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Hingeschaut – action medeor Blog Hebammenschule öffnet wieder

Anfang August können die ersten Klassen in die Hebammenschule zurückkehren.

Anfang August können die ersten Klassen in die Hebammenschule zurückkehren. © action medeor

Nach vier Monaten soll die Hebammenschule in Sierra Leone nun wieder öffnen. Schulleiterin Patricia Mokuwa berichtet.

Ende März mussten zum Schutz vor dem Corona-Virus alle Schulen in Sierra Leone schließen. Davon betroffen war auch die Hebammenschule in Sierra Leone, die action medeor 2017 gemeinsam mit der lokalen Organisation Caritas Bo eröffnet hat. Schulleiterin Patrcia Mokuwa erzählt uns, welche Konsequenzen das für den Unterricht hat und wie die aktuelle Situation ist.

Patricia Mokuwa, 48, Leiterin der Hebammenschule:

„Seit Eröffnung der Hebammenschule war die Schule noch nie so leer wie in den letzten Monaten. Ab und zu waren ein paar Lehrer hier, um den Unterricht vorzubereiten und in der Bibliothek Literatur herauszusuchen. Lehrmaterialien und Pläne wurden den Schülerinnen und Schülern per WhatsApp zu gesendet – kaum jemand besitzt einen Laptop. Per Sprachnachricht wurden Kurzvorträge gehalten und Fragen beantwortet. Das hat nicht immer reibungslos geklappt, denn es sind immer wieder Probleme mit der Internetverbindung aufgetreten. Auch der praktische Unterricht ist in dieser Zeit zu kurz gekommen.

Letzte Woche hat die Regierung beschlossen, die Schulen wieder zu öffnen. In unserer Schule starten zunächst die Schülerinnen und Schüler, die ihre Abschlussprüfung demnächst ablegen müssen, wieder mit dem Unterricht. Diese hätte eigentlich im Mai stattgefunden, wurde jetzt aber auf August verlegt. Im Schulgebäude besteht eine Mundschutzpflicht und es wird darauf hingewiesen, stets Abstand zu anderen Personen zu halten. Langfristig würde ich es gut finden, wenn insbesondere große Klassen in zwei Gruppen aufgeteilt werden, um die Ansteckungsgefahr zu verringern.“

Vage Zukunftsprognosen

Ende März, als die Schulen schlossen, gab es nur vereinzelte Corona-Fälle im ganzen Land. Die Zahlen sind seitdem langsam angestiegen, liegen aber immer noch unter 2.000. Wie viele Menschen tatsächlich erkrankt sind, ist schwer zu sagen, da die Testkapazitäten begrenzt sind.



Einsatz für Menschen in Not lohnt sich

„Ich erinnere mich gut an eine Schwester, die zu uns kam, um eine Medikamentenspende abzuholen. Bevor sie ging, kniete sie vor uns nieder und bedankte sich mit einem Gebet bei uns. Solche Momente zeigen, dass es sich lohnt, sich für Menschen einzusetzen.”

Rajab Lawe, Apotheker bei action medeor Malawi

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