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Spenden bewegt Überleben im Krieg

© Pavlo Hedzyk

In der Ukraine und anderen Kriegs- und Krisenregionen leistet action medeor medizinische Hilfe.

In der Schlange vor der Sozialapotheke in Odessa treffen wir Elena aus Mykolajiw. Sie war gerade in der Küche, als eine russische Streubombe direkt neben ihrem Haus niederging: „Von den Gebäuden ringsum war nichts mehr übrig“, erzählt sie. „Fast hätte ein Splitter mein Bein durchbohrt, aber ich hatte Glück im Unglück.“ Die junge Frau und ihre Eltern entschlossen sich zur Flucht. 

Gemeinsam mit örtlichen Apotheken versorgt action medeor rund 2.000 Bedürftige pro Monat in Odessa mit lebenswichtigen Medikamenten. Unter den Wartenden finden sich viele Geflüchtete wie Elena. Einen Teil der Arzneien braucht sie für sich, einen Teil schickt sie ihrem Vater: Er ist nach Mykolajiw zurückgekehrt, um sich dort um die 94-jährige Großmutter zu kümmern. Die alte Dame ist zu gebrechlich, um aus der umkämpften Großstadt zu fliehen. 

Gesundheit ist unbezahlbar

Auch Evgeny kommt einmal im Monat in die Sozialapotheke. Seit sechs Jahren kämpft er gegen Prostatakrebs. Der Rentner berichtet: „Ich brauche ein Medikament, um den Tumor in Schach zu halten. Früher bekam ich es im Krankenhaus. Aber wegen des Krieges wurde die Ausgabe eingestellt.“ Das antihormonelle Mittel kostet ungefähr 100 Euro pro Monat – unbezahlbar mit nur 70 Euro Rente! 

Rund 130 bis 140 Kranke stehen regelmäßig für die kostenlosen Medikamente an. Wegen des großen Andrangs hat action medeor im November eine zweite Sozialapotheke eröffnet. In den Nebenräumen können Wunden verarztet und leichte Erkrankungen behandelt werden. 

Fast ein Jahr Krieg in der Ukraine – unsere Hilfe in Zahlen:

  • im Schnitt 4 Hilfstransporte pro Woche
  • seit Februar 2022 mit einem Gesamtvolumen von mehr als 425 Tonnen
  • Netzwerk aus rund 90 Partnerorganisationenund Krankenhäusern vor Ort
  • psychologische und medizinische Versorgung von bis zu 27.000 Geflüchteten
  • Lieferung von 14 Krankenwagen, OP-Tischen sowie mobilen Röntgen- und Ultraschallgeräten an Kliniken im ganzen Land
  • Winterhilfe für rund 6.000 Familien: Nahrungsmittel, Bettwäsche, Decken, Winterkleidung und Hygieneartikel
  • Medikamentenversorgung in der Sozialapotheke in Odessa für monatlich 2.000 Bedürftige

Von der Winterhilfe zur Nothilfe weltweit

Unter den Folgen des russischen Angriffskrieges leiden Geflüchtete wie Einheimische gleichermaßen. Städte wie Mykolajiw sind zu rund 30 Prozent zerstört. Immer wieder fällt der Strom aus. Holz und Kohle zum Heizen der stark beschädigten Wohnungen sind knapp.

action medeor hilft, Wohnraum instand zu setzen und verteilt Öfen und Brennmaterial, warme Kleidung und Decken gegen die Winterkälte. Kliniken statten wir mit Medikamenten und medizinischem Equipment aus. Künftig soll eine mobile Apotheke auch die Menschen in entlegenen Gebieten mit Arzneimitteln versorgen. Darüber hinaus hilft action medeor in Kriegs- und Krisengebieten im Nahen Osten, in Afrika, Asien und Lateinamerika.  

Die Notapotheke der Welt

Der Krieg in der Ukraine verschärft auch in anderen Weltregionen das Leid, etwa durch ausbleibende  Getreidelieferungen. In Teilen Afrikas droht darum Millionen Kindern der Hungertod. Und auch in anderen Ländern führen Kriege und bewaffnete Konflikte zu Seuchenausbrüchen und Verletzungen, etwa durch explodierende Landminen. Mit Ihrer Spende versorgt action medeor Menschen weltweit mit Medikamenten und trägt zur Verbesserung der Lebensverhältnisse bei. 

So hilft Ihre Spende - weltweit: 

Mit 55 Euro finanzieren Sie z.B. Naht- und Verbandsmaterial, mit dem in der Ukraine 100 Verletze versorgt werden können.
Jetzt einmalig 55 Euro spenden

Mit einem Lebensmittelgutschein über z.B. 76,50 Euro kann eine Familie in Somalia einen Monat lang überleben.
Jetzt einmalig 76 Euro spenden

120 Euro kosten z.B. Antibiotika, um im Südsudan 25 Kinder mit einer Lungenentzündung zu behandeln.
Jetzt einmalig 120 Euro spenden



Wenn Hilfe ankommt

„Wenn wir von unseren Partnern die Rückmeldung bekommen, dass die Pakete sicher angekommen sind, macht mich das stolz. Zu hören, dass die Arbeit, die für mich so alltäglich ist, für viele Menschen einen großen Unterschied macht, ist ein tolles Gefühl.”
Marc Hitz, Mitarbeiter im Medikamentenlager