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Kurzmeldungen Einsatz für Frauenrechte in Kolumbien

© action medeor / Taller Abierto

Ohne Frauenrechte gibt es keine Menschenrechte", sagt Doly Enriquez, eine indigene Autorität, mit der action medeor in Kolumbien zusammenarbeitet.

Doly beteiligt sich an der „Minga“, dem Protest gegen Morde an sozialen Anführer*innen und Massakern in ländlichen Gebieten Kolumbiens. Der Begriff „Minga“ ist ein indigenes Wort, das sich auf eine gemeinsame Anstrengung für das Gemeinwohl bezieht. „Ich lehre andere Frauen, diese patriarchalische und machohafte Kultur zu verjagen, die über unsere Körper, über unser Leben entscheiden will.“

Kolumbien, das über 50 Jahre bewaffneten Konflikts erlebt hat, ist von mehr als 5,8 Millionen Binnenvertriebenen, einer großen Zahl von Missbrauchs- und Gewaltopfern und einer hohen Quote an geschlechterbasierter Gewalt betroffen. Hohe Armut und Mangel an einer sozialen Grundversorgung erhöhen die Belastung für die Bevölkerung. Besonders indigene und Afrokolumbianer*innen leiden unter Bedrohungen, Einschüchterungen und werden überdurchschnittlich häufig Opfer von Straftaten und Morden.

Die indigene Bevölkerung lebt in Gebieten mit einer geringen Präsenz staatlicher Institutionen und schlechten oder fehlenden Grundversorgungsdiensten. Mit der Ausbreitung von COVID-19 ist die Verwundbarkeit dieser Bevölkerungsgruppen weiter gestiegen.

Gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation Taller Abierto setzt sich action medeor für Gesundheit, Gewaltfreiheit und Friedenskultur in den Departments Cauca und Valle del Cauca in Kolumbien ein.



Wenn Hilfe ankommt

„Wenn wir von unseren Partnern die Rückmeldung bekommen, dass die Pakete sicher angekommen sind, macht mich das stolz. Zu hören, dass die Arbeit, die für mich so alltäglich ist, für viele Menschen einen großen Unterschied macht, ist ein tolles Gefühl.”
Marc Hitz, Mitarbeiter im Medikamentenlager


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