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Hochwasser in Deutschland

action medeor-Mitarbeiterin Charlotte Sielicki verschafft sich in Dernau einen Überblick über die Situation.

action medeor-Mitarbeiterin Charlotte Sielicki verschafft sich in Dernau einen Überblick über die Situation. © action medeor

Ausnahmesituation in NRW und Rheinland-Pfalz: nach der ersten Nothilfe unterstützt action medeor beim Wiederaufbau.

Im Juli 2021 haben starke Regenfälle flutartige Überschwemmungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ausgelöst. Die Auswirkungen sind fürchterlich: Häuser und Straßen brechen unter der Last des Wassers zusammen, ganze Dörfer sind zerstört, mehr als 180 Menschen verloren ihr Leben.

Einsatz in Deutschland

In diesem Ausnahmefall leistet action medeor auch in Deutschland Nothilfe: Mitarbeiterinnen von action medeor verschafften sich wenige Tage nach der Katastrophe direkt vor Ort einen Überblick über die Lage, um zu prüfen wie action medeor am besten helfen kann. Sofort starteten die ersten Nothilfemaßnahmen.

Kein Strom: Licht durch Solarlampen

Schon am nächsten Tag verließ ein Transporter mit Verbandsmaterialien und Solarlampen das Lager von action medeor in Tönisvorst in Richtung Dernau an der Ahr. In vielen Orten gibt es auch Wochen nach den Überschwemmungen keinen Strom. Die Solarlampen sollen die Aufräumarbeiten in Kellerräumen erleichtern und den Menschen auch nachts eine Lichtquelle bieten.

Um nächtlichen Plünderungen und Übergriffen vorzubeugen und den Menschen in den betroffenen Ortschaften ein Stück Sicherheit und Normalität zurückzugeben, organisierte action medeor außerdem Solar-Straßenlaternen. Diese wurden in Rech und Dernau installiert, um die Straßen in den Orten nachts zu beleuchten.

Infektionsgefahr: Verbandsmaterial und Impfstoffe

Auch Wochen nach den Überschwemmungen sind Helferinnen und Helfer täglich damit beschäftigt, Schutt und Schlamm zu entfernen. Verletzungen und Schnittwunden sind dabei keine Seltenheit, denn in dem Schlamm verstecken sich Scherben von eingedrückten Fenstern und zertrümmerten Glasflaschen. Durch den verseuchten Schlamm besteht bei offenen Wunden eine hohe Infektionsgefahr – Verbandsmaterial, Alkoholtupfer und Desinfektionsmittel werden dringend benötigt.

action medeor versorgte das zentrale Logistiklager an der Ahr mit 34 Paletten medizinischer Hilfsgüter. Von hier aus wurden die Hilfsmittel weiter an die betroffenen Gemeinden und Helfer-Teams verteilt. Gleichzeitig erhalten Hausarztpraxen in der Region Impfdosen gegen Tetanus und Hepatitis A, um Infektionen vorzubeugen.

Multifunktionscontainer: Unterstützung von Gesundheitsversorgung und lokalem Krisenstab

Zwischen Dernau und Rech hat action medeor zudem gemeinsam mit Apotheker ohne Grenzen einen Multifunktions-Container errichtet. Dort wurde eine Rezept-Sammelstelle der umliegenden Apotheken eingerichtet und werden weitere Gesundheitsdienste wie psychosoziale Betreuung für traumatisierte Kinder, Jugendliche und Erwachsene angeboten. Zudem bietet der Container Platz für den örtlichen Krisenstab und für die Ortsgemeinde Rech, deren Verwaltungsgebäude der Flut zum Opfer gefallen sind.

Wiederaufbau der Gesundheitsversorgung: eine Apotheke und Aztpraxis für Kalenborn

Ebenfalls gemeinsam engagieren sich action medeor und Apotheker ohne Grenzen für den Wiederaufbau der medizinischen Versorgung in Kalenborn im Ahrtal. Auch hier wird mit einer Containerlösung gearbeitet, in der sowohl eine Arztpraxis als auch eine Apotheke untergebracht sind. Sowohl die Hausärztin als auch die Apothekerin haben ihre ursprünglichen Räumlichkeiten durch das Hochwasser verloren. 

Durch die Räume im Gesundheitscontainer leistet action medeor gemeinsam mit Apotheker ohne Grenzen einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der hausärztlichen und pharmazeutischen Versorgung für die vom Hochwasser betroffene Bevölkerung im Ahrtal.

Finanziert wurden diese und andere Maßnahmen mit Spendengeldern der Aktion Deutschland Hilft, in der action medeor Mitglied ist.


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