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Hingeschaut – action medeor Blog Portrait: Christoph Bonsmann

Auf Nachfrage organisierte das Team von action medeor innerhalb einer Woche zwei gebrauchte Ambulanzfahrzeuge.

Auf Nachfrage organisierte das Team von action medeor innerhalb einer Woche zwei gebrauchte Ambulanzfahrzeuge. © action medeor

Apotheker und Vorstandmitglied Christoph Bonsmann erhielt schon vor Kriegsausbruch einen Hilferuf aus der Ukraine und ist seitdem eng in die Koordination der Hilfslieferungen involviert.

Herr Bonsmann, wie kam die erste Hilfslieferung für die Ukraine zustande?

Zwei Tage vor Kriegsausbruch erhielt ich eine Mail von einem Krankenhaus in Ternopil, in der West-Ukraine, das um Unterstützung bat. Damals rechneten wir hier in Deutschland noch nicht mit einem Ausbruch des Krieges. Aber in dem Krankenhaus kamen bereits zu dem Zeitpunkt Geflüchtete aus dem Osten des Landes an und benötigten medizinische Hilfe. Deshalb beschlossen wir schnell, das Krankenhaus mit einer Lieferung zu unterstützen.

Dann brach der Krieg aus. Wie schwer war es, den Transport zu organisieren?

Nachdem der Krieg ausgebrochen war, beschlossen wir erstmal, die Sendung aufzustocken. Denn jetzt war klar, dass viel Hilfe benötigt werden würde. Die Suche nach einem Transport gestaltete sich schwierig, da die deutschen Speditionen nicht mehr in die Ukraine liefern wollten. Gott sei Dank konnte das Krankenhaus in Ternopil kurzfristig einen Fahrer organisieren.

Kam die Lieferung sicher vor Ort an?

Wir waren selbst gespannt, da wir die Gegebenheiten vor Ort nur schwer einschätzen konnten. Alle Papiere waren so vorbereitet, dass die Lieferung die Grenze schnell passieren konnte. Und nach drei Tagen war die Lieferung unversehrt angekommen. Ab dem Zeitpunkt war klar: Das müssen wir nutzen und so viele Krankenhäuser wie möglich mit medizinischen Hilfsgütern versorgen.

Was berichten Ihnen die Partner in der Ukraine von der Situation vor Ort?

In den fast täglichen Gesprächen merken wir die Anspannung deutlich. Die Not vor Ort ist groß. Es geht jeden Tag darum, Menschenleben zu retten – aktuell mehr als je zuvor. Immer wieder wird uns auch von nächtlichem Fliegeralarm berichtet. Diese Gespräche lassen mich oft sprachlos zurück. Und gleichzeitig bin ich, und das ganze Team bei action medeor, umso entschlossener, alles dafür zu tun, den Menschen in der Ukraine beizustehen und die Not zumindest ein wenig zu lindern.



Hilfe lohnt sich!

„Seit 2003 sind wir schon ein Team, action medeor & ich, und ich bin so froh, dass ich regelmäßig auf Projektreisen mitgenommen werde. Vor Ort erlebe ich, dass sich Hilfe lohnt.“

Anke Engelke, action medeor-Botschafterin


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