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Pressemitteilungen Weihnachtsausstellung: Bethlehem ist überall

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    In der Weihnachtsausstellung bei action medeor sind Krippen aus aller Welt zu sehen
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    Für Schulklassen und Gruppen können Führungen durch die Ausstellung vereinbart werden.
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    Mädchen aus einem Straßenkinderprojekt in Lomé haben für die Weihnachtsausstellung bunte Beutel und Weihnachtsschmuck genäht.

Krippen, Engel, Weihnachtskugeln und vieles mehr aus aller Welt gibt es wieder bei action medeor.

Besonderes Highlight in diesem Jahr sind genähte Beutel, Täschchen und auch Weihnachtsschmuck in bunten Farben aus Lomé in Togo. Mädchen aus einem Straßenkinderprojekt haben sie eigens für action medeor genäht. Im Rahmen eines Projektes machen sie eine Umschulung zur Schneiderin oder Friseurin.

Zu sehen gibt es in der Weihnachtsausstellung außerdem Krippen aus Peru, Haiti, Tansania, Chile, Ecuador, Bolivien, Burkina Faso und Nepal. „Das ist eine Fundgrube für Liebhaber und Sammler außergewöhnlicher Krippen“, sagt Lisa Nicola von action medeor. Sie sucht jedes Jahr den schönsten weihnachtlichen Schmuck für die Ausstellung aus. Mit dem Kauf der Weihnachtsartikel werden arme Kunsthandwerker und Familien in den Ländern unterstützt.

Alle Artikel kommen aus fairem Handel. „Zu sehen sind auch gebastelte Krippen und Weihnachtsbilder der Grundschule Hülser Straße in St. Tönis, der Bischöflichen Montessori-Grundschule Krefeld und der Gemeinschaftsgrundschule Vorst“, so Nicola. Die Ausstellung ist sehr beliebt bei Grundschulklassen.

Nach Anmeldung (02156/9788100 oder info@medeor.de) führt Lisa Nicola Schulklassen gerne durch die Ausstellung. Eingeladen sind auch Seniorengruppen, Gemeinde- oder Pfarrgruppen und alle Interessierten.

Die Ausstellung ist zu sehen vom 27. November 2017 bis 12. Januar 2018, montags bis donnerstags von 8 bis 16.30 Uhr und freitags von 8 bis 15.30 Uhr. Die Ausstellung kann nicht besichtigt werden am 19. Dezember 2017.

 

Hintergrund: Togo

Togo ist eines der ärmsten Länder der Welt. Fast die Hälfte der Bevölkerung ist unter 18 Jahre, davon lebt 43,9 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Armut. Mehr als 300.000 dieser Kinder zwischen 5 und 15 Jahren werden in anderen Ländern als Arbeitskräfte ausgebeutet. Die Hauptstadt Lomé ist immer wieder ein Magnetpunkt für junge Arbeitssuchende. Viele kommen mit dem Traum von einer Arbeit in die Hauptstadt. Für die meisten erfüllt sich dieser Traum nicht, sie „stranden“ in Lomé, arbeiten als Trägerinnen und Träger auf Märkten, als Tagelöhner oder müssen sich prostituieren für eine Mahlzeit am Tag. Hinzu kommt, dass gerade Mädchen durch fehlende Schulbildung unzureichend über ihre Gesundheit und ihre Rechte aufgeklärt sind und nicht wissen, wohin sie sich wenden können, um Hilfe zu bekommen. Lomé ist eines der größten Drehkreuze für Kinder-und Menschenhandel. Hier werden viele Jugendliche, die auf eine bessere Zukunft und eine gute Arbeit hoffen von den Menschenhändlern „gesammelt“ um dann auf dem See- oder Landweg in reichere afrikanische Länder gebracht werden. Jedoch erwartet vor allem Mädchen dort, statt einer Arbeit, Sklaverei und sexueller Ausbeutung. action medeor nimmt sich zusammen mit seinem Partner Petit Soeur a Soeur (PSAS) genau dieser gefährdeten Mädchen an und ermöglicht ihnen eine Ausbildung abzuschließen. Neben der finanziellen Unterstützung begleitet PSAS die Mädchen während ihrer Ausbildung intensiv, klärt sie über sexuelle und reproduktive Gesundheit auf und über ihre Rechte auf und bieten ihnen eine kostenlose medizinische Versorgung an. 75 besonders gefährdete Mädchen und junge Frauen sind in dem Ausbildungsprogramm im Schneider- und Frisörhandwerk aufgenommen worden. 25 davon werden ihre Ausbildung am Zentrum von PSAS absolvieren, weitere 25 an kooperierenden Ausbildungsstätten in Lomé und 25 im Landesinneren (Anié, Kpalimé, Sokodé).

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