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Hingeschaut – action medeor Blog Gesundheitssysteme stärken: Unterstützung des Krankenhauses in Sasstown, Liberia

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Die Ebola-Epidemie 2014/2015 hat die Schwäche des Gesundheitssystems in Liberia deutlich aufgezeigt. Um die medizinische Versorgung der Menschen zu verbessern und für den Ausbruch von Krankeiten zukünftig besser gewappnet zu sein engagiert sich auch action medeor mit verschiedenen Projekten für die Stärkung des Gesundheitssystems.

2016 erklärte die Weltgesundheitsorganisation Liberia als Ebola-frei. Seit dem bisher größten Ausbruch seiner Art im Jahr 2014 infizierten sich allein in Liberia 10.675 Menschen mit dem Ebola-Virus. 4.809 Menschen starben aufgrund der Viruserkrankung. Damit hat Liberia die meisten Toten dieser Ebola-Epidemie zu beklagen. Die dringlichste Aufgabe nach dem Ende der Ebola-Epidemie besteht darin, den Gesundheitssektor der Region zu stärken – dieser wurde während der Krise enorm geschwächt und kam zum Teil sogar komplett zum Erliegen.

Die Erfahrungen der Ebola-Epidemie zeigen deutlich, dass ein Ausbau von Fachpersonal und Infrastruktur dringend notwendig ist, um ähnliche Ausbrüche in Zukunft schneller erkennen und eindämmen zu können.

Die schwer zugängliche Küstenstadt Sasstown im Süden Liberias verfügt lediglich über ein Krankenhaus, das die einzige medizinische Einrichtung in der Region ist. Ursprünglich handelte es sich bei diesem Krankenhaus nur um einen spärlich ausgestatteten Gesundheitsposten ohne Kapazitäten zur Durchführung von Operationen und Geburten.

In einem ersten Projekt von action medeor wurden zwei Isolierzelte aus der Ebola-Zeit nach Sasstown gebracht und als weitere Räumlichkeiten am dortigen Krankenhaus installiert. Ein Fundament wurde gesetzt, gefliest und mit einem kleinen OP-Saal und Kreißsaal sowie 26 abgetrennten Patientenbetten ausgestattet. In Folge wurde das Gesundheitszentrum zu einem Krankenhaus hochgestuft.

Durch die neuen Möglichkeiten für Operationen und Geburtshilfe stiegen die Patientenzahlen stetig an und es zeigte sich ein dringender Bedarf an einer verbesserten Stromversorgung und Ausstattung, um diese steigenden Patientenzahlen angemessen versorgen zu können.

Mit Unterstützung von Aktion Deutschland Hilft beschaffte action medeor neues Laborequipment und installierte eine Solaranlage für eine nachhaltige und effiziente Stromversorgung des Krankenhauses. So kann der OP-Saal mit den notwendigen Gerätschaften sowie die Beleuchtung in den beiden Zelten durchgehend betrieben werden. Dadurch ist gewährleistet, dass zu jeder Tages- und Nachtzeit lebensrettende Operationen durchgeführt werden können. In Zusammenarbeit mit der Gerlib Klinik in Monrovia wurde das Laborpersonal aus Sasstown an den neuen Laborgeräten geschult.

Mit diesen Maßnahmen konnte erreicht werden, dass die Menschen für lebensrettende Operationen oder kritischen Geburtsverläufen nicht mehr in das drei Stunden entfernte Krankenhaus in Barclayville reisen müssen, um behandelt werden zu können.

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