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Hingeschaut Mangelernährung in Haiti

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    Der Oberarmumfang des Kindes wird gemessen, um den Grad der Unterernährung zu bestimmen.
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    Mütter warten mit ihren Kindern vor dem Behandlungsraum.

Gemeinsam mit dem Projektpartner FEJ kämpft action medeor für eine bessere Versorgung der Menschen in Lamardelle.

Ein Land mit großen Schwierigkeiten

Statistiken machen deutlich, wie dringend die Menschen in Haiti auf Hilfe angewiesen sind: Die Kindersterblichkeitsrate liegt bei 7,3 Prozent und jedes fünfte Kind unter 5 Jahren weist Wachstumsverzögerungen auf, ein Indikator für chronische Unterernährung. Insgesamt leiden in Haiti über 5 Millionen Menschen an Unterernährung und ihren Folgen.

Bereits seit drei Jahren herrscht eine anhaltende Dürre und die Getreideernten fallen so schlecht aus, wie seit 35 Jahren nicht mehr. Hinzu kommt in diesem Jahr das Wetterphänomen El Niño, das die Situation weiter verschlechtert. Das Leben der Menschen ist geprägt von Armut, Hunger und Unterernährung.

Seit 2011 hilft action medeor den Menschen in Lamardelle

Lamardelle ist eine ländliche Gemeinde, mit etwa 20.000 Einwohnern, in der Nähe der Grenze zur Dominikanischen Republik. Um den Menschen einen Zugang zu einer Gesundheitsversorgung zu ermöglichen, eröffnete action medeor in Zusammenarbeit mit dem Partner FEJ (Fondation Enfant Jésus) ein Gesundheitszentrum. Teil dieses Projektes ist ein Ernährungsprogramm, das jährlich etwa 600 Kinder mit therapeutischer Spezialnahrung versorgt, um akute Unterernährung zu bekämpfen.

„Das Programm soll nachhaltig dabei helfen, Mangelernährung zu reduzieren und das Leben der Kinder zu verbessern“, fasst Gina Duncan, Direktorin von FEJ, das Ziel des Ernährungsprogramms zusammen. Um eine langfristige Veränderung zu erreichen, spielt die Aufklärung der Bevölkerung zu Gesundheitsthemen eine große Rolle. Darum werden Mütter in speziellen Kursen darüber informiert, wie sie ihre Kinder trotz knapper Ressourcen besser ernähren und wie Krankheiten verhindert werden können.

Eine dieser Mütter ist Berline Sevagesse. Zwei ihrer vier Kinder wurden bisher in der Gesundheitsstation behandelt. Woodmylove und Berdijne litten beide an Fieber, Erkältungssymptomen und Durchfall. Außerdem erbrachen sie sich oft. In der Gesundheitsstation wurde bei beiden Kindern eine Unterernährung diagnostiziert. Über Monate erhielten die Kleinkinder hochkalorische Spezialnahrung und andere notwendige Medikamenten. „Heute sind Woodmylove und Berdijne wieder gesund und es geht ihnen gut. Das verdanke ich dem Ernährungsprogramm unserer Gesundheitsstation hier in Lamardelle“, sagt ihre Mutter. Auch Berline nahm an den Aufklärungskursen teil und weiß jetzt, wie sie ihre Kinder ausgewogener ernähren und vor Krankheiten schützen kann. Sie ist glücklich und dankbar, für die Hilfe die ihr und ihren Kindern entgegengebracht wurde.

Für action medeor ist das wieder ein Beweis dafür, wie wichtig die Arbeit ist. Für Gina Duncan scheint es noch viel mehr zu sein: „In einem Land, in dem nur Wenige Hoffnung auf ein besseres Leben haben, bringen wir ein Lächeln der Hoffnung zu Tausenden von Menschen.“

Wenn auch Sie notleidenden Menschen helfen möchten, dann unterstützen Sie die Arbeit von action medeor mit einer Online-Spende.