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Hingeschaut Geburtskliniken auf den Philippinen wieder in Betrieb

Vor zwei Jahren – am 08. November 2013 – traf der bis dato schwerste Taifun auf die Philippinen. Taifun Haiyan forderte mehr als 6.300 Todesopfer, machte etwa 4,1 Mio Menschen obdachlos und ca. 5,6 Mio verloren ihre Lebensgrundlage. Etwa 3.000 Gesundheitseinrichtungen wurden in dieser Nacht stark beschädigt oder komplett zerstört.

action medeor schickte sofort 12 Tonnen Medikamente und medizinisches Equipment auf die betroffenen Inseln, um die Notversorgung der Menschen aufrechtzuerhalten. Bei der Übergabe der Medikamente traf das Team von action medeor auf die Benediktinerschwestern im Divine Word Hospital in Tacloban. Schwester Eloisa berichtete von ihren Mother Bles Geburtsstationen auf der Insel Leyte. Gemeinsam mit ihr machten sich Mitarbeiter von action medeor Anfang Dezember 2013 auf den Weg zu vier betroffenen Geburtskliniken in der näheren Umgebung von Tacloban und fanden diese teils völlig zerstört vor.

In den vergangenen beiden Jahren ist es Schwester Eloisa unterstützt von action medeor, ihrer Organisation KAKAK und dem Hebammenteam gelungen, die Stationen wieder zu eröffnen. Bei dem letzten Besuch vor Ort (Ende Oktober 2015) konnten sich die Mitarbeiter von action medeor selbst von den großen Fortschritten überzeugen. Alle Kliniken wurden wieder aufgebaut und mit dem notwendigen Equipment ausgestattet. Palo – die erste und größte Geburtsklinik - wurde bereits Mitte 2014 eröffnet. Es folgten weitere Kliniken in Alangalang, Santa Fe und MacArthur.

Die Geburtskliniken behandeln die Patienten kostenfrei. Bei Risikoschwangerschaften oder Komplikationen werden die Schwangeren mit einem neu angeschafften Auto in das nächste Krankenhaus gebracht. Neben den kurzen Wegen zu den Kliniken schätzen die Schwangeren besonders die private Atmosphäre und intensive Betreuung durch die Hebammen. "Im Krankenhaus muss man immer so lange warten und hat keine direkten Ansprechpartner. Hier kenne ich die Hebamme von den Vorsorgeuntersuchungen und fühle mich gut betreut", berichtet eine junge Mutter.

Neben den Geburten, Vorsorge-/ und Nachsorgeuntersuchungen sind die Hebammen auch in den Gemeinden aktiv, führen Aufklärungsveranstaltung zu gesunder Schwangerschaft durch und stehen in engem Kontakt mit den lokalen Gesundheitshelfern.