Wir haben gerade in der vergangenen Woche 300 Ebola-Präventionskits an Gesundheitsstationen und Krankenhäuser in Liberia und Sierra Leone versendet“, so Pastors. „Außerdem unterstützen  wir verschiedene Gesundheitsstationen bei der Aufklärung der Bevölkerung über Ebola und bei der Verteilung von Desinfektionslösungen.“

 

Foto: Noch ist die Gefahr, sich in Liberia mit Ebola zu infizieren, nicht gebannt. Das Gesundheitspersonal in der Gerlib Clinic in Monrovia muss noch Schutzkleidung tragen. (Quelle: action medeor)

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