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Hingeschaut – action medeor Blog Von Tönisvorst nach Bukavu - Projektreise in den Kongo

Projektmitarbeiter von action medeor beim Besuch eines Gesundheitsprojektes im Kongo.

Projektmitarbeiter von action medeor beim Besuch eines Gesundheitsprojektes im Kongo. © action medeor

Projektmitarbeiter von action medeor besuchen regelmäßig die Gesundheitsprojekte von action medeor in verschiedenen Regionen der Welt, um sich mit den lokalen Partnern vor Ort auszutauschen und weitere Maßnahmen abzustimmen. Sarah Buchstaller arbeitet seit einigen Monaten als Projektassistentin bei action medeor im Bereich Afrika. Gerade ist sie das erste Mal für action medeor unterwegs und besucht gemeinsam mit Projektreferent Emmanuel Limi die Gesundheitsprojekte im Kongo. Hier berichtet sie von der Reise:

Seit bereits sechs Tagen bin ich zusammen mit Emmanuel Limi, dem Projektreferenten für Zentralafrika bei action medeor, auf Projektreise im Osten der Demokratischen Republik Kongo (Provinz Süd-Kivu). Er war für action medeor schon viele Male hier, ich zum ersten Mal. Aufregend ist es wohl sowieso, egal wie viel Länderkenntnis man mitbringt.

Wir haben eine 2-tägige Anreise über Ruanda hinter uns. Bukavu liegt nur wenige Kilometer von Ruanda entfernt, unsere Partnerorganisation APED (Action pour la paix, l’education et le developpement) hat uns mit dem Auto über die Grenze gebracht. Bereits seit 2008 arbeiten action medeor und APED zusammen, insbesondere in der HIV/Aids Aufklärung. Es war schön die Menschen, mit welchen man fast täglich über Email, Skype oder Telefon in Kontakt steht, persönlich kennenzulernen und Stimmen endlich Gesichtern zuordnen zu können. Meinen ersten Eindruck der DR Kongo und Bukavus kann ich in ein paar wenigen Worten beschreiben: landschaftlich wunderschön und sehr lebendig.

Die letzten Tage haben wir vor allem dafür genutzt uns von den verschiedenen Partnern auf den neuesten Stand der von action medeor unterstützen Projekte bringen zu lassen. Angefangen bei Pharmakina, dem größten Hersteller von Medikamenten zur Behandlung in Malaria, zeigte uns Dr. Pierre Prince ein Projekt zur Behandlung von HIV- infizierten Menschen in Bukavu. Besonders beeindruckte mich wie sehr darauf geachtet wird ein respektvolles und möglichst angenehmes Umfeld für den Patienten zu schaffen. So sieht der Beratungs- und Testraum eher aus wie ein Wohnzimmer und die Patienten haben während ihrer Behandlung möglichst immer eine Bezugsperson, welche sie schon ab dem ersten Tag begleitet.

Mit der Partnerorganisation AEO/CNA (Assistance aux Enfants Abandonnés et orphelins/ Centre nutritionnel et Alimentaire) begannen wir den Tag im Büro um uns von den Projektfortschritten berichten zu lassen. AEO/CNA und action medeor haben es sich zum Ziel gemacht, an Malaria erkrankten schwangeren Frauen und Kindern unter fünf Jahren den Zugang zu medizinischer Versorgung zu erleichtern sowie Kinder mit einem entzündeten Halszäpfchen effizient behandeln zu lassen. Letzteres ist besonders wichtig da ein großer Teil der Bevölkerung glaubt ein entzündetes Halszäpfchen sei eine Krankheit eher als die Folge einer Krankheit. Das Herausschneiden – üblicherweise durchgeführt außerhalb der Gesundheitsstrukturen – kann schnell in einer Infektion und Blutvergiftung mit Todesfolge resultieren.

action-medeor-reise-kongo-3-sDie zweite Tageshälfte verbrachten wir damit das Krankenhaus Ciragabwa, etwa 30 Minuten oberhalb vom Zentrum Bukavus, zu besuchen. Während der Fahrt zum Krankenhaus geht es stetig bergauf. Wenn es geregnet hat, ist es fast unmöglich, das Krankenhaus mit dem Auto zu erreichen. Die engen, relativ steilen Straßen verwandeln sich dann in eine Rutschbahn aus Schlamm. Wir trafen das im Rahmen des Projekts geschulte Gesundheitspersonal sowie zwei sehr junge Patienten, die im Rahmen des Projekts behandelt wurden: Luc und Prisca, beide etwa ein Jahr. Priscas Großmutter war sehr glücklich zu sehen, wie das von Malaria geschwächte Mädchen langsam wieder an Kräften gewinnt.



Recht auf medizinische Versorgung

„Ich unterstütze action medeor, weil das Recht auf medizinische Versorgung keine Landesgrenzen kennen sollte.“

Marieluise Karastergios-Busch, Spenderin


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