action medeor ist seit über 20 Jahren in der DR Kongo aktiv und hat auch bereits bei der Ebola-Epedemie 2018 in der Region Nothilfe geleistet. Archiv-Foto: action medeor Info action medeor ist seit über 20 Jahren in der DR Kongo aktiv und hat auch bereits bei der Ebola-Epedemie 2018 in der Region Nothilfe geleistet. Archiv-Foto: action medeor DR Kongo Nothilfe Ebola Katastrophenhilfe leisten 01. Juni 2026 action medeor ist seit über 20 Jahren in der Demokratischen Republik Kongo aktiv und leistet bei Ebola-Epidemien immer wieder Nothilfe. Über 20 Jahre Engagement in der DR Kongo Das Ebola-Virus grassiert seit 1976 in der DR Kongo und gilt als eines der gefährlichsten Viren der Welt. Erstmalig trat es im damaligen Zaire auf (heute DR Kongo). Je nach Virus-Variante verläuft eine Erkrankung mit dem Ebola-Virus in 30 bis 90 Prozent der Fälle tödlich. Der bislang folgenschwerste Ebola-Ausbruch in der DR Kongo ereignete sich zwischen 2018 und 2020. Damals wurden rund 2300 Todesfälle verzeichnet. Seit mehr als 20 Jahren ist action medeor in der Region aktiv und leistet hier Nothilfe gegen das Ebola-Virus. Nach dem erneuten Ausbruch im Mai 2026 hat das Tönisvorster Medikamentenhilfswerk Nothilfe geleistet und notwendige Schutzausrüstung geliefert und weitere Hilfsmaßnahmen geleistet. Welche Symptome hat das Ebola-Virus? Und wie ansteckend ist es? Das Ebola-Virus gilt als hochgefährlicher Krankheitserreger, der das sogenannte Ebola-Fieber verursacht. Dabei handelt es sich um eine schwere Infektionskrankheit, bei der Patientinnen und Patienten über Symptome wie Fieber, Erbrechen und Durchfall klagen. Ebola nimmt häufig einen dramatischen Verlauf und kann mit inneren Blutungen einhergehen, die nicht selten den Tod für Infizierte bedeuten. Laut Fachleuten sind vor allem Fledertiere wie Fledermäuse oder Flughunde für die Ausbreitung des Virus verantwortlich. So wird Ebola bei Kontakt mit Tieren oder deren Körperflüssigkeiten übertragen. Bei infizierten Menschen wird das Virus durch Körperflüssigketien wie Blut, Urin, Speichel oder Stuhl auf andere Menschen weiter übertragen. Eine Übertragung über Sperma ist sogar noch über mehrere Monate hinweg möglich. In Ausbruchsregionen kommt es auch auf Beerdigungen häufig zu Übertragungen, weil Menschen die Verstorbenen berühren und sich so auch nach dem Tod noch mit dem Virus infizieren. Die Eindämmung von Ebola in der DR Kongo gilt als schwierig, weil die Infektionen häufig in Regionen mit wenig oder schwierigem Zugang zu medizinischer Versorgung auftreten. Wer sich mit dem Ebola-Virus infiziert, muss sofort isoliert werden und es bedarf aufwendiger Schutzmaßnahmen, die aufgrund fehlender Materialien häufig nicht möglich ist. Wie verläuft eine Ebola-Erkrankung? Von der Infektion bis zum Auftreten der ersten Symptome kann es bis zwischen zwei bis 21 Tage dauern, was die Rückverfolgung des Virus oft sehr schwierig macht. Das Ebola-Virus verläuft in mindestens fünf Phasen: 1. Phase: Unspezifische Symptome wie Müdigkeit, Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen treten auf. 2. Phase: Drei bis zehn Tage nach Infektion klagen Infizierte über Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Oberbauchschmerzen. Seltener klagen Patientinnen und Patienten zusätzlich über Bindehaut- oder Rachenentzündungen, Hautausschläge oder Bewusstseinsstörungen. 3. Phase: Es kann infolge zu Blutungen im Darm, der Lunge oder am Zahnfleisch sowie Atemnot kommen. 