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Erdbeben in Nepal 2015

Das Erdbeben in Nepal am 25. April gilt als die schwerste Katastrophe in der Geschichte des Himalaya-Landes.

Innerhalb weniger Sekunden brachen Häuser zusammen, Hänge rutschten ab und begruben Menschen unter Geröll und Trümmern. 5,6 Millionen Menschen sind direkt betroffen, etwa 9.000 Menschen starben und circa 22.000 Menschen wurden verletzt. Auch die Auswirkungen auf die Infrastruktur sind verheerend. 500.000 Gebäude wurden zerstört und etwa 2,8 Millionen Menschen verloren ihr zu Hause.

Bereits vor dem Beben war die medizinische Versorgung der Bevölkerung unzureichend und besonders die ländliche Bevölkerung litt unter akutem Ärztemangel - ein Zustand, der sich durch die Katastrophe hervorgerufenen erhöhten medizinischen Bedarf, die Zerstörung von Medikamenten und einem Großteil der Gesundheitseinrichtungen noch dramatisch verschlechtert hat.

action medeor reagierte sofort und brachte im Rahmen eines sechswöchigen Nothilfeeinsatzes Hilfslieferungen mit Medikamenten auf den Weg und richtete ein temporäres Medikamentenlager ein. So konnten schon kurz nach dem Beben medizinische Teams, Krankenhäuser und Gesundheitsstationen auch in den schwerer zugänglichen, ländlichen Gebieten mit Medikamenten versorgt werden. Auch nach der Katastrophe engagierte sich action medeor zusammen mit lokalen Partnerorganisationen am Wiederaufbau der Gesundheitsinfrastruktur vor Ort.

Nach der Phase der Nothilfe und des Wiederaufbaus richtet sich der Schwerpunkt der Arbeit von action medeor in Nepal hauptsächlich auf die Unterstützung, Stärkung und medizinische Versorgung von Frauen und Mädchen. In einem Projekt mit der lokalen Organisation Public Health Concern Trust (PHECT) unterstützt action medeor Frauen und Senioren darin, sich vor Gewalt und Diskriminierung zu schützen und ihre Rechte einzufordern. In einem weiteren Projekt in Kooperation mit Partnership Nepal (PATNEP) ermöglicht action medeor medizinische Beratung und Versorgung für Frauen.

In einem weiteren Projekt in Kooperation mit der lokalen Organisation ECCA unterstützt action medeor den Aufbau von Sanitär- und Wasserversorgung an Schulen in den Regionen Kavrepalanchowk und Dolakha. Begleitet werden diese Maßnahmen durch Hygieneschulungen für Kinder und Lehrer und weitere unterstützende Maßnahmen für den Schulbetrieb, wie die Verteilung von Schulmaterial und Winterkleidung für die Kinder.