Emmanuel Limi mit Partnern auf einem Feld zur Begutachtung der Ernte

DR Kongo

Die Demokratische Republik Kongo leidet unter einer der größten humanitären Krisen weltweit.

Armut, Hunger & Gewalt

Jahrzehntelange Gewaltkonflikte, schwache staatliche Strukturen, extreme Armut sowie wiederkehrende Naturkatastrophen prägen den Alltag von Millionen Menschen. Besonders im Ostkongo eskalierte die Lage 2025 erneut durch Offensiven der M23/AFC‑M23, die zu massiven neuen Vertreibungen führten.

Zusätzlich verstärkt wird das Leid der Menschen durch Wetterextreme wie flutartige Überschwemmungen, die Ernteerträge zunichtemachen, Wohnräume zerstören und die Verbreitung von Krankheiten wie Cholera und Malaria begünstigen. Epidemien wie Cholera, Mpox und Masern sowie Klimaschocks verschärfen die Lage zusätzlich. Trotz einzelner Rückkehrbewegungen bleibt die humanitäre Situation äußerst fragil.

In Zahlen: Die Situation in der DR Kongo

  • Mehr als sieben Millionen Binnenvertriebene
  • Circa eine halbe Million Geflüchtete aus benachbarten Ländern
  • Mehr als eine Million Kongoles:innen haben Zuflucht in Nachbarbarländern, insbesondere in Uganda, gefunden
  • Laut Vereinten Nationen sind über 21 Millionen Einwohner der DR Kongo auf humanitäre Hilfe angewiesen
  • Über 60% der kongolesischen Bevölkerung leben in extremer Armut
  • Circa 30% gelten als chronisch unterernährt
  • Etwa jedes zwölfte Kind stirbt vor seinem fünften Geburtstag

Gesundheitsversorgung, Sanitäranlagen & Ernährungsprogramme

Im Jahr 2015 hat action medeor die Hilfe im Kongo ausgebaut und ein Nothilfeprogramm für burundische Geflüchtete ermöglicht. Dazu gehört unter anderem die Verbesserung der Hygienebedingungen, der Trinkwasser- und Gesundheitsversorgung in den Flüchtlingscamps.

Darüber hinaus konnte action medeor in den letzten Jahren – gemeinsam mit den Partnerorganisationen AFPDE und AEO/CNA – Gesundheitsstationen errichten und so die Versorgung erkrankter Menschen, aber auch die Mutter-Kind-Gesundheit erheblich verbessern. Mit Ernährungsprogrammen, der Bereitstellung von Saatgut und hochkalorischer Nahrung im Katastrophenfall stemmen wir uns gegen den Hunger in der Region. Auch nach Naturkatastrophen hilft action medeor, zerstörte Felder neu anzulegen und Sanitäreinrichtungen und Gesundheitsstationen wieder aufzubauen.

„Wir können durch unsere jahrelange Arbeit Hilfsmaßnahmen flexibel und schnell an aktuelle Bedarfe anpassen – das ist bei akuten Katastrophen besonders wichtig. Aber wir behalten auch die langfristigen Projekte im Blick. Das Wichtigste ist, dass unsere Hilfe weitergeht!“

Emmanuel Limi
verantwortlich für die Projekte in der DR Kongo

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