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Hingeschaut – action medeor Blog Bericht aus der Tharwüste: "Wasser bleibt das größte Problem"

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Seit November 2016 betreibt action medeor in Kooperation mit der deutschen Organisation arche nova e.V. und der pakistanischen Organisation PVDP ein Projekt zur Ernährungssicherung und Förderung der Gesundheit in der Tharwüste in Pakistan. Als Gesundheitspromotorin des lokalen Projektteams kennt Meena Kumari den Alltag und die Probleme der Menschen im Projektgebiet genau:

action medeor hingeschaut pakistan 170320 8 s„Eins der größten Probleme in dieser Region ist es, ausreichend sauberes und sicheres Wasser zu finden. In unseren Städten ist der Wasserverbrauch viel zu hoch – die Menschen verschwenden viel Wasser beim Duschen oder wenn sie ihre Autos waschen. Sie kennen die Bedeutung des Wassers nicht, weil sie ausreichend davon zur Verfügung haben.

Seitdem ich in diesem Projekt arbeite, sehe ich wie schwierig das Leben hier in der Wüste wirklich ist, besonders für die Frauen. Die Frauen müssen die Hauptlast der Arbeit tragen und sich um den Haushalt, Kinder und die Tiere kümmern. Am meisten Arbeit haben die Frauen in dieser Region aber damit, ausreichend Wasser für die Familie zu finden. Überall sehe ich Frauen, die schwere Wassereimer und Töpfe tragen. Teilweise brauchen sie den halben Tag, nur um genug Wasser für die Familie zu finden. Zwar hat sich das Leben der Menschen in dieser Region in den letzten Jahren in einigen Bereichen verbessert – zum Beispiel wurden Straßen gebaut und Solar-Energie in der Region eingeführt – aber Wasser bleibt das größte Problem.

Die Brunnen hier sind meist weit von den Dörfern der Familien entfernt. Dadurch versuchen die Frauen, so viel Wasser wie möglich auf einmal zu transportieren. Die meisten Frauen tragen drei Krüge auf einmal – zwei auf dem Kopf und noch einen weiteren in der Hand. Ich kann mir kaum vorstellen, wie schwer es sein muss, mit dieser Last zwei oder drei Stunden zurück nach Hause zu laufen. Allerdings ist es auch schön zu sehen, dass sich die Frauen hier immer gegenseitig unterstützen.

Ein weiteres Problem in unserem Projektgebiet besteht darin, dass das schlechte Wasser oft Krankheiten verursacht. Besonders die Kinder leiden unter vielen wasserbasierten Krankheiten – und die Familien haben häufig kein Geld für medizinische Behandlung.

Auf jeden Fall gibt es hier noch viel zu tun, aber ich liebe die Arbeit mit den Menschen hier. Ich bin froh, dass wir in unserem Projekt gemeinsam die Menschen in diesen armen Gemeinden unterstützen können.“






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