action medeor bereitet derzeit weitere Hilfslieferungen mit Schutzausrüstung gegen Ebola für die DR Kongo vor. Foto: action medeor/Laura Merz Info action medeor bereitet derzeit weitere Hilfslieferungen mit Schutzausrüstung gegen Ebola für die DR Kongo vor. Foto: action medeor/Laura Merz action medeor sendet Hilfsgüter aus Deutschland in Ebola-Region Pressemitteilungen 28. Mai 2026 Nach dem Ausbruch des Ebola-Virus in der Demokratischen Republik Kongo laufen beim Medikamentenhilfswerk action medeor jetzt die ersten Hilfsmaßnahmen an. Lokale Märkte für Schutzausrüstung überlastet Infektionszahlen steigen in mehreren Provinzen rasant an Hohes Ansteckungsrisiko für humanitäre Helfer und medizinisches Personal Bereits letzte Woche hatte die „Notapotheke der Welt“, wie action medeor auch genannt wird, 20.000 Euro Soforthilfe freigegeben, um medizinisches Personal im Kongo mit Schutzausrüstung auszustatten. Jetzt werden flankierend dazu die ersten Hilfsgüter auch in Deutschland zusammengestellt, um schnellstmöglich in die Ebola-Region versandt zu werden. „In den betroffenen Regionen in der Provinz Ituri gibt es einen immensen Bedarf an persönlicher Schutzausrüstung, der allein aus den Ressourcen vor Ort nicht mehr gedeckt werden kann“, erläutert Irmgard Buchkremer, leitende Apothekerin bei action medeor. „Die lokalen Märkte sind inzwischen völlig überlastet, daher haben wir jetzt weitere Mittel für Hilfslieferungen aus Deutschland bereitgestellt“, so Buchkremer. In einem ersten Schritt werden im Medikamentenlager von action medeor im niederrheinischen Tönisvorst jetzt Schutzanzüge, Handschuhe, Masken, Infrarot-Stirnthermometer, Desinfektionsmittel und Elektrolytlösungen im Wert von rund 40.000 Euro zusammengestellt – etwa 25 Paletten mit einem Gewicht von 6,5 Tonnen. „Damit sollen vor allem Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegepersonal ausgestattet werden“, erklärt Buchkremer. „Aus früheren Ebola-Epidemien haben wir gelernt, dass der Schutz von Menschen, die in den Gesundheitseinrichtungen arbeiten, absolut wichtig ist“, begründet die Apothekerin. „Sie sind zur Erkennung von Infektionsfällen und zur Eindämmung der Epidemie einerseits unerlässlich, andererseits gehören sie zu den Personengruppen, die am meisten gefährdet sind, weil sie sich täglich einem hohen Ansteckungsrisiko aussetzen.“ Ähnliches gilt inzwischen auch für die humanitären Helfer vor Ort. „Wir können unsere humanitären Maßnahmen im Moment nur unter sehr schweren Bedingungen fortsetzen, weil es nicht ausreichend Schutzmaterialien für alle Helferinnen und Helfer gibt“, berichtet Markus Bremers, Pressesprecher von action medeor. „Die Teams unserer lokalen Partner sind trotzdem vor Ort, um die Hilfsmaßnahmen zu koordinieren. Gleichzeitig haben wir damit begonnen, die Bevölkerung mit digitalen Formaten zu sensibilisieren, damit Hygienemaßnahmen wie Händewaschen und die Vermeidung von Körperkontakten umgesetzt werden“, so Bremers. Derweil spitzt sich die Lage in den von Ebola betroffenen Gebieten weiter deutlich zu. „Unsere Partner aus der Region melden uns, dass es inzwischen allein in der Provinz Ituri mehr als 1.000 Verdachtsfälle und 230 Todesfälle gibt“, sagt Bremers. Und auch in den benachbarten Provinzen stiegen die Infektionszahlen inzwischen rasant. „In der Provinz Süd-Kivu, wo es noch vor einigen Tagen nur sehr wenige Infektionsmeldungen gab, sollen inzwischen mehr als 100 Verdachtsfälle registriert worden sein, drei dieser Fälle wurden inzwischen eindeutig als Ebola-Infektionen identifiziert, ein Mensch ist bereits gestorben“, so Bremers. „Die Dunkelziffer ist mutmaßlich noch sehr viel höher, daher sind wir als Gesundheitshilfswerk in großer Sorge.“ Die Hilfsgüter, die jetzt in Tönisvorst gepackt werden, sollen indessen schnellstmöglich mit Luftfracht in die Demokratische Republik Kongo und dort in die besonders betroffenen Regionen gebracht werden. „Wir tauschen uns mit internationalen und lokalen Hilfsorganisationen aus, damit die Hilfsgüter möglichst breit und möglichst schnell dort verteilt werden, wo sie am dringendsten gebraucht werden“, erläutert Bremers. Und es sollen noch weitere Hilfslieferungen folgen. „Die nächste Hilfslieferung ist schon in Planung“, berichtet Bremers, „und je nachdem, wie gut wir mit Spendenmitteln ausgestattet sind, werden weitere folgen.“ Wer die Arbeit von action medeor unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende tun. Man kann online spenden unter www.medeor.de und dort auch seine Adresse für eine Spendenquittung hinterlassen. Klassisch geht es über IBAN DE78 3205 0000 0000 0099 93 bei der Sparkasse Krefeld, Spendenstichwort: „Nothilfe weltweit“. Spenden Sie Gesundheit Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie uns, Menschen in Krisen- und Katastrophenregionen medizinisch zu versorgen. Jetzt spenden Ihr Ansprechpartner Dr. Markus Bremers Pressesprecher Tel.: 02156 9788-178 TPL_EMAIL Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.