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Spenden bewegt Winterkälte in Flüchtlingscamps

Endlich ist die mobile Klinik ins Dorf gekommen, und der kleine Nachwan, der schlimmen Husten hat, bekommt Medikamente.

Endlich ist die mobile Klinik ins Dorf gekommen, und der kleine Nachwan, der schlimmen Husten hat, bekommt Medikamente. © TOS Dienste International e.V.

„Nashwan hat schon seit Tagen Fieber und Husten. Er ist ganz matt und weint viel“, berichtet die besorgte Mutter.

Sie ist eine der ersten, die heute zur Sprechstunde von Dr. Nibraz Najeeb kommen. Zum Glück stellt der Arzt nur eine starke Erkältung bei Nashwan fest. Er gibt der Mutter ein fiebersenkendes Mittel mit. Dann empfängt er die nächsten Patienten, die zur mobilen Klinik der Hilfsorganisation Capni gekommmen sind – darunter viele Flüchtlinge, die hier im Nordirak Schutz vor dem Terror des IS gesucht haben.

Bis zu zehn Dörfer besucht das Team von Dr. Najeeb mit der mobilen Klinik pro Tag. In einem Gemeinderaum, nur abgetrennt mit einem einfachen Sichtschutz, behandeln der Arzt und seine Kollegin täglich bis zu hundert Patienten. Dafür benötigt die mobile Klinik eine Vielzahl von Basismedikamenten zur Behandlung der häufigsten Krankheiten.

Über drei Millionen Iraker sind seit Beginn des IS-Terrors 2013 aus ihren Städten und Dörfern geflohen – die meisten in die Kurdengebiete im Norden des Landes. Viele Hilfsorganisationen sind seitdem im Einsatz, um die Menschen in den Behelfsunterkünften und Flüchtlingscamps zu versorgen.

Eine besondere Herausforderung ist die medizinische Versorgung der Vertriebenen. Kinder und alte Menschen leiden häufig an Infektionen, verursacht durch schlechte Hygienebedingungen und Mangelernährung. Und jetzt in den kalten Wintermonaten drohen den Familien in den Containern und Zelten Krankheiten wie Bronchitis und Lungenentzündung. Die staatlichen Gesundheitseinrichtungen allein können die vielen Kranken nicht versorgen. Es wird dringend weitere medizinische Hilfe gebraucht.

Bereits seit 2014 versorgt action medeor gemeinsam mit verschiedenen lokalen Partnern Krankenhäuser und Gesundheitsstationen im Nordirak mit lebensrettenden Medikamenten und medizinischem Gerät. In den letzten Monaten kamen täglich Tausende weitere Flüchtlinge in den Camps im Nordirak an. Und wenn Mossul gefallen ist, brauchen zusätzlich Hunderttausende ärztliche Behandlungen und Medikamente.

Um auch künftig die Gesundheitsstationen in den Flüchtlingscamps und die mobilen Kliniken mit den wichtigsten Medikamenten versorgen zu können, braucht action medeor dringend Ihre Unterstützung – damit kranke Menschen lebensrettende Hilfe bekommen.

So hilft Ihre Spende

Um 100 Menschen mit einer antibiotischen Augensalbe vor dem Erblinden zu retten brauchen wir:
37,00 Euro

Medikamente um 85 Menschen mit schwerem Durchfall zu heilen kosten:
120,00 Euro

Damit eine mobile Klinik drei Monate lang 1.000 Patienten mit Basis-Medikamenten versorgen kann brauchen wir benötigen wir:
2.000,00 Euro

Oder Unterstützen Sie die Hilfe von action medeor mit einem Spendenbetrag Ihrer Wahl. Jeder Euro hilft!