Pakistan

Der Junge nimmt im Rahmen der humanitären Hilfe an einer Hygieneschulung in Pakistan teil.

Der Junge nimmt im Rahmen der humanitären Hilfe an einer Hygieneschulung in Pakistan teil. © action medeor

Zahlreiche Herausforderungen in Politik, Wirtschaft und Gesundheitssektor lasten auf dem Land der Extreme.

Die Wirtschaft Pakistans durch die soziale Anspannung gelähmt

action medeo KartePakistanAls Brücke zwischen Zentral- und Südasien sowie als Verbindungsglied zwischen China und dem Arabischen Meer hat Pakistan ein hohes Potenzial für wirtschaftliches Wachstum. Viele Ressourcen, geringe Lohnkosten, eine junge, wachsende Bevölkerung und eine größer werdende Mittelschicht schaffen eine gute Ausgangsposition, werden aber durch die schwache soziale und wirtschaftliche Infrastruktur, Naturkatastrophen und die politische Instabilität geschwächt. Korruption und eine kritische Sicherheitslage verschärfen die Problematik.

Nicht nur wirtschaftlich steht das Land in der Krise, auch in der Gesundheits- und Bildungspolitik kann Pakistan noch keine flächendeckende Versorgung gewährleisten. Mütter und Kinder sterben viel häufiger als im regionalen Vergleich und das Bildungssystem ist immer noch von zahlreichen Schulabbrechern oder Kindern ohne Bildung geprägt, weil diese gar nicht erst zur Schule gehen können. Am Ende kann der Arbeitsmarkt nur wenige Ausbildungsplätze garantieren. Zusätzlich muss sich Pakistan als Hauptaufnahmeland von afghanischen Flüchtlingen vielen weiteren Herausforderungen stellen, die besonders die strukturschwachen Grenzregionen belastet.

 

Überschwemmungen treffen das Land schwer

2010 kam es dann zur schlimmsten Hochwasserkatastrophe in Pakistan seit über 80 Jahren. Ein Fünftel des Landes stand wochenlang unter Wasser, über 1.700 Menschen verloren ihr Leben und mehr als 1,5 Millionen Häuser wurden zerstört. Grund für die Überschwemmungen waren damals tagelange, starke Monsunregenfälle, die auch in den kommenden Jahren in weiten Teilen des Landes wieder kamen. Die Bevölkerung hatte kaum Zeit sich von den negativen Folgen zu erholen und ihre Lebensgrundlagen wieder aufzubauen, als sie erneut aus ihren Dörfern fliehen mussten. Neben anderen Hilfsorganisationen aus Deutschland, ergab sich daher auch für action medeor die Notwendigkeit, langfristige Vorsorgestrategien mit der Bevölkerung zu erarbeiten. Mit einer lokalen Partnerorganisation wurde ein Projekt zur besseren Vorsorge und Vorbereitung auf zukünftige Überschwemmungen umgesetzt. Auch in Zukunft plant action medeor im Land zu bleiben und sich für die Menschen in Pakistan zu engagieren.

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