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Aufbau und Betrieb eines temporären Medikamentenlagers in Nepal

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Direkt am Tag des Erdbebens in Nepal begann action medeor, Medikamente und medizinische Bedarfsartikel für internationale Hilfsorganisationen zusammenzustellen. Auch Anfragen von großen Krankenhäusern und nationalen Organisationen erreichten action medeor in den darauffolgenden Tagen.

Doch schnell wurde deutlich, dass auch kleinere Gesundheitseinrichtungen in den schwer erreichbaren und besonders stark betroffenen Gebieten großen Bedarf an medizinischer Unterstützung haben. Gerade die Einrichtungen auf Dorfebene sind für die Gesundheitsversorgung außerhalb der Großstädte enorm wichtig. Mit nur notdürftig reparierten Unterkünften, Schlafplätzen unter Planen und in Zelten war auch für die darauffolgende Regenzeit von Juli bis September ein erhöhtes Infektionsrisiko zu rechnen.

Gemeinsam mit Don Bosco Mondo aus Bonn und deren Partner, der Nepal Don Bosco Society in Kathmandu, wurde der Aufbau und Betrieb einer temporären Medikamentenverteilerstelle geplant und durchgeführt. Der Aufbau dieses temporären Lagers hatte das Ziel, die Gesundheitseinrichtungen in den betroffenen Dorfgemeinden mit dringend benötigten Medikamenten und medizinischem Material zu versorgen. Am 10. Mai 2015 erfolgte der Versand von 10 Tonnen Medikamenten, Verbands- und Bedarfsmaterialien aus dem Lager von action medeor in Tönisvorst nach Kathmandu.

Zwei Mitarbeiterinnen von action medeor reisten ebenfalls in den Himalaya-Staat, um den Aufbau und Betrieb des temporären Lagers zu betreuen. In den darauf folgenden Tagen wurde unter großer Mithilfe der Nepal Don Bosco Society in Kathmandu das Lager eingerichtet und bestückt sowie die Arbeit mit Akteuren und Behörden vor Ort koordiniert. Von Mitte Mai bis Ende Juni 2015 konnten aus dem Lager in Kathmandu dringend benötigte Medikamente und Bedarfsartikel an Gesundheitseinrichtungen in sieben Distrikten Nepals übergeben werden.

Die vom Auswärtigen Amt finanzierten Medikamentenlieferungen aus Tönisvorst beinhalteten unter anderem Antibiotika, Schmerzmittel, Vitamine, Infusionen und Salben wie auch Verbandsmaterialien und medizinisches Equipment (u.a. Fieberthermometer, Stethoskope, Spritzen und Handschuhe). Über direkte Befragung der Gesundheitseinrichtungen konnten die Medikamente entsprechend des jeweiligen Bedarfs an die Stationen verteilt werden. Mit LKW, Jeeps und teils längeren Fußmärschen wurden sie auch in schwer erreichbare und abgelegene Einrichtungen gebracht.

Zahlreiche Ärzteteams nahmen das Angebot der Verteilerstelle ebenfalls an und konnten mit den frei verfügbaren Medikamenten medizinische Camps durchführen und die Patienten vor Ort medizinisch versorgen. Mehr als 40 ehrenamtliche Ärzteteams aus Nepal, Deutschland, Österreich und Frankreich wurden mit Medikamenten ausgestattet. Sie behandelten teils mehr als 100 Patienten pro Tag. Dank der großartigen Unterstützung der zahlreichen Partner und Ärzteteams kamen die Medikamente direkt bei den Menschen an, die nach dem Erdbeben keinen oder nur sehr eingeschränkten Zugang zu Medikamenten und medizinischer Versorgung hatten.

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