Burundi

Die Not der Bevölkerung in Burundi bleibt groß: Weit verbreitete Armut, politische Spannungen und zunehmende klimabedingte Krisen zwingen viele Familien zur Flucht oder Vertreibung.

Politische Unruhen und weit verbreitete Armut

In Burundi herrscht weiterhin eine ausgeprägte humanitäre Notlage. Das Land zählt zu den ärmsten der Welt. Politische Spannungen, die Folgen früherer Konflikte, eine stark von kleinbäuerlicher Landwirtschaft abhängige Wirtschaft, schwache Infrastruktur sowie häufige klimabedingte Naturkatastrophen (Überschwemmungen, Dürren) behindern die wirtschaftliche Entwicklung erheblich. Hinzu kommen hohe Inflation und Versorgungsengpässe bei Treibstoff, Wasser und Strom.

Infolge dieser Mehrfachkrisen lebt ein sehr großer Teil der Bevölkerung in extremer Armut und Ernährungsunsicherheit. Das Gesundheitssystem ist chronisch unterfinanziert und nicht in der Lage, die Bevölkerung flächendeckend und ausreichend zu versorgen, insbesondere in ländlichen Gebieten.

In Zahlen: Die Situation in Burundi

  • Über zwei Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen
  • Seit 2015 flohen über 500.000 Menschen aus Burundi; weiterhin leben 250.000 bis 300.000 Flüchtlinge in Nachbarländern
  • Mehr als jedes zweite Kind unter fünf Jahren leidet ist chronisch unternährt; zehntausende leiden an schwerer akuter Mangelernährung
  • Über 80% der Bevölkerung leben unter der internationalen Armutsgrenze (2,15 USD/Tag, PPP)

Nothilfe für burundische Geflüchtete und Binnenvertriebene

Bereits seit der politischen Eskalation in Burundi und resultierenden Fluchtbewegungen leistet action medeor gemeinsam mit lokalen Partnern Hilfe, um sowohl die geflüchteten Menschen als auch die Aufnahmegemeinden zu unterstützen. Die umfassenden Hilfsmaßnahmen beinhalten unter anderem Aktivitäten zur Verbesserung der Hygieneversorgung, Gesundheitssituation und Ernährung, um die größte Not der Menschen zu lindern. Auch in Katastrophenfällen ist action medeor zur Stelle und leistet an den jeweiligen Bedarf angepasste Nothilfe, wie beispielsweise durch die Verteilung von Hilfsgütern nach schweren Überschwemmungen im Frühjahr 2024.

Neben diesen Hilfsprojekten, die gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen durchgeführt werden, versorgt action medeor regelmäßig Gesundheitseinrichtungen und Krankenhäuser im Land mit Hilfslieferungen aus dem Medikamentenlager in von action medeor in Tansania.

„Wir können durch unsere jahrelange Arbeit Hilfsmaßnahmen flexibel und schnell an aktuelle Bedarfe anpassen – das ist bei akuten Katastrophen besonders wichtig. Aber wir behalten auch die langfristigen Projekte im Blick. Das Wichtigste ist, dass unsere Hilfe weitergeht!“
2404 Testimonials Emmnanuel Limi

Emmanuel Limi
verantwortlich für die Projekte in der DR Kongo und Burundi

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