Eine Familie steht vor einem kleinen Flüchtlingszelt.
Die Menschen fliehen vor dem Krieg in der DR Kongo - doch auch in Burundi sind die Bedingungen lebensbedrohlich. Foto: Fabrice Mbonankira/action medeor/Fairpicture (Archivbild)

Burundi: Kein Zuhause. Kein Schutz

Die Demokratische Republik Kongo kommt nicht zur Ruhe: Anfang Dezember 2025 nahmen bewaffnete Gruppen die Grenzstadt Uvira ein. Zehntausenden blieb nur die Flucht nach Burundi – in eins der ärmsten Länder Afrikas.

Manchmal fehlen selbst den erfahrensten Kolleginnen und Kollegen die Worte: Emmanuel Limi, bei action medeor für Burundi und die DR Kongo zuständig, hat mit Frauen gesprochen, die vor der Rebellenmiliz M23 fliehen mussten. Sie berichten von Plünderungen, Morden und Vergewaltigungen. „Selten hat mich etwas so erschüttert“, erinnert er sich.

Erschöpft und traumatisiert suchen Zehntausende Familien aus der DR Kongo im benachbarten Burundi Schutz – und finden überfüllte Camps ohne ausreichend Latrinen, Wasser und medizinische Versorgung vor. Cholera breitet sich aus. „Dass einige inzwischen zurück in den Kongo wollen, wo die Lage lebensgefährlich ist, zeigt, wie unmenschlich die Zustände sind“, berichtet Emmanuel.

Gemeinsam mit unserem Partner SFBSP leisten wir Nothilfe: Wir finanzieren ein mobiles medizinisches Team und versorgen ein nahgelegenes Krankenhaus sowie das Cholera-Zentrum in Bujumbura mit Medikamenten und Schutzausrüstung. Dort konnten bislang alle Kranken erfolgreich behandelt werden!

Eine große Lieferung Cholera-Kits ist bereits auf dem Weg. Und wir wollen schnell nachlegen – mit Medikamenten, psychosozialer Betreuung und Hygiene. Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende, damit diese Hilfe ankommt!

Kein Platz. Kaum Schutz.

Mindestens 100.000 Menschen sind in den letzten Monaten nach Burundi geflohen. Um überhaupt noch Menschen unterzubringen, werden Plätze für provisorische Unterkünfte genutzt, die dafür kaum geeignet sind. Es gibt viel zu wenig Latrinen, das Wasser ist kaum trinkbar. Durchfall und Fieber gehören zum Alltag. Täglich melden unsere Partner vor Ort dutzende Todesfälle. Vor allem bereits geschwächte Kleinkinder sterben. Die Cholera ist auf dem Vormarsch.

„Diese Krise darf nicht vergessen werden. Die Menschen dürfen nicht vergessen werden!“
Porträt von Emmanuel Limi

Emmanuel Limi
Verantwortlich für die action medeor-Projekte in Burundi und der DR Kongo

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