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Lebensrettende Gesundheitsversorgung für Binnenflüchtlinge in Somalia

  • Slide 1Schulung für Campbewohner in Somalia
    Schulungen im Bereich Hygiene, Ernährung und Gesundheit sollen die Verbreitung von Krankheiten verhindern.
  • Slide 3Arzt mit Kind in Somalia
    Durch die mobilen Kliniken erreichen dringend benötigte Medikamente die Bedürftigen nun schneller.
  • Slide 4Arzt mit Kind in Somalia
    Vor allem für schwangere Frauen und Kinder ist die Behandlung durch die mobilen Kliniken eine große Hilfe.
  • Slide 6Kinder in Somalia
    Insgesamt wurden in der Projektlaufzeit 3.000 Kinder durch das Team der mobilen Kliniken behandelt.

Unabhängig von Dürren und Naturkatastrophen sind die Lebensbedingungen der Menschen in Somalia schwierig: Nach mehr als zwanzig Jahren gewaltsamen Auseinandersetzungen sind die Strukturen extrem schwach und der Staat ist meist nicht in der Lage, die eigene Bevölkerung mit den lebensnotwendigsten Dienstleistungen wie Gesundheit und Bildung zu versorgen.

Diese fragile Ausgangssituation, andauernde Konflikte sowie die Auswirkungen des Klimaphänomens El Nino im Jahr 2016 haben dazu geführt, dass die Bevölkerung aktuell unter einer der größten Hungerkatastrophen der letzten Jahrzehnte leidet. 6,2 Mio. Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, die Zahl der Kinder, die an Mangelernährung leiden, ist auf über eine Million gestiegen.

Mehr als eine Millionen Menschen mussten seit Ende 2016 aus ihren Dörfern fliehen. Dürre und Konflikte machen das Überleben auf dem Land fast unmöglich. Mit der Hoffnung auf Arbeit und Nahrungsmittelhilfe flüchten die meisten in die Hauptstadt Mogadishu. Kurz vor Mogadishu, entlang des sogenannten Afgoye Korridors, haben sich mehr als 30 Flüchtlingscamps gebildet, in denen im Sommer 2017 ca. 60.000 Menschen leben.

Mit der Partnerorganisation WARDI hat action medeor im April 2017 zwei mobile Gesundheitseinheiten zur medizinischen Versorgung der Familien in Betrieb genommen, mit etwa 28.000 Menschen Zugang zu verbesserter Gesundheitsversorgung sowie zur Prävention von Krankheiten und Mangelernährung erhalten. Die Hebammen und Krankenschwestern der mobilen Kliniken behandelten vor allem schwangere Frauen, stillende Mütter und Kleinkinder, die durch die Nahrungsmittelknappheit und den langen Weg aus ihren Heimatdörfern häufig besonders geschwächt und krank sind.

Die Trinkwassersituation für die Camp-Bewohner reicht nicht aus. Wer sich kein sauberes Trinkwasser leisten kann, entnimmt Wasser aus ungesicherten Brunnen und Quellen. Diese sind häufig kontaminiert und führen zum Ausbruch wasserbasierter Krankheiten wie akuten Durchfallerkrankungen und Cholera. Fast 80.000 Menschen haben sich seit Beginn des Jahres bis Ende Oktober 2017 mit akuten Durchfallerkrankungen infiziert. Dadurch wird die bereits schlechte Gesundheitssituation und akute Mangelernährung der Menschen noch weiter verschärft.

Ausgewählte Camp Bewohner und Bewohnerinnen wurden daher zu verschiedenen Themen im Bereich Hygiene, Ernährung und allgemeiner Gesundheitsvorsorge geschult und führen regelmäßig Aufklärungsveranstaltungen für die Menschen in ihren Camps durch.

Insgesamt wurden während der Projektlaufzeit etwa 3.000 Kinder durch das Team der mobilen Kliniken behandelt. Die häufigsten Krankheiten waren Durchfallerkrankungen sowie Atemwegserkrankungen und Lungenentzündungen. Über 1.600 Kinder unter fünf Jahren wurden auf Mangelernährung untersucht und wenn notwendig behandelt oder in schweren Fällen in eine Klinik überwiesen. Knapp 2.000 Frauen nahmen die Geburtsvor- und -nachsorgeuntersuchungen der Hebamme in Anspruch.

Projektinformationen

Projektinhalt
Lebensrettende Gesundheitsversorgung über zwei mobile Gesundheitseinheiten
Zielgruppe
28.000 Binnenflüchtlinge in 28 Camps
Projektgebiet
Afgoye Korridor (KM 13), Kaxda Distrikt, Somalia
Projektbeschreibung
Betrieb von zwei mobilen Gesundheitseinheiten
Beschaffung von Medikamenten und medizinischen Verbrauchsmaterialien
Fortbildung von medizinischen Fachkräften in Prävention und Behandlung von Cholera/AWD Epidemien
Identifizierung und Behandlung von akut mangelernährten Kleinkindern und Frauen
Ausbildung von Hygiene-, Ernährung- und Gesundheitspromotoren / -innen
Projektlaufzeit
April 2017 – August 2017
Projektvolumen
112.000 €
Partner
WARDI Relief and Development Initiative
Projektförderer
Aktion Deutschland Hilft (ADH)
Projektnummer
6100133
Projektverantwortlicher
Katharina Wilkin





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