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Spenden bewegt Malawi: Gesundheitsstation in Not

© action medeor

Das Magomero Gesundheitszentrum ist Anlaufstelle für 29 Dörfer. Viele Behandlungen scheitern an mangelnder Ausstattung.

Wer das Magomero Gesundheitszentrum im Süden Malawis betritt, merkt schnell: Schwester Juliana Kunkeani bemüht sich nach Kräften, Mängel durch Engagement auszugleichen. Die Direktorin ist der gute Geist der kleinen Klinik und hat für jeden ein Lächeln und aufmunternde Worte. Doch ihr fehlt es an fast allem, was ein funktionierendes Krankenhaus braucht.

Auf einer klapprigen Liege sitzt Dorica. Die 30-Jährige hat gerade ein gesundes Mädchen entbunden. Zum Glück – denn Schwester Juliana fürchtet nichts mehr als Komplikationen. Das Zentrum verfügt weder über einen Operationssaal für Kaiserschnitte noch über ein Ultraschallgerät zur Überwachung der Ungeborenen.  Auf der Allgemeinstation sieht es kaum besser aus: Ob Lungenentzündung, Malaria oder Sichelzellanämie – Frauen und Männer liegen im selben Zimmer. Bei unklaren Symptomen fehlt es an Laborausrüstung, um sichere Diagnosen stellen zu können. Im Zweifel muss die engagierte Leiterin Schwester Juliana ihre Patientinnen und Patienten in das Krankenhaus der 1,5 Stunden entfernten Kreisstadt schicken, sofern die Straße dorthin gerade passierbar ist.

Leeres Labor, feuchte Apotheke

Verlegen öffnet Schwester Juliana die Tür zum „Labor“: Wer hier ein Mikroskop oder Blutzucker-Messgerät erwartet, sucht vergeblich. Im Raum dahinter lagern die Medikamente. Zwei Ventilatoren versuchen erfolglos ein wenig Kühle zu bringen, an der Zimmerdecke ist ein großer Wasserfleck zu sehen. Denkbar schlechte Voraussetzungen, damit die Arzneien brauchbar bleiben.

„Hier müssen wir helfen“, entscheidet Christoph Bonsmann unmittelbar nach seinem Besuch in Magomero. Eine erste Hilfslieferung kam inzwischen im Gesundheitszentrum an, eine zweite und umfangreichere Lieferung soll demnächst folgen. "Ein Kühlschrank zur Medikamentenlagerung muss her, ein Mikroskop und ein Hämatologiegerät zur Vor-Ort-Diagnose gefährlicher Krankheiten wie Malaria sowie eine Grundausstattung an Medikamenten und medizinischem Verbrauchsmaterial", beschreibt Bonsmann den Bedarf.

Schwester Juliana und Rajab Lawe von action medeor Malawi stehen im leeren Labor
Freut sich auf neue Ausstattung für das leere Labor: Schwester Juliana, hier mit Rajab Lawe von action medeor Malawi

Wir stärken die Gesundheitsversorgung in Magomero und anderen ländlichen Regionen

Das Magomero Gesundheitszentrum liegt in einer Gegend, in der die meisten Menschen nicht die Mittel haben, die Kosten für ihre Behandlung selbst zu tragen. Ohne Unterstützung von außen kann der Betrieb daher nicht aufrecht erhalten werden. Zudem ist die Gesundheitsversorgung gerade im ganzen Land am Anschlag, wie Jacqueline Dzidzi von unserem malawischen Standort erklärt: „iele Krankenhäuser können den Betrieb nur mit Mühe aufrecht halten. Es ist gerade kaum möglich, an dringend benötigte medizinische Lieferungen aus dem Ausland zu kommen. Hier hilft action medeor Malawi die enge Zusammenarbeit mit Deutschland: Wir haben immer noch alle wichtigen Medikamente vorrätig.“

Fehlende Medikamente, unzureichende Ausstattung und gleichzeitig eine unverzichtbare Rolle für die Gesundheitsversorgung der Menschen – dies trifft auf viele Gesundheitsstationen in strukturschwachen ländlichen Regionen zu. Mit Ihrer Hilfe können wir Einrichtungen wie das Magomero Gesundheitszentrum auch weiterhin wirksam unterstützen!

So hilft Ihre Spende:

25 Euro reichen zum Beispiel für 1.000 Tabletten Breitbandantibiotikum zur Behandlung von entzünd-lichen Erkrankungen.
Jetzt einmalig 25 Euro spenden

60 Euro helfen bei der Anschaffung eines optischen Mikroskops zum Beispiel zur Diagnose von Malaria.
Jetzt einmalig 60 Euro spenden

320 Euro finanzieren zum Beispiel einen neuen Medikamentenkühlschrank für die Klinikapotheke.
Jetzt einmalig 320 Euro spenden



Helfen ist selbstverständlich

„Würden meine Familie und ich von einer Naturkatastrophe getroffen werden, würde ich mir auch wünschen, dass es Menschen gibt, die uns helfen. Deshalb ist es für mich selbstverständlich, Menschen, die in Not geraten sind, zu unterstützen.”

Heike Wennmacher, Spenderin