Zerstörte Gebäude nach der Sturzflut in Nepal.
action medeor reagiert auf die Katastrophenmeldung aus Nepal! Foto: ECCA/action medeor

Flutwelle in Nepal: action medeor stellt Soforthilfe bereit

Nach der Sturzflut im Himalaya wird das Ausmaß der Katastrophe immer deutlicher sichtbar: Über 1.000 Menschen verloren ihr Leben, Tausende gelten noch als vermisst.

Gletscherlawine löst Sturzflut aus

Das Ausmaß der Katastrophe in Nepal ist dramatisch! Ein Gletscheinsturz soll laut übereinstimmenden Medienberichten die verheerende Sturzflut in Nepal und Tibet augelöst haben. Die Gletscherlawine sei infolge auf einen Zufluss des Flusses Bhotekoshi getroffen, wodurch eine Flutwelle aus Wasser, Eis und Geröll entstand, die sich im Himalaya-Staat in kürzester Zeit ausbreitete und dramatische Folgen für die Bevölkerung bedeutete.

Nach aktuellem Stand (vom 15.09.2026) sollen über 1.300 Menschen allein in Nepal gestorben sein, mehr als 5.600 werden derzeit noch vermisst. Vor allem die Distrikte Rasuwa, Nuwakot und Dhading wurden von der Sturzflut schwer getroffen, berichtet unser Partner Environmental Camps for Conservation Awareness (ECCA) vor Ort. Klar ist: Die Not der Menschen ist jetzt groß!

action medeor stellt 60.000 Euro bereit

action medeor arbeitet seit vielen Jahren mit der lokalen Organisation ECCA in der betroffenen Region, unter anderem durch die Verbesserung der Wasser- und Sanitärversorgung in den abgelegenen Bergdörfern. Der Zugang zu den Projektgebieten ist derzeit erheblich eingeschränkt beziehungsweise unterbrochen.

Seit der Katastrophe stehen die Teams von action medeor und ECCA in engem Austausch, um die aktuelle Situation und die Bedarfe abzustimmen und erste Hilfsmaßnahmen zu planen. Zur Unterstützung der Soforthilfe von ECCA stellte action medeor in einem ersten Schritt 10.000 Euro bereit. Im nächsten stellt die "Notapotheke der Welt" weitere 50.000 Euro für weitere Hilfsmaßnahmen zur Verfügung. 

„Ich kenne die betroffenen Regionen aus vielen Besuchen. Wenn Straßen und Brücken zerstört werden, verlieren ganze Dörfer praktisch den Zugang zu wichtigen Versorgungsleistungen. Umso wichtiger ist es jetzt, schnell zu handeln und die Menschen mit dem Nötigsten zu unterstützen.“

Sarah Weiß

Verantwortlich für die action medeor-Projekte in Asien und Nahost

Aktuell ist die Situation noch unübersichtlich, denn die Katastrophenregion ist von der Außenwelt abgeschnitten - Straßen, Energieversorgung und Kommunikation sind stark beschädigt. Mit den Hilfsgeldern soll den Überlebenden nicht nur Trinkwasser und Nahrung bereitgestellt, sondern auch die Wasser- und Sanitärversorgung wiederhergestellt werden - vor allem in Gesundheitseinrichtungen und Sammelunterkünften.

In der betroffenen Region Bidur wurden bereits Hilfsgüter wie Desinfektions- und Reinigungslösungen, Schutzhandschuhe, Hygiene- und Sanitärkits, Wasserfilter, stromunabhängige Kochöfen, Solarlampen und Zelte an vertriebene Familien und Sammelunterkünfte durch unserem Partner ECCA verteilt - auch u. a. in einem Krankenhaus, das auch als Notunterkunft für Flutbetroffene dient. Auch unsere Medikamentenhilfe prüft die weiteren Möglichkeiten zur Bereitstellung dringend benötigter Medikamente und medizinischer Ausrüstung. Weitere Aktivitäten werden geplant und koordiniert. 

Jede Hilfe zählt in Nepal!

Die Menschen in Nepal lebten bereits vor der Sturzflut aufgrund der geologischen Gegebenheiten mit steilen Tälern, Geröllfeldern und Gletscherseen in einer klimatisch und infrastrukturell angespannten Lage. Die Angst vor weiteren Sturzfluten ist jetzt groß - auch aufgrund von andauerndem Regen!

Viele Betroffene, die die überlebt haben, haben nicht nur Angehörige, sondern auch Freunde und ihr Zuhause verloren. Für sie zählt jetzt jede Hilfe, um ihnen Grundlegendes wie Wasser, Nahrung, Schutz und Gesundheit bereitstellen zu können. 

Helfen Sie uns dabei, den Menschen in Nepal nach der traumatischen Katastrophe neue Hoffnung zu schenken!

Jetzt spenden