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Auf der Flucht – Geflüchtete weltweit

Weltweit müssen Menschen ihre Heimat verlassen und suchen Menschen Zuflucht in provisorischen Zelten und Hütten.

Weltweit müssen Menschen ihre Heimat verlassen und suchen Menschen Zuflucht in provisorischen Zelten und Hütten. © Aktion Deutschland Hilft

Derzeit befinden sich weltweit knapp 68,5 Millionen Menschen auf der Flucht – die höchste Zahl, die jemals verzeichnet wurde. 53% der Geflüchteten weltweit sind Kinder.

Die Ursachen für den dramatischen Anstieg der Flüchtlingszahlen sind vielfältig: Krieg und Gewalt, Verfolgung sowie Klimakatastrophen wie Dürre, Überflutungen oder Orkane, spielen dabei eine Rolle.

40 Millionen Binnenvertriebene

Über die Hälfte dieser Menschen überqueren die Grenzen ihres Staates nicht und werden zu Binnenvertriebenen in ihrem Land. So auch in Syrien, Irak, Jemen, Somalia, Südsudan und der DR Kongo. Insbesondere in diesen Ländern unterstützt action medeor die verbliebenen Gesundheitsstationen mit Medikamenten und medizinischen Hilfsgütern.

Weniger als vier Prozent der Flüchtlinge kommen nach Europa. Die Menschen, die den gefährlichen Weg über das Mittelmeer auf sich nehmen, kommen hauptsächlich aus Syrien, Eritrea und Afghanistan, aber auch aus anderen afrikanischen Ländern.

Medizinische Hilfe

action medeor leistet medizinische Hilfe in den Herkunftsländern der Flüchtlinge sowie auch in den Flüchtlingslagern der Durchgangsländer. Insgesamt wurden für die Gesundheitsversorgung der Flüchtlinge im Nahen Osten und in Griechenland Hilfspakete mit einem Gewicht von 255 Tonnen gepackt.

Syrien

Bereits seit acht Jahren herrscht in Syrien Bürgerkrieg. Seit Beginn des Krieges fliehen immer mehr Syrer vor der Gewalt in ihrer Heimat – bis Februar 2018 bereits mehr als fünf Millionen Menschen. Die meisten von ihnen haben in den Nachbarländern Zuflucht gesucht. Über sechs Millionen Menschen sind zudem Binnenvertriebene und innerhalb ihres Heimatlandes auf der Flucht.

Somalia

Somalia ist eins von vielen Ländern Ostafrikas, das seit 2015 enorm unter der anhaltenden Dürre zu leiden hat. Insbesondere die Menschen in den ländlichen Regionen bekommen die Auswirkungen zu spüren. Aufgrund von Nahrungsmittelknappheit flohen allein im ersten Halbjahr 2017 160.000 Menschen in die Hauptstadt Mogadischu. Hier befindet sich angrenzend an eines der Flüchtlingscamps auch das Gesundheitszentrum Hamar Jabjab, welches für rund 80.000 Menschen im Distrikt die einzige Möglichkeit der medizinischen Versorgung darstellt.

Südsudan

Nach über 20 Jahren Krieg hatte der Südsudan 2011 seine Unabhängigkeit vom Sudan erklärt. Doch seit 2013 kommt es innerhalb des neuen Staates immer wieder zu Machtkämpfen. Nach Jahren des Bürgerkrieges stehen viele Menschen im Südsudan vor dem Nichts und leben in ständiger Unsicherheit. 1,9 Millionen Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht und auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Irak

Nach Jahrzehnten mit Sanktionen und Krieg ist der Irak 2014 von der IS-Miliz terrorisiert worden. Zeitweise stand ein Drittel des Staatsgebiets unter Kontrolle der Dschihadisten. Im Dezember wurde der Sieg über den IS verkündet. Noch immer leben über zwei Millionen Binnenvertriebene im Irak unter furchtbaren Bedingungen. Einige sind in ihre Heimatorte zurückgekehrt, doch dort ist die Sicherheit noch nicht gewährleistet, außerdem gibt es oft keinen Strom, kein Wasser und keine medizinische Grundversorgung.

Weil die meisten Hilfsorganisationen vor allem in den Flüchtlingslagern tätig sind, gibt es für die Gesundheitseinrichtungen in den Städten kaum Unterstützung. In Erbil allein haben um die 250.000 Flüchtlinge bei Gastfamilien Unterschlupf gefunden.

DR Kongo

In der Demokratischen Republik Kongo unterstützt action medeor Flüchtlinge, die vor Unruhen im Nachbarland Burundi geflohen sind. Gemeinsam mit einer lokalen Partnerorganisation wird eine mobile medizinische Versorgung der Menschen angeboten. Außerdem erhalten die Flüchtlinge Lebensmittel und Moskitonetze.

Jemen

Seit März 2015 herrscht im Jemen Krieg. 80 Prozent der Bevölkerung sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Ein Großteil der Infrastruktur des Landes wurde zerstört, über drei Millionen Menschen sind innerhalb ihres Landes auf der Flucht. Millionen Menschen leiden an Mangelernährung - ein besonderes Risiko für Kinder. Öffentliche Dienste, Wasser- und Sanitärversorgung und Infrastruktur sind weitgehend lahm gelegt.

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