Philippinen

Schwimmausbildung von Grundschullehrern für den Schwimmunterricht der von Kindern auf den Philippinen.

Schwimmausbildung von Grundschullehrern für den Schwimmunterricht der von Kindern auf den Philippinen. © action medeor

 

Trotz wachsender Wirtschaft ist die Hälfte der Bevölkerung arm und hat keinen Zugang zu Gesundheitsleistungen.

Der fünftgrößte Inselstaat der Welt ist immer wieder schweren Naturkatastrophen ausgesetzt

action medeo KartePhilippinenRund 100 Millionen Einwohner leben auf den Philippinen – einem Inselstaat im westlichen Pazifischen Ozean. Vom Westen geprägt gehörte der Inselstaat 300 Jahre zum spanischen Kolonialreich und wurde anschließend fast 50 Jahre in amerikanischer Hand regiert, bis er 1946 unabhängig wurde. Auch wenn die Wirtschaft auf den Philippinen wächst, könnte die Kluft zwischen den wenigen Reichen und den zahlreichen Armen nicht größer sein. Die Hälfte aller Haushalte ist von Armut bedroht. Das spiegelt sich auch im Gesundheitssystem wieder: Die staatlichen Krankenhäuser sind unterfinanziert und dementsprechend prekär ausgestattet. Selbst wenn die Behandlung kostenlos erfolgt, müssen Medikamente selber bezahlt werden. So bleiben fünfzig Prozent der Zugang zur Gesundheitsversorgung verschlossen.

Zugleich ergeben sich aus fehlender Aufklärung im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit weitere Probleme. Viele Jugendliche erlangen völlig unvorbereitet das reproduktive Alter und sind vielfältigen Risiken ausgesetzt. Daraus folgen sexuelle Aktivitäten in frühem Alter, unzureichende Kenntnisse über Empfängnisverhütung, Teenagerschwangerschaften, sexuell übertragbare Krankheiten inklusive HIV/Aids und sexuelle Gewalt. action medeor setzt unter anderem hier Projekte an und bietet Jugendlichen pädagogische und inhaltliche Weiterbildungen.

Katastrophenvorsorge als Schutz für die Bevölkerung

Darüber hinaus sind der Wiederaufbau und die gemeindebasierte Katastrophenvorsorge nach der Nothilfephase auf Grund des Taifun Haiyan im Jahr 2013 ein wichtiges Thema. Aus diesem Grund führte action medeor mit Partnerorganisationen Trainings und Workshops zum Thema Katastrophenvorsorge mit der Bevölkerung durch und half 1500 Familien bei der Rehabilitierung ihrer landwirtschaftlichen Lebensgrundlage. Abhängig von den Bedingungen vor Ort, wurden die Projekte in Kooperation mit der Bevölkerung geplant und durchgeführt. Während der gesamten Laufzeit unterstützte action medeor die Umsetzung finanziell und begleitete die Prozesse.

Die Philippinen, ein Land mit Islamismus Problemen

Auch in dem Südostasiatischen Inselstaat versuchten Islamisten, ähnlich dem Vorbild aus Syrien und dem Irak einen Gottesstaat zu errichten. Auf der südlichen Insel Mindandao, in der Stadt Marawi eroberte ein IS Ableger im Sommer 2017 einige Stadtteile. Die mittlerweile wieder zurückeroberte Stadt liegt in Ruinen und vor allem die Zivilbevölkerung leidet bis heute unter den Taten und Nachfolgen des sogenannten Kalifates. Die Sicherheitslage ist weiterhin prekär, radikalislamische Gruppen sind immer noch auf den Philippinen aktiv und gefährden das Leben der Zivilbevölkerung und die soziale Struktur.

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Taifun auf den Philippinen 2014 Hilfsgüterverteilung

Anfang Dezember 2014 wurden die Philippinen von Taifun Hagupit getroffen. Die Menschen auf der Insel Panay an der Westküste erlebten den schweren Sturm und starke Regenfälle, besonders in Küstennähe wurden viele Häuser beschädigt oder sogar zerstört. Im Vorfeld des Taifuns wurden – im Gegensatz zu Taifun Haiyan 2013 – groß angelegte Evakuierungen und Vorsorgemaßnahmen durchgeführt. Dadurch konnten Verluste von Menschenleben deutlich reduziert werden.

Hingeschaut Medikamente für die Philippinen: ein Partner berichtet

Mit vereinten Kräften werden die Medikamente für das Krankenhaus in Cebu entladen.

Seit vielen Jahren unterstützt action medeor Gesundheitseinrichtungen und Partnerorganisationen auf den Philippinen mit dringend benötigten Medikamenten und medizinischen Materialien. Gemeinsam mit der deutschen Organisation „Hilfe zur Selbsthilfe – Dritte Welt e.V.“ brachte action medeor vor einigen Wochen eine große Hilfslieferung an die Charity Clinic in Cebu City auf den Weg. Unser Partner Helmut Merkel berichtet, wie die Hilfsgüter inzwischen eingesetzt werden:

Katastrophenvorsorge Wiederaufbau und gemeindebasierte Katastrophenvorsorge auf den Philippinen

Nach der akuten Nothilfephase in Folge von Taifun Haiyan unterstützt action medeor nun den Wiederaufbau von Lebensgrundlagen der betroffenen Bevölkerung auf den Philippinen. Zusammen mit dem philippinischen Netzwerk CDRC und drei seiner Partner erhalten knapp 1500 Familien direkte Hilfe bei der Rehabilitierung ihrer landwirtschaftlichen Lebensgrundlagen. So werden Kleinbauern durch die Beschaffung von Saatgut, Nutztieren und Baumaterialien entsprechend ihres jeweiligen Bedarfs unterstützt.

Taifun auf den Philippinen 2013 Wiederaufbau von Miniapotheken

Am 07. November 2013 traf der Taifun Haiyan auf die Inseln Leyte und Samar und zerstörte die soziale und wirtschaftliche Infrastruktur für Millionen von Menschen. Auch ein Jahr nach Haiyan ist der Zugang zu Medikamenten, medizinischem Verbrauchsmaterial und Hygieneartikeln besonders für die ärmere Bevölkerung schwierig, da viele Apotheken und sogenannte Outlets (Miniapotheken) noch nicht wieder aufgebaut sind.  Die Krankenhäuser sind überlastet, da viele Einrichtungen noch nicht wieder genutzt werden können.

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