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Humanitäre Soforthilfe im Südsudan

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    Die erste Teillieferung mit Medikamenten und therapeutischer Zusatznahrung hat einen Umfang von mehr als 64 Tonnen...
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    ...und wurde Anfang September 2017 auf den Weg in den Südsudan gebracht.
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    Der Transport erfolgte per Luftfracht in die Hauptstadt Juba.
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    Im Anschluss wurden die Hilfsgüter an die Partnerorganisationen im Land verteilt.
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    Die medizinischen Hilfsgüter werden in den Gesundheitseinrichtungen dringend erwartet...
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    ... und auch für die therapeutische Zusatznahrung gibt es großen Bedarf, um insbesondere die mangelernährten Kinder zu behandeln.
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    Auch im Mary Help Hospital, einem langjährigen Partner von action medeor, können Dank der großen Hilfssendung weiter Patienten behandelt werden.

Nach Jahrzehnten des Bürgerkrieges hat sich die Lage im Südsudan in den letzten Monaten nochmals dramatisch verschlechtert. Bereits im Februar 2017 rief die UN für einzelne Gebiete im Südsudan eine Hungersnot aus. action medeor e.V. liefert ab September 2017 lebensrettende Medikamente und medizinische Bedarfsartikel in drei Regionen des fragilen Staates.

Die Situation im Südsudan ist komplex. Gewaltsame innerstaatliche Konflikte, Dürren und eine ökonomische Staatskrise haben eine der schwersten humanitären Katastrophen seit langer Zeit ausgelöst. Die Nahrungsmittelproduktion ist seit 2016 an einen nationalen Tiefpunkt angelangt. Starke Unterernährung und ein dadurch erhöhtes Krankheitsrisiko sind die Folge. Gleichzeitig führen Fluchtbewegungen innerhalb des Landes zur Verbreitung von leicht übertragbaren Krankheiten wie Cholera.

Der geschwächte Staat ist aktuell nicht in der Lage seine Bevölkerung mit ausreichend Nahrung und Medikamenten zu versorgen. Bereits vor dem Wiederaufflammen der gewaltsamen Kämpfe 2013 war die Gesundheitsversorgung im Südsudan chronisch unterfinanziert. Nur 0,15 Ärzte und 0,2 Hebammen standen für die Versorgung von 10.000 Patienten zur Verfügung. Derzeit sind etwa 50% der Gesundheitseinrichtungen nicht in der Lage ausreichendes medizinisches Personal und Medikamente zur Verfügung zu stellen. 80% der Gesundheitsversorgung wird bereits durch NGOs übernommen. Trotz internationaler Hilfe reichen die Finanzmittel, vor allem im Gesundheitsbereich, nicht aus um den steigenden Bedarf zu decken.

Es fehlt an wichtigen Medikamenten

Die kämpferischen Auseinandersetzungen erschweren die Medikamentenbeschaffung und Verteilung für nationale und internationale Helfer. In den noch vorhandenen Gesundheitseinrichtungen besteht daher ein enormer Mangel an essentiellen Medikamenten und medizinischen Bedarfsartikeln.

In den letzten Monaten kam es aufgrund der prekären Gesundheitsversorgung zu einem drastischen Anstieg an Krankheits- und Todesfällen. Malaria, Atemwegs- und Durchfallerkankungen sowie schwere Mangel- und Unterernährungen sind die häufigsten Todesursachen. Mit 2.054 Todesfällen pro 100.000 Lebendgeburten hat der Südsudan zudem die höchste Mütter- und mit 105 pro 1.000 Lebendgeburten die höchsten Kindersterblichkeitsraten weltweit.

action medeor und das Auswärtige Amt unterstützen mit Hilfslieferungen

Im Rahmen der humanitären Soforthilfe liefert action medeor mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes Medikamente und medizinische Hilfsgüter an elf Gesundheitseinrichtungen in die drei ehemalige Bundesstaaten Lakes, Warrap und Western Bahr el Gazal (WBeG). Insgesamt werden innerhalb eines Zeitraums von ca. 9 Monaten zwei große Hilfslieferungen mit Medikamenten und medizinischem Material für die Versorgung von ca. 1,5 Mio. Menschen erfolgen.

Die sich ständig ändernde Sicherheitslage, sowie die durch die Regenzeit zum Teil unbefahrbaren Straßen erschweren den Transport der lebensrettenden Waren. Umso wichtiger ist die Kooperation mit lokalen Partnern vor Ort.
action medeor arbeitet eng mit drei lokalen Organisationen zusammen: Comitato Collaborazione Medica (CCM), Doctors with Africa (CUAMM) und Mary Help Association in Wau (MHW). Mit den Gesundheitsstationen der genannten Partner kooperiert action medeor zum Teil schon seit über 30 Jahre im Rahmen der Medikamentenhilfe. Diese Gesundheitsstationen bieten rund 1,5 Mio Menschen im Einzugsgebiet, die einzige Möglichkeit einer medizinischen Versorgung.

Die Hilfslieferungen umfassen unter anderem:

  • Antibiotika
  • Medikamente gegen Durchfall
  • Malaria - Medikamente
  • Schmerzmittel
  • Ernährungspräparate etc.

Projektinformationen

Projektinhalt
Verbesserung der Basisgesundheitsversorgung in den Regionen Lakes, Warrap und Western Bahr el Gazal durch eine schnelle und bedarfsgerechte Ausstattung von elf Gesundheitseinrichtungen mit Medikamenten und medizinischen Bedarfsartikeln.
Zielgruppe
ca. 1,5 Mio. Menschen im Einzugsgebiet der elf Gesundheitseinrichtungen, darunter besonders vulnerable Gruppen wie Schwangere, Mütter, Kinder unter fünf Jahren, ältere Menschen, Binnenflüchtlinge und von Mangel- und Unterernährung betroffene Menschen.
Projektgebiet
Die Projektregion umfasst die ehemaligen Bundesstaaten Lakes, Warrap und Western Bahr el Gazal (WBeG) im Südsudan
Projektbeschreibung
Beschaffung und Transport der benötigten Medikamente und Hilfsgüter in die Projektregionen; Verteilung der Hilfsgüter an elf Gesundheitseinrichtungen
Projektlaufzeit
Juni 2017 bis Februar 2018
Projektvolumen
1.418.950 Euro
Partner
CCM, CUAMM und MHW
Projektförderer
Auswärtiges Amt
Projektnummer
6100134
Projektverantwortlicher
Eva Greitemann



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