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Pressemitteilungen Haiti: action medeor und nph deutschland kooperieren

Tönisvorst, 15. November 2012. Eine erste große Medikamentenlieferung mit Antibiotika und Wasseraufbereitungstabletten von action medeor für Haiti ist heute angekommen. In der Choleraklinik von nuestros pequeños hermanos (nph) in Haiti werden die Medikamente dringend erwartet.

Seit Hurrikan Sandy und den nachfolgenden schweren Regenfällen, steigt die Zahl von Choleraerkrankungen wieder merkbar an. In „St. Philomena“ behandeln die Ärzte täglich zwischen 70 und 100 Cholerapatienten. Weitere Hilfslieferungen werden bei action medeor gepackt.

„Wir wollen in Haiti schnell und unbürokratisch helfen. nph deutschland ist ein langjähriger Partner von action medeor, dessen Schwesterorganisation seit 25 Jahren in Haiti aktiv ist und der dafür sorgt, dass die Hilfe gezielt ankommt“, sagt Dirk Angemeer, Bereichsleiter Export bei action medeor. Darüber hinaus hat medeor seinem einheimischen Partner Dr. Jean Gardy Marius von OSAPO die Mittel für dringend benötigte Nahrungsmittel und Wasserentkeimungstabletten zur Verfügung gestellt. Auch dort erkranken immer mehr Menschen an Cholera.

Ende Oktober fegte Hurrikan Sandy über Haiti und hinterließ eine Spur der Verwüstung: Bei dem Unwetter starben 54 Menschen, 20.000 wurden obdachlos und mehr als 70 Prozent der Ernte wurde zerstört. Zwei Wochen später sorgten starke Regenfälle im Norden des Landes für weitere Todesopfer und Überschwemmungen. Da es in Haiti kein funktionierendes Abwassersystem gibt, sind nach den Unwettern Flüsse und Bäche über die Ufer getreten. Straßen, Häuser und Hütten wurden überflutet. Noch heute leben fast 400.000 Menschen in Zeltstädten; die hygienischen Bedingungen sind katastrophal. Gefährlich für die Bevölkerung ist, dass mit den Fluten auch die Cholerabakterien verbreitet werden. Demensprechend steigt seit zwei Wochen die Zahl der Choleraerkrankungen.

Die Kooperation zwischen action medeor und nph deutschland wird mit dieser ersten Hilfslieferung nicht beendet sein. Anfang Dezember werden 25.000 Beutel Ringer-Lactat-Lösung nach Haiti verschifft werden. Auch über diese Infusionslösung sind die Ärzte in „St. Philomena“ sehr froh, denn Cholera führt zur Austrocknung (Dehydration) der Patienten und ist ohne Behandlung oft tödlich. Infusionslösungen und die Verabreichung von Antibiotika sind die wichtigsten Behandlungsmaßnahmen für die Patienten und tragen zur schnellen Stabilisierung ihres Gesundheitszustandes bei. Die Lieferung im Dezember hat, inklusive der Kosten für die Verschiffung, einen Wert von rund 25.000 Euro. Die Hälfte davon trägt action medeor, die andere Hälfte nph deutschland. „Wir arbeiten schon seit Jahren sehr vertrauensvoll mit action medeor zusammen und bestellen dort für all unsere Kinderdörfer Medikamente“, sagt Heiko Seeger, Geschäftsführer nph deutschland.

Da die Cholera in Haiti auch in den nächsten Jahren auftreten wird, bittet action medeor um Spenden für die medizinische Versorgung der Menschen in Haiti.

Spendenkonto action medeor: Konto 555 555 555 bei der Volksbank Krefeld, BLZ: 320 603 62. Stichwort: Hilfe für Haiti. 

Medien

Bild 1 (JPEG)

  • Bildunterschrift: Die Situation in Haiti nach Hurrikan Sandy ist noch immer angespannt.
  • Quelle: nph



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