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Pressemitteilungen Zurück aus Afrika: Christoph Bonsmann berichtet über seine Arbeit als Pharmazeut in Tansania

Tönisvorst, 30. April 2012. Ein Jahr oder länger in einem Entwicklungsland leben und ein anspruchsvolles Projekt leiten – für Christoph Bonsmann von action medeor wurde es Realität. Er half als Apotheker beim Aufbau einer lokalen Produktionsstätte für HIV/Aids-Medikamente. Ermöglicht hat diese Arbeit vor Ort die AGEH, die Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe, mit ihrem Programm „Dialog und lebendige Partnerschaft (DLP)“.

In Afrika sterben jeden Tag Menschen, weil die entsprechenden Medikamente nicht verfügbar oder zu teuer sind. Das Deutsche Medikamenten-Hilfswerk action medeor fördert deshalb in den Entwicklungsländern den pharmazeutischen Bereich, wie z.B. die Produktion von HIV/Aids-Medikamenten und die Verteilung von Basismedikamenten. Im letzten Jahr stellte action medeor eine Produktionsanlage für Arzneimittel in Arusha in Tansania fertig. Die Produktion läuft zurzeit an. „Dieses Projekt war nicht allein von Deutschland aus zu steuern“, sagt Christoph Bonsmann, Apotheker bei action medeor. Deshalb zog er mit seiner Frau und seinen drei kleinen Kindern für ein Jahr nach Arusha in Tansania.

Seit einem Monat aus Tansania zurück in Deutschland: Apotheker Christoph Bonsmann.

„action medeor entsendet an sich keine Entwicklungshelfer“, sagt Bernd Pastors, Vorstand von action medeor, „doch unsere Aufgaben sind in den letzten Jahren immer komplexer geworden, so dass wir auch Fachkräfte vor Ort benötigen. Außerdem sind die heutigen Anforderungen an das Projektmanagement durch Drittmittelgeber wie z.B. die Europäische Union oder das BMZ sehr anspruchsvoll geworden.“ Dabei geht es um Projektsteuerung, finanzielle Kontrolle und Technologietransfer. Einfachere Projekte würden mit sehr guter Kompetenz von lokalen Partnern umgesetzt. „Doch Projekte wie der Aufbau einer lokalen Produktionsstätte müssen direkt vor Ort begleitet werden. Die lokalen Kräfte müssen geschult, Richtlinien müssen gemeinsam erarbeitet und Planung abgestimmt werden“, so Pastors.

Das AGEH-Programm „Dialog und lebendige Partnerschaft (DLP)“ war dabei für action medeor eine große Hilfe, da daraus ein großer Teil der Personalkosten finanziert wurde. „Kleine und mittlere Hilfswerke oder Gemeinden können es sich aus finanziellen Gründen oft nicht leisten, eigene Mitarbeiter zu entsenden, das Programm macht es für viele erst möglich“, sagt Pastors.

Für Fachkräfte wie Christoph Bonsmann ist die Arbeit vor Ort eine große Herausforderung. „Interessant war die Zusammenarbeit mit dem Team, das sich zeitweise aus Experten aus der ganzen Welt zusammensetzte“, sagt Christoph Bonsmann. „Ich freue mich aber ganz besonders darüber, dass trotz vieler Schwierig-keiten auch ein komplexes Projekt in einem Entwicklungsland umgesetzt werden kann und dass alle Schlüsselpositionen bis auf das Projektmanagement mit lokalen Kräften besetzt sind.“ Zurzeit sind noch zwei „DLPler“ für action medeor unterwegs: Ein Apotheker, der das tansanische Medikamentenlager der action medeor mit einem Jahresumsatz von einer Million Euro und zwölf Mitarbeitern leitet, und eine Ärztin, die in Südafrika ein Gesundheitsstation für HIV/Aids-Patienten aufbaut.

„Der partnerschaftliche Austausch zwischen den Ländern Europas und des Südens oder Ostens darf keine Einbahnstraße sein. Erst durch persönliche Begegnungen wird Partnerschaft auch lebendig“, beschreibt Michael Steeb, Geschäftsführer der AGEH, das Programm. Als katholischer Personaldienst ermöglicht die AGEH gemeinsam mit Misereor vor allem Diözesen, Gemeinden und Vereinen die Ko-finanzierung von Personaleinsätzen. Die AGEH berät ihre Auftraggeber und unterstützt sie bei der Antragstellung, sie hilft auch bei der Suche von Fachkräften, bei ihrer Vorbereitung und übernimmt ihre soziale Absicherung wie z.B. die Anwartschaft bei der Krankenkasse oder unterstützt sie nach ihrer Rückkehr bei der Wiedereingliederung.

Christoph Bonsmann hat diesbezüglich Glück: er arbeitet wieder bei action medeor als Bereichsleiter Pharmazie und Entwicklungszusammenarbeit.

Medien

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  • Bildunterschrift: Seit einem Monat aus Tansania zurück in Deutschland: Apotheker Christoph Bonsmann.
  • Quelle: action medeor



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