Zerstörung und überschwemmte Gebäude nach dem Erdbeben
Das Erdbeben hat in Myanmar große Zerstörung hinterlassen.

Gesundheitsversorgung & psychosoziale Hilfe nach Erdbeben in Myanmar

Am 28. März 2025 wurde Myanmar von zwei schweren Erdbeben der Stärke 7,7 und 6,4 erschüttert. Besonders betroffen sind die Regionen rund um Mandalay und Sagaing.

Tausende Menschen kamen ums Leben oder wurden verletzt, zehntausende Häuser sowie Gesundheitsstationen, Schulen und Teile der Wasser- und Sanitärinfrastruktur wurden zerstört. Viele Familien leben seither in provisorischen Unterkünften und haben kaum Zugang zu medizinischer Versorgung, sauberem Wasser und hygienischen Einrichtungen. Besonders gefährdet sind Kinder, schwangere und stillende Frauen, ältere Menschen sowie Menschen mit chronischen Erkrankungen, deren Behandlung durch die Katastrophe unterbrochen wurde. Gleichzeitig leiden viele Betroffene unter erheblichen psychosozialen Belastungen. Diese Situation trifft auf ein Gesundheitssystem, das bereits vor dem Erdbeben durch jahrelange Instabilität stark geschwächt war. Beschädigte Verkehrswege und abgelegene Siedlungen erschweren den Zugang zu Hilfe zusätzlich.

action medeor unterstützt gemeinsam mit lokalen Partnern die medizinische Versorgung in den besonders betroffenen Regionen Sagaing und Mandalay. Das Projekt kombiniert die Stärkung bestehender Gesundheitsstationen mit dem Einsatz mobiler medizinischer Teams, die schwer erreichbare Gemeinden direkt versorgen.

Neben primärer Gesundheitsversorgung und Mutter-Kind-Diensten umfasