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Flüchtlingskrise

Weltweit suchen Menschen Zuflucht. Der Großteil flieht innerhalb des Heimatlandes.

Weltweit suchen Menschen Zuflucht. Der Großteil flieht innerhalb des Heimatlandes.

Derzeit befinden sich weltweit knapp 60 Millionen Menschen auf der Flucht – die höchste Zahl, die jemals verzeichnet wurde.

Über die Hälfte dieser Menschen überqueren die Grenzen ihres Staates nicht und werden zu Binnenvertriebenen in ihrem Land.

Die Ursachen für den dramatischen Anstieg der Flüchtlingszahlen sind vielfältig: Gewalt durch den inzwischen mehr als fünf Jahre andauernden Krieg in Syrien und die Terrormiliz Islamischer Staat, aber auch der Bürgerkrieg in Somalia oder die Unterdrückung der Menschen in Eritrea.

Der größte Teil der Flüchtlinge bleibt in angrenzenden Staaten. So sind nach Angaben des UNHCR 4.088.099 syrische Flüchtlinge in den Ländern rund um Syrien registriert, darunter 1.938.999 in der Türkei, 1.113.941 im Libanon und 629.266 in Jordanien (Stand September 2015). Weniger als vier Prozent der Flüchtlinge kommen nach Europa. Die Menschen, die den gefährlichen Weg über das Mittelmeer auf sich nehmen, kommen hauptsächlich aus Syrien, Eritrea und Afghanistan, aber auch aus anderen afrikanischen Ländern.

action medeor leistet medizinische Hilfe in den Herkunftsländern der Flüchtlinge sowie auch in den Flüchtlingslagern der Durchgangsländer. Insgesamt wurden für die Gesundheitsversorgung der Flüchtlinge im Nahen Osten und in Griechenland Hilfspakete mit einem Gewicht von 255 Tonnen gepackt.

Bereits seit April 2012 sendet action medeor medizinische Hilfe nach Syrien, um die Situation der Menschen vor Ort zu verbessern. Über 200 Tonnen Medikamente, medizinisches Material und Geräte wurden bereits an Partnerorganisationen im Land geliefert. Auch in den Flüchtlingslagern in der Türkei und auf den griechischen Inseln ist action medeor aktiv und versorgt die Menschen mit medizinischen Hilfsgütern.

In der Demokratischen Republik Kongo unterstützt action medeor Flüchtlinge, die vor Unruhen im Nachbarland Burundi geflohen sind. Gemeinsam mit einer lokalen Partnerorganisation wird eine mobile medizinische Versorgung der Menschen angeboten. Außerdem erhalten die Flüchtlinge Lebensmittel und Moskitonetze.