Irak

Die drei Geschwister leben in dem Flüchtlingslager Kabartu I im Nordirak.

Die drei Geschwister leben in dem Flüchtlingslager Kabartu I im Nordirak. © Bring Hope Humanitarian Foundation

Ein Staat zerbricht und leidet zunehmend unter den Folgen des Syrienkonfliktes

Der Irak ist tief gespalten

action medeo KarteIrakAm nordöstlichen Rand der arabischen Halbinsel liegt die Republik Irak. Obwohl der Irak eigentlich kein klassisches Entwicklungsland ist, befindet sich der Staat nach der Militärintervention der Vereinigten Staaten 2003 und dem anhaltenden Syrienkonflikt in einer Notlage. Politisch, konfessionell und territorial ist das Land gespalten: Das Zentrum und der Süden der Republik Irak wird von der Zentralregierung in Bagdad gesteuert, die Region im Norden von Kurden dominiert und der Westen sowie das Zentrum von der Terrormiliz Islamischer Staat kontrolliert. Immer wieder sterben tausende Menschen durch Terroranschläge und Gewalttaten.

Diese Spaltung spiegelt sich auch im politischen und wirtschaftlichen System wider. Staatliche Strukturen sind weitgehend aufgelöst und die auf Gas- und Ölexport basierte Wirtschaft befindet sich im Niedergang. Dies wiederum ist nicht nur auf die fallenden Weltmarktpreise, sondern auch auf die angespannte, politische Lage und den anhaltenden Konflikt zurückzuführen. In der Folge sind besonders junge Menschen von Arbeitslosigkeit bedroht, ein Viertel der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Laut dem Human Development Index liegt der Irak nur noch auf Platz 120 von 187 im Ländervergleich.

Flüchtlingsstrom wächst

In vielen Ländern kam es in der Vergangenheit zu großen Flüchtlingsströmen. Mindestens 15 neue Konflikte sind alleine in den letzten fünf Jahren entstanden oder wieder entflammt. Dadurch befinden sich im Jahr 2018 weltweit etwa 68 Millionen Menschen auf der Flucht. Neben der innerstaatlichen Krise wird auch der Irak mit der Flüchtlingsproblematik konfrontiert. Binnenflüchtlinge sowie Flüchtlinge aus Syrien suchen in Teilen des Iraks Schutz und einen Ausweg vor Gewalt und Terror. Derzeit sind etwa 4,4 Millionen Irakerinnen und Iraker innerhalb ihres Landes auf der Flucht. Zusätzlich hat der Irak bisher über 250.000 syrische Flüchtlinge aufgenommen, die sich vor dem Krieg in Sicherheit bringen möchten. Vor allem Christen, Jesiden und Schiiten aus dem Gebiet rund um die Stadt Mossul werden aus ihrer Heimat vertrieben.

In der Konsequenz ist der Staat im hohen Maße auf internationale Hilfe, insbesondere in den aufnehmenden Gemeinden im Nord- und Zentralirak, dringend angewiesen. Familien kommen häufig ausgezehrt und traumatisiert in den Flüchtlingslagern an. Hilfsmaßnahmen, wie beispielsweise eine medizinische Versorgung der irakischen Flüchtlinge, werden von Hilfsorganisationen wie action medeor direkt vor Ort unterstützt.

Medikamente von action medeor für Flüchtlinge im Irak

Seit 2014 kümmert sich action medeor um die medizinische Versorgung im Nordirak und unterstützt die Flüchtlinge vor Ort. Bisher wurden rund 61 Tonnen Medikamente und medizinisches Equipment im Wert von 1.150.000 Euro auf den Weg gebracht. Mit den bereitgestellten Hilfslieferungen haben die Helfer und Ärzte in den Camps die Möglichkeit, die Geflüchteten zu versorgen und die Lebensbedingungen in den Flüchtlingslagern, besonders für die vielen Kinder, nachhaltig zu verbessern.

action medeor-Mitarbeiterin Eva Greitemann stellte nach Ihrer letzten Reise in den Irak fest, dass die Versorgung der Inlandsflüchtlinge durch Containerkliniken und Ärzte recht gut organisiert ist. Allerdings fehlen Medikamente für Verletzte und besonders für chronisch Kranke. Genau dort setzt die Hilfe von action medeor an.

Unterstützen Sie unsere Nothilfe mit Ihrer Spende, denn nur mithilfe von Spenden können wir Flüchtlingen im Irak helfen! Als Notapotheke der Welt ermöglichen wir den Zugang zu dringend benötigten Medikamenten und verbessern durch unsere Projekte die Basisgesundheitsversorgung vieler Menschen.
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