Syrien

Eine der größten humanitären Krisen verursacht durch Krieg und Terror breitet sich aus.

Ausnahmezustand durch Gewalt, Flucht und Armut

action medeo KarteSyrienDie Arabische Republik Syrien ist ein Staat in Vorderasien, der sich seit Frühjahr 2011 im Bürgerkrieg befindet. Seit der ersten Stunde des Krieges haben laut UNHCR über sechs Millionen syrische Flüchtlinge das Land verlassen und sind zu großen Teilen in die Nachbarländer Libanon, Jordanien und Türkei geflohen. Die Menschen, die geblieben sind, leiden besonders unter den Gewaltverbrechen der Kriegsparteien. Obwohl der Krieg in Syrien in den Medien immer weniger zur Geltung kommt und der IS als besiegt gilt, ist die Krise längst nicht überstanden. 

Der nun schon mehr als zehn Jahre andauernde Bürgerkrieg hat die Wirtschaft des Landes völlig zerstört und vielen Menschen die Lebensgrundlage geraubt. Dies führt dazu, dass nach Angaben der Vereinten Nationen über 80 Prozent Menschen in Syrien unterhalb der Armutsgrenze leben müssen und dringen auf humanitäre Hilfe angewiesen sind.

Zivilbevölkerung zwischen den Fronten

Zwischen den verschiedenen Akteuren im syrischen Bürgerkrieg kommt es immer wieder zu Gewalthandlungen und Konflikten. Das syrische Kernland, rund um die großen Städte Damaskus, Homs und Aleppo, wird inzwischen wieder gänzlich von Regierungstruppen kontrolliert. Der Nordosten Syriens steht hingegen nach wie vor unter der Kontrolle kurdischer Milizen und Gebiete an der Grenze zur Türkei werden vom türkischen Militär kontrolliert. Zwischen den Kriegsparteien kommt es regelmäßig zu Kämpfen und terroristische Anschläge sind in Syrien an der Tagesordnung. Vor allem in der Provinz Idlib ist die Lage allarmierend. Internationale Bemühungen, den Konflikt zu beenden, führten bisher zu keinen langfristigen Ergebnissen. Waffenstillstände waren nur von kurzer Dauer.

Wie in vielen innerstaatlichen Konflikten, trägt maßgeblich die Bevölkerung die Konsequenzen – die Zahl der zivilen Opfer steigt täglich. Der Krieg in Syrien hat in der Region zur größten humanitären Krise seit Gründung der Vereinten Nationen im Jahr 1945 geführt. Menschenrechtsorganisationen gehen davon aus, dass die Kämpfe schon mehr als 380.000 Tote gefordert haben, darunter über 20.000 Kinder. Zusätzlich wird angenommen, dass inzwischen fast sieben Millionen Menschen innerhalb Syriens auf der Flucht sind. 

Darüber hinaus ist Syrien laut OCHA für Kinder eines der gefährlichsten Länder weltweit. Tausende wurden getötet, verletzt, festgenommen, gefoltert oder entführt und leiden infolgedessen an schweren Traumata. Die Verschlechterung des syrischen Gesundheitssystems erschwert die Situation ungemein. Neben den seelischen Verletzungen treten Mangelernährung und Dehydrierung bei Kindern immer häufiger auf. Berichten zufolge ereigneten sich Hunderttausende vermeidbare Todesfälle infolge chronischer Krankheiten, die nicht behandelt werden konnten.

Der Besuch von Schulen stellt für Kinder in Syrien ebenfalls ein großes Problem dar. Viele Kinder haben nie eine Schule von innen gesehen oder mussten so oft von Ort zu Ort fliehen, dass ein Schulbesuch gar nicht möglich war. In Syrien gehen laut Unicef mehr als zwei Millionen Kinder nicht mehr zur Schule. Unzählige Schulen sind zerstört, werden als Unterkunft für Flüchtlinge genutzt oder sind von Bewaffneten besetzt.

action medeor leistet Medikamentenhilfe

Um chronische Krankheiten und Kriegsverletzungen zu behandeln, sind die Ärzte und Helfer vor Ort vor allem auf Medikamente angewiesen. Seit 2012 hat action medeor allein nach Syrien über 200 Tonnen Hilfslieferungen im Wert von 3,4 Millionen Euro verschickt. Dabei umfassten die Notfallpakete nicht nur Basismedikamente, sondern auch Verbandsmaterialien und medizinische Geräte, die beispielsweise zur Sterilisation von Instrumenten eingesetzt wurden. Krankenhäuser und Gesundheitsstationen in Syrien und Flüchtlingslager an der türkisch-syrischen Grenze konnten durch die Unterstützung von action medeor ihren Patienten eine medizinische Behandlung ermöglichen und eine schnelle Soforthilfe leisten.

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