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Hingeschaut – action medeor Blog Georgette: eine Erfolgsgeschichte in Togo

 Seit 2014 führt Georgette selbstständig ihren eigenen Frisörladen.

Seit 2014 führt Georgette selbstständig ihren eigenen Frisörladen. © action medeor

Über 40 Prozent der Jugendlichen in Togo leben in Armut mit wenig Hoffnung auf ein besseres Leben. Besonders Mädchen erhalten selten die Gelegenheit, eine weiterführende Schule zu besuchen, sondern müssen im Haushalt oder in der Familie helfen.

Fehlende Bildung und daraus resultierende schlechte Berufschancen sind Gründe, die viele Mädchen in die Arme von Menschenhändlern treiben. Andere Jugendliche gehen – in Hoffnung auf eine bessere Zukunft – freiwillig in Nachbarländer oder die Hauptstadt Lomé.

Diese gefährdeten Mädchen sind Zielgruppe des gemeinsamen Projektes von action medeor und der lokalen Organisation Petit Soeur a Soeur (PSAS). Hier erhalten Mädchen und junge Frauen die Möglichkeit einer Berufsausbildung sowie kostenlose medizinische Versorgung und umfassende Aufklärung zu ihren Rechten und Gesundheit.

Eines der Mädchen, das dieses Projekt erfolgreich durchlaufen hat, ist die heute 26-jährige Georgette. Georgette kommt aus sehr armen Verhältnissen und hat zusammen mit ihrer Mutter und vier weiteren Geschwistern im „Maison Portefaix“ gelebt, dem Viertel der Lastenträger des großen Marktes in Lomé. Ihr Vater ist früh verstorben, womit auch das Einkommen der Familie wegfiel. Nur durch die finanzielle Unterstützung einer Organisation erhielt Georgette die Möglichkeit, die Grundschule abzuschließen.

Als sie 16 Jahre alt war, entdeckte sie eine Streetworkerin von PSAS auf dem Markt und erzählte der jungen Frau von der Möglichkeit, eine Ausbildung am Zentrum von PSAS zu absolvieren.

action medeor togo ausbildung 2 sSeit 2014 führt Georgette selbstständig ihren eigenen Frisörladen. Dafür hat sie nach der Ausbildung erst einmal von zu Hause gearbeitet, um das nötige Startkapital zusammenzusparen. Auch hierbei erhielt sie Unterstützung durch das Projekt und wurde mit den notwendigen Materialien – wie Haartrockner und Spiegel – ausgestattet. Zusätzlich bildete sie sich in dieser Zeit in den Bereichen Maniküre und Pediküre fort.

Heute hat Georgette ein monatliches Einkommen von mindestens 80 bis 100 Euro und bildet in ihrem Friseurladen elf weitere Mädchen aus, denen sie so auch eine Chance auf ein besseres Leben bieten kann.

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