Syrien

Die drei Mädchen im Flüchtlingslager in der Türkei sind mit ihren Familien aus Syrien geflohen.

Die drei Mädchen im Flüchtlingslager in der Türkei sind mit ihren Familien aus Syrien geflohen. © action medeor - D. Harhues

Eine der größten humanitären Krisen verursacht durch Krieg und Terror breitet sich aus.

Ausnahmezustand durch Gewalt, Flucht und Armut

action medeo KarteSyrienDie Arabische Republik Syrien ist ein Staat in Vorderasien, der sich seit Frühjahr 2011 im Bürgerkrieg befindet. Seit der ersten Stunde des Krieges haben laut UNHCR über sechs Millionen syrische Flüchtlinge das Land verlassen und sind zu großen Teilen in die Nachbarländer Libanon, Jordanien und Türkei geflohen. Die Menschen, die geblieben sind, leiden besonders unter den Gewaltverbrechen der Kriegsparteien. Die UN-Untersuchungskommission beschreibt im August 2015, dass sich die Menschenrechtslage weiter verschlechtert und die Zivilbevölkerung schrecklichen Gewaltverbrechen wie Mord, Folter und Vergewaltigungen ausgesetzt ist.

Auch wenn das gesamte Land von den verheerenden Folgen des Krieges betroffen ist, befinden sich Berichten zufolge die meisten hilfsbedürftigen Menschen in der Region rund um Aleppo, Damaskus und Idlib. Mehr als vier von fünf Syrern leben Ende 2014 in Armut – fast 65% der Bevölkerung sind von extremer Armut bedroht. Der anhaltende Konflikt verschlechtert die Situation der Menschen und Familien vor Ort – besonders aber die der Kinder.

Zivilbevölkerung zwischen den Fronten

Zwischen verschiedenen Akteuren kommt es im Bürgerkrieg in Syrien zu landesweiten Gewalthandlungen und Konflikten, die sich mittlerweile auch auf weitere Länder und Regionen übertragen. Nach Angaben des UNCHR besetzen syrische Regierungstruppen, die Gruppe „Islamic State of Iraq and Al-Sham (ISIS)“, oppositionelle Gruppen und kurdische Streitkräfte unterschiedliche Regionen und üben Kontrolle und Einfluss aus. Internationale Bemühungen, den Konflikt in Syrien zu beenden, führten bisher zu keinen langfristigen Ergebnissen. Waffenstillstände waren nur von kurzer Dauer.

Wie in vielen innerstaatlichen Konflikten, trägt maßgeblich die Bevölkerung die Konsequenzen – die Zahl der zivilen Opfer steigt täglich. Der Krieg in Syrien hat in der Region zur größten humanitären Krise seit Gründung der Vereinten Nationen im Jahr 1945 geführt. Menschenrechtsorganisationen gehen davon aus, dass die Kämpfe schon mehr als 350.000 Todesopfer und eine Million Verletzte gefordert haben. Zusätzlich wird angenommen, dass es inzwischen 6,6 Millionen Binnenflüchtlinge gibt (Stand Januar 2016).

Darüber hinaus ist Syrien laut OCHA für Kinder eines der gefährlichsten Länder weltweit. Tausende wurden getötet, verletzt, festgenommen, gefoltert oder entführt und leiden infolgedessen an schweren Traumata. Die Verschlechterung des syrischen Gesundheitssystems erschwert die Situation ungemein. Neben den seelischen Verletzungen treten Mangelernährung und Dehydrierung bei Kindern immer häufiger auf. Berichten zufolge ereigneten sich Hunderttausende vermeidbare Todesfälle infolge chronischer Krankheiten, die nicht behandelt werden konnten.

Der Besuch von Schulen stellt für Kinder in Syrien ebenfalls ein großes Problem dar. Viele Kinder haben nie eine Schule von innen gesehen oder mussten so oft von Ort zu Ort fliehen, dass ein Schulbesuch gar nicht möglich war. In Syrien gehen laut Unicef mehr als zwei Millionen Kinder nicht mehr zur Schule. Unzählige Schulen sind zerstört, werden als Unterkunft für Flüchtlinge genutzt oder sind von Bewaffneten besetzt.

action medeor leistet Medikamentenhilfe

Um chronische Krankheiten und Kriegsverletzungen zu behandeln, sind die Ärzte und Helfer vor Ort vor allem auf Medikamente angewiesen. Seit 2012 hat action medeor allein nach Syrien über 200 Tonnen Hilfslieferungen im Wert von 2,3 Millionen Euro verschickt. Dabei umfassten die Notfallpakete nicht nur Basismedikamente, sondern auch Verbandsmaterialien und medizinische Geräte, die beispielsweise zur Sterilisation von Instrumenten eingesetzt wurden. Krankenhäuser und Gesundheitsstationen in Syrien und Flüchtlingslager an der türkisch-syrischen Grenze konnten durch die Unterstützung von action medeor ihren Patienten eine medizinische Behandlung ermöglichen und eine schnelle Soforthilfe leisten.

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