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Hingeschaut – action medeor Blog Neuigkeiten aus Kibaha: das Projekt schreitet voran

Bernd und Sigrid Diener (3. und 2.v.r.) gemeinsam mit dem Team von action medeor Tansania am neuen Standort in Kibaha. Hier entstehen eine Produktionsanlage für Labor-Reagenzien und Schulungsräume für Medizintechniker:innen.

Bernd und Sigrid Diener (3. und 2.v.r.) gemeinsam mit dem Team von action medeor Tansania am neuen Standort in Kibaha. Hier entstehen eine Produktionsanlage für Labor-Reagenzien und Schulungsräume für Medizintechniker:innen. © action medeor

Seit inzwischen guten zwei Wochen sind Sigrid und Bernd Diener in Tansania unterwegs. Dr. Bernd Diener, Biologe und Toxikologe im Ruhestand, ist seit sechs Jahren ehrenamtlich als Senior-Experte für action medeor tätig. Gemeinsam mit seiner Frau Sigrid, einer examinierten Krankenschwester und Lehrerin im Sabbatjahr, reist er für ca. sechs Wochen nach Tansania, um den Aufbau und die Inbetriebnahme einer Produktionsstätte für Labor-Reagenzien zu begleiten.

Hier berichten die beiden über ihre Erlebnisse und den Fortschritt des Projektes:

Jetzt sind wir schon in der zweiten Woche unseres Aufenthalts in Kibaha. Die Fortschritte sind deutlich! Innerhalb weniger Tage wurde das zukünftige Labor mit hellen Kacheln gekachelt und ist jetzt für den Einzug vorbereitet. Die Kolleg:innen aus Kibaha sind mit vor Ort und die Zusammenarbeit funktioniert sehr gut. Das Team gestaltet den neuen Arbeitsplatz, diskutiert Abläufe, Risiken und Bedenken. Die gemeinsamen Diskussionen sind zeitintensiv, aber sehr konstruktiv und zielführend.

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Immer wieder fällt mir die unglaubliche Geschwindigkeit auf, mit der besonders handwerkliche Arbeiten organisiert und durchgeführt werden. Neben dem bereits genannten Labor war dies auch beim Bau einer Treppe zum Befüllen der Rührkessel zu sehen. Am einen Tag wurde die Form, Höhe und Breite der Treppe festgelegt und bereits am nächsten Morgen stand ein massiver geschweißter Prototyp zur Verfügung.

Seit zwei Tagen wird auch fleißig auf dem Außengelände gearbeitet. Der Garten wird von Unkraut befreit. Alle Arbeiten werden von Hand ausgeführt. Gestern hatte ich die Aufgabe, mich in Kibaha nach größeren Bäumen umzuschauen, die dann gepflanzt werden sollen. Die Frage nach „großen“ Bäumen wurde mit ungläubigem Kopfschütteln beantwortet. Warum sollte man einen großen Baum pflanzen? Bäume wachsen auf Grund des Klimas viel schneller als wir das aus europäischen Breiten gewöhnt sind. Somit wird jeder Baum ganz schnell von selbst groß. Ob die Bäume tatsächlich so schnell wachsen, wie der Verkäufer behauptet, weiß ich allerdings nicht! Aber manchmal wachsen die Bäume eben in den Himmel.

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Für mich zeigt sich dieses Land an dieser Stelle teilweise wie ein Garten Eden. Mangos, Orangen, Zitronen, Papaya, Avocado, Passionsfrucht, Bananen, Kartoffeln, Tomaten, Karotte, Paprika und viele weitere Früchte und Gemüse wachsen hier rund um das Jahr und bieten eine wertvolle Basis für die Ernährung der Bevölkerung. Aus diesem Grund sollen auf dem Gelände von action medeor neben heimischen schattenspendenden Bäumen auch viele Bäume und Sträucher gepflanzt werden, deren Früchte die Mitarbeiter ernten und verzehren können. Sozusagen ein „essbarer Arbeitsplatz“.

Um die in Zukunft hier produzierten Reagenzien erfolgreich herzustellen, ist ein hoher international anerkannter Qualitätsstandard notwendig. Diese Standards werden durch intensive Schulungen der Mitarbeiter:innen und schriftlich festgelegte Abläufe für alle relevanten Tätigkeiten erreicht. Alle durchgeführten Schulungen und schriftliche Arbeitsanweisungen müssen in Kürze den Kontrollbehörden vorgelegt werden. Liegen alle notwendigen Papiere vor, erfolgt die offizielle Zertifizierung. Damit arbeiten wir gerade alle gemeinsam daran, einen wichtigen weiteren Meilenstein dieses Projektes zu erreichen!

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Helfen ist selbstverständlich

„Würden meine Familie und ich von einer Naturkatastrophe getroffen werden, würde ich mir auch wünschen, dass es Menschen gibt, die uns helfen. Deshalb ist es für mich selbstverständlich, Menschen, die in Not geraten sind, zu unterstützen.”

Heike Wennmacher, Spenderin


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