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Medizinische Versorgung von HIV-Positiven Menschen in Kongo

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    Die AIDS-Epidemie ist in der demokratischen Republik Kongo, dem drittgrößten Staat Afrikas, weit verbreitet.
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    Die Unwissenheit über HIV/Aids, Präventions- und Übertragungsmöglichkeiten ist trotz der hohen Infektionsrate groß. Zudem werden erkrankte Menschen oftmals stigmatisiert und diskriminiert.
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    Insbesondere Jugendliche sind aufgrund ihres geringen Wissenstandes besonders gefährdet, sich mit dem Virus zu infizieren.
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    action medeor engagiert sich in Bukavu im Kongo, um eine regelmäßige kostenfreie medizinische Versorgung von 132 HIV-positiven Menschen zu ermöglichen.
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    Die medizinische Versorgung umfasst auch die Behandlung von Begleiterkrankungen der HIV-Infektion, darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, bei Befard antiretrovirale Therapien durchzuführen und die Patienten psychosozial zu betreuen.
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    Die Kosten der regelmäßigen Kontrolluntersuchungen und Transportkosten werden übernommen. Das gilt auch für mögliche Krankenhausaufenthalte.
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    Dr. Pierre-Prince Lunjwire und seine Kollegen kümmern sich mit großem Engagement um die Patienten. Durch die Behandlung geht es ihnen körperlich und psychisch deutlich besser.

Die demokratische Republik Kongo ist der drittgrößte Staat in Afrika. Nach den Daten von UNAIDS liegt die HIV-Prävalenz der erwachsenen Bevölkerung im Kongo bei 3,2 Prozent. Die tatsächliche Rate ist aber weitaus höher.

Aufgrund von Vertreibungen durch das Militär und Rebellen gibt es zehntausende von Binnenflüchtlingen, viele Frauen wurden vergewaltigt, fast die gesamte Bevölkerung ist verarmt. Das soziale Gefüge wurde in großem Ausmaß zerstört. Daher gibt es viele Zeichen für die fortschreitende Ausbreitung der AIDS-Epidemie im Kongo. Trotz der hohen Infektionsrate ist HIV/Aids in der DR Kongo immer noch ein Tabuthema. HIV-positive und aids-kranke Menschen werden stigmatisiert und diskriminiert. Oft verlieren sie ihren Arbeitsplatz und sind dann nicht mehr in der Lage, sich und ihre Familie zu ernähren. Die Unwissenheit über HIV/Aids, Präventions- und Übertragungsmöglichkeiten ist groß. Insbesondere Jugendliche sind aufgrund ihres geringen Wissenstandes besonders gefährdet, sich mit dem Virus zu infizieren.

action medeor engagiert sich in Bukavu im Kongo, um eine regelmäßige kostenfreie medizinische Versorgung von 132 HIV-positiven Menschen zu ermöglichen. Die Begleiterkrankungen einer HIV-Infektion werden regelmäßig behandelt und – wenn erforderlich – erhalten die Patienten die antiretrovirale Therapie (ART) sowie psychosoziale Betreuung. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen, Transportkosten und mögliche erforderliche Krankenhausaufenthalte werden übernommen. Am öffentlichen Beratungs- und Testzentrum von Pharmakina werden wöchentlich 25-30 Personen beraten und auf HIV getestet.

Der Projektarzt Dr. Pierre-Prince Lunjwire und seine Kollegen kümmern sich mit großem Engagement um die Patienten. Durch die antiretrovirale Therapie geht es ihnen körperlich und psychisch deutlich besser und die meisten können wieder arbeiten und sich um ihre Kinder kümmern.
Ein 2008 initiiertes rollierendes Mikrokreditprogramm wirkt sich bis heute positiv bei einigen Patienten aus. Sie haben ein eigenes Einkommen und bestreiten damit ihren Lebensunterhalt. Bis heute wurden 35 Kinder von HIV-positiven Müttern im Programm geboren und getestet: Bei allen konnte eine Übertragung von HIV verhindert werden.

Projektinformationen

Projektinhalt
Medizinische Versorgung von HIV-Positive Menschen in Kongo
Zielgruppe
HIV-positive Menschen in der Projektregion
Projektgebiet
Kivu-Region in und Bukavu
Projektbeschreibung
Counselling und HIV-Tests
Regelmäßige medizinische Untersuchungen (inklusive der Überwachung der Entwicklung der CD4-Zellen-Zahl im Drei-Monats-Abstand)
Verwaltung einer eigenen Projektapotheke: kostenfreie Abgabe von Medikamenten gegen opportunistische Erkrankungen
Counselling vor Beginn und während der ARV-Therapie
ARV-Therapie inklusive der Überwachung der Adherence Hausbesuche Vernetzung mit anderen HIV/Aids-Programmen in Bukavu
Projektlaufzeit
Seit 2005 in Kooperation, aktuelle Laufzeit bis Dezember 2017
Projektnummer
6000036
Projektverantwortlicher
Emmanuel Limi