4. Phase: Kurz vor dem zehnten Tag kommt es entweder zu einer Besserung oder der Zustand verschlechtert sich dramatisch. Dann kann es zu Schocks kommen, Infizierte können ins Koma fallen, klagen über schwachen Puls oder weniger bis fehlendem Harndrang. 5. Phase: Ab dem zehnten Tag können späte Komplikationen wie Magen-Darm-Blutungen, Hirnhautentzündungen bis hin zu Organversagen auftreten, die häufig zum Tod führen. 6. Phase: Auch nach der Genesung kann es laut Robert Koch Institut zum "Post-Ebola-Syndrom" kommen, bei dem Patientinnen und Patienten über Muskel- und Gelenkschmerzen oder Einschränkungen des zentralen Nervensystems klagen können. Wie wird Ebola festgestellt? Und ist es heilbar? Um eine Infektion mit dem Ebola-Virus festzustellen, muss das Blut der Erkrankten in speziellen Sicherheitslabors auf Viren oder spezielle Antikörper unter strengen Sicherheitsvorkehrungen untersucht werden. Denn schon der Kontakt mit dem Probenmaterial gilt als äußerst ansteckend, weshalb häufig das medizinsche Fachpersonal gefährdet ist, am Ebola-Fieber zu erkranken. Zwar gibt es bereits Impfungen gegen Ebola, allerdings sind diese nur für das Zaire-Ebola-Virus zugelassen. Gegen aktuellere Varianten wie das Bundibugyo‑Ebolavirus, eine seltene Variante, die erstmals 2007 entdeckt wurde und auch 2026 wieder auftritt, gibt es bislang keinen zugelassenen Impfstoff und keine spezifischen Therapiemöglichkeiten. Die Sterblichkeitsrate liegt bei bis zu 50 Prozent. Schutzmaßnahmen gegen Ebola action medeor setzt sich für den Schutz des medizinischen Fachpersonals in der DR Kongo ein, um die weitere Ausbreitung des Ebola-Virus einzudämmen. Neben Schutzmaterialien wie Anzügen, Masken und Handschuhen leistet das Hilfswerk auch wichtige Aufklärungsarbeit, wie man sich richtig gegen das Virus schützt. So wird das medizinische Fachpersonal vor Ort dazu angehalten, während der Untersuchungen und Versorgung der Erkrankten luftdicht verschlossene Schutzanzüge, Handschuhe, Masken und Schutzbrillen zu tragen und die strikten Hygieneregeln beim An- und Ausziehen sowie der Dekontamination und Wiederverwendbarkeit der Materialien zu beachten. Generell sind alle dazu angehalten, direkten Kontakt mit Blut, Speichel, Erbrochenem, Urin oder Schweiß von Erkrankten dringend zu vermeiden - selbst bei Verstorbenen. Regelmäßiges Händewaschen mit Seife und anschließende Desinfektion sowie kein Teilen von Gegenständen wie Handtüchern, Besteck und Kleidung ist auch bei dieser Epidemie unerlässlich. Auch der Kontakt mit Wildtieren oder rohem Fleisch sollte vermieden und Lebensmittel gut durchhitzt werden. Bei Symptomen wie Fieber, Durchfall und Erbrechen sollte sofort eine Ärztin oder ein Mediziner aufgesucht werden und weitere Kontakte unterlassen werden. Jede Spende hilft bei der Eindämmung der Ebola-Epidemie! Dank Ihrer Hilfe ist action medeor in der Lage, auf Notlagen weltweit sofort, umfassend und gezielt zu reagieren. Jede Spende wirkt und trägt dazu bei, dass wir jederzeit Maßnahmen in Not- und Krisengebieten ergreifen können, um die Ausbreitung von gefährlichen Virus-Erkrankungen wie Ebola aufzuhalten. Ihre Unterstützung hilft uns dabei, medizinische Hilfsgüter zu beschaffen und gezielt dort einsetzen zu können, wo die Menschen sie am dringendsten brauchen. Spenden Sie jetzt Gesundheit! Kein Mensch sollte an einer behandelbaren oder vermeidbaren Krankheit leiden oder sterben. Wir handeln, wo Gesundheit akut bedroht ist. Ihre Spende hilft!Jetzt spenden