Ein Mann lädt eine Palette mit Kartons ein.
action medeor reagiert auf das schwere Erdbeben in Venezuela und hat eine erste Hilfslieferung auf den Weg gebracht. Foto: action medeor

Erdbeben-Nothilfe in Venezuela

Zwei schwere Erdbeben haben Venezuela getroffen. Zahlreiche Menschen sollen ihr Leben verloren haben, tausende wurden verletzt - und die Zahlen steigen weiter. action medeor leitet erste Hilfsmaßnahmen ein.

Venezuela nach Erdbeben in Not!

Ein schweres Doppel-Erdbeben hat Venezuela erschüttert und große Schäden in den Städten bis in den brasilianischen Amazonas verursacht. In der Hauptstadt Caracas sind viele Gebäude eingestürzt, auch am Flughafen wurden erhebliche Schäden gemeldet. Zehntausende Menschen werden noch immer unter den Trümmern vermisst. Nach ersten Schätzungen sollen Tausende Menschen gestorben sein, Zehntausende wurden verletzt. Ein Vielfaches an Toten und Verletzten wird befürchtet. Bei den Beben der Stärken 7,2 und 7,5 soll es sich um zwei der stärksten Beben des laufenden Jahres handeln. Venezuelas Präsidentin Delcy Rodríguez hat den Notstand ausgerufen. 

action medeor stellt Mittel für Hilfsmaßnahmen bereit

Unser Tönisvorster Hilfswerk verschafft sich derzeit ein Bild von der aktuellen Situation vor Ort in Venezuela und wird sich gemeinsam mit Partnern beraten. action medeor stellt 50.000 Euro in dem lateinamerikanischen Land für humanitäre Maßnahmen zur Verfügung. Zunächst wird die lokale Beschaffung von notwendigen Hilfsgütern geprüft, darüber hinaus sind Lieferungen aus unserem Lager am Niederrhein angedacht. 

"Wir wissen aus Erfahrung, dass es in
solchen Lagen um die notwendigsten Dinge geht: medizinische
Versorgung, Schutz, Wasser, Nahrung und Hygiene.“

Sid Peruvemba

Vorstandssprecher von action medeor

In Kooperation mit der deutschen Organisation ISAR sowie weiteren Akteuren des EMT-Netzwerks (Emergency Medical Teams) hatte action medeor nach Bekanntwerden des Erdbebens in Venezuela eine Sendung im Umfang von circa 1,3 Tonnen und 98 Artikeln zum Direktversand nach Venezuela vorbereitet. Am Freitag (26.06.2026) hat action medeor die erste Hilfslieferung auf den Weg gebracht, die mittlerweile im Erdbebengebiet angekommen ist. Helfer des THW haben die Hilfsgüter in Empfang genommen. Diese wurden an das Krankenhaus Hospital San Jose in La Guaira übergeben, das mitten im Erdbebengebiet liegt.

action medeor ist weiter mit lokalen Partnern vor Ort im Gespräch über die weiteren Bedarfe. Die Überlebenden der Erdbeben werden dringend Hilfe benötigen und sind auf Zugang zu geschützten Räumen, Wasser und Medikamenten angewiesen. Deshalb hat action medeor drei weitere Hilfslieferungen versendet, die inzwischen ebenfalls in Venezuela angekommen sind.

Seit Jahren ist das Medikamentenhilfswerk in der Region aktiv und hat bereits mehrere humanitäre Projekte mit Partnern vor Ort umgesetzt. Die Lage in Venezuela gilt per se als angespannt. Der jahrzehntelange bewaffnete Konflikt in der Region hat viele Menschen zur Flucht in Nachbarländer wie Kolumbien bewogen. Viele der meist ohne regulären Aufenthaltstitel lebenden Venezolaner:innen siedeln sich in armen Wohnvierteln an, wo es trotz der gemeinsamen Sprache zu sozialen Spannungen und einer Zunahme der Fremdenfeindlichkeit kommt.

Gemeinsam mit Partnern unterstützt action medeor bereits in drei abgelegenen Gemeinden Venezuelas die indigene und kleinbäuerliche Bevölkerung und will auf Dauer die Regionen stärken, indem Ernährungssicherheit geschaffen wird. Dafür werden für mehr als 3.400 Menschen in der Regionen Schulungen und Workshops zu landwirtschaftlichen Aktivitäten veranstaltet. 

Warum jetzt Ihre Hilfe zählt

Die schweren Erdbeben haben die Not der Menschen in Venezuela weiter verstärkt. Viele Menschen haben Angehörige, Freunde und Nachbarn verloren - und ihr Zuhause. Und ihre Lage könnte sich noch weiter verschärfen, fehlt vielen Betroffenen jetzt der Zugang zu sauberem Wasser, Nahrung und Medikamenten. Jetzt zählt für die Erdbeben-Überlebenden jede Hilfe!

Gemeinsam Betroffenen in Venezuela helfen

Besonders betroffen sind Menschen in ohnehin prekären Lebensverhältnissen. Wenn Gebäude einstürzen und Infrastruktur beschädigt wird, fehlt es ihnen oft an sicheren Unterkünften, medizinischer Versorgung und dem Nötigsten zum Überleben. Mit Ihrer Hilfe können wir gemeinsam den Erdbeben-Überlebenden neue Hoffnung schenken und ihnen einen Zugang zu allem Notwendigen verschaffen, das sie derzeit dringend benötigen. 

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