Eine Mitarbeiterin von action medeor kniet vor einer Mutter mit einem Baby.
Am 1. September 2026 startet ein neues action medeor-Projekt in Burundi, dass für Kinder unter fünf Jahren sowie schwangere und stillende Frauen unter anderem die Gesundheitsversorgung verbessern soll. Foto: action medeor

Verbesserung der Gesundheitsversorgung, Hygiene und sanitärer Bedingungen in Burundi

Burundi zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Durch Flüchtlingsbewegungen aufgrund der anhaltenden Konflikte im Osten der DR Kongo steigt der Druck für den Staat und die Gesundheitsversorgung ist vielerorts überlastet.

Die Bevölkerung Burundis kämpft mit einer chronischen humanitären Krise aus Armut, Flüchtlingsbewegungen aus der DR Kono, Ernährungsproblemen, Folgen des Klimawandels und einem ohnehin schwachen Gesundheitssystem. Seit Ende 2025 sind zehntausende Menschen nach Burundi geflohen, wodurch Flüchtlingslager und aufnehmende Gemeinden dadurch unter enormem Druck stehen. Das bedeutet auch Folgen für die Gesundheitsversorgung, Wasser, Sanitärversorgung und Unterkünfte.

Starke Regenfälle, Überschwemmungen und Erdrutsche verstärken die ohnehin schwierige Situation. Das hat auch Folgen für die kritische Ernährungslage vieler Familien. Schließlich kommen schlecht ausgestattete Gesundheitseinrichtungen und ein überlastetes Gesundheits- und Sozialsystem hinzu.

action medeor ist seit Jahren in Burundi tätig und will im Rahmen eines neuen Projekts in den burundischen Provinzen Bujumbura und Burunga die Gesundheitsversorgung, Hygiene und sanitären Bedingungen für Kinder unter fünf Jahren sowie für schwangere und stillende Frauen verbessern. Dabei sollen über 12.000 Frauen und 45.000 Kinder unter fünf Jahren direkt erreicht werden. 

Projektbeschreibung

  • Projektziel: Schwangere und stillende Frauen sowie Kinder unter fünf Jahren in den Projektgebieten nutzen verbesserte Angebote der Mutter-Kind-Gesundheit, wenden zentrale Gesundheits-, Vorsorge- und Hygienemaßnahmen an und nehmen bei Bedarf frühzeitig medizinische Leistungen in Anspruch.
  • Projektfokus: Gesundheit, gesundheitsbezogene Infrastruktur und WASH
  • Zielgruppe: Direkt:
    • Ca. 12.600 schwangere/stillende Frauen und 45.000 Kinder unter fünf Jahren
    • Ca. 100 Fachkräfte 112 Gesundheitsmitarbeiter:innen und 46 Gemeindehelfer:innen
    • 20 Frauenspargruppen (etwa 500 Mitgliederinnen)
    • 7 Gesundheitseinrichtungen Indirekt:
    • ca. 189.400 Einwohner:innen sowie regionale und lokale Behörden
    • Projektgebiet: Burundi
    • Gesundheitsbezirke (5): (Isare, Cibitoke, Kebezi, Gihofi und Rumonge
    • Provinzen (2): Bujumbura und Burunga
    • Aktivitäten: Unterziel 1: In den sieben ausgewählten Gesundheitseinrichtungen wird eine hochwertige Gesundheitsversorgung für Mütter und Kinder gewährleistet, gestützt auf angemessene infrastrukturelle und organisatorische Rahmenbedingungen sowie ausreichend qualifiziertes Personal.
    • 1.1: Rehabilitierung und Ausstattung der sieben Zielgesundheitseinrichtungen mit medizinischer Grundausstattung und PCI-WASH-Material
    • 1.2: Integrierte Schulung und nachhaltige Qualitätssicherung für Gesundheitspersonal im Bereich der Mutter-Kind-Gesundheit und Infektionsprävention
    • 1.3: Weiterbildung von Gesundheitspersonal zur integrierten und traumasensiblen Betreuung von Überlebenden geschlechtsspezifischer Gewalt
    • Unterziel 2: Schwangere und stillende Frauen aus gefährdeten Bevölkerungsgruppen verfügen über ausreichendes Wissen und Entscheidungskompetenzen zu Gesundheit und WASH
    • 2.1: Entwicklung einer Kommunikationsstrategie zur Förderung gesundheits- und WASH-bezogener Verhaltensweisen und entsprechender Schulungsmaterialien
    • 2.2: Schulung von 35 Gemeindegesundheitshelfer:innen (ASC) zu Sensibilisierungsarbeit auf Gemeindeebene
    • 2.3: Sensibilisierung der Gemeinden für persönliche und familiäre Gesundheit mit Schwerpunkt Gesundheit, Familienplanung, GBV und WASH
    • Unterziel 3: Der Zugang der Zielgruppe zu Gesundheitsleistungen ist durch die Mitgliedschaft in einer gemeinschaftlichen Krankenversicherung (Mutuelle de santé communautaire) gewährleistet, und ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit wird durch die Teilnahme an gemeinschaftlichen einkommensschaffenden Maßnahmen (AGRs) gestärkt.
    • 3.1: Mobilisierung und Sensibilisierung vulnerabler Frauen für gemeinschaftliche einkommensschaffende Aktivitäten (AGR)
    • 3.2: Gründung und Förderung von zwanzig Frauengruppen für gemeinschaftliche einkommensschaffende Aktivitäten (AGR)
    • 3.3: Förderung der Mitgliedschaft in gemeinschaftlichen Krankenversicherungen (Mutuelles de santé communautaires) durch Sensibilisierung, Verhandlungen mit Versicherungsanbietern und Unterstützung bei der Einschreibung
    • Unterziel 4: Die fachlichen und organisationalen Kapazitäten von SFBSP zur Umsetzung wirkungsorientierter Gesundheitsprojekte sind nachhaltig gestärkt.
    • 4.1: Organisationale Kapazitätsstärkung von SFBSP
    • 4.2: Fachliche Kapazitätsstärkung von SFBSP
    • Laufzeit: 01.09.2026 - 30.06.2030
    • Finanzvolumen: 1.255.555 Euro
    • Projektpartner: Solidarité des Femmes pour le Bien-être Social et le Progrès (SFBSP) Burundi
    • Förderung: BMZ 1,13 Mio. Euro, action medeor e.V 125.555 Euro
    • Projektnummer: 6000251

Ihr Ansprechpartner

Oliver Zeidler

Oliver Zeidler
Referent DR Kongo

Tel.: 02156 9788-198

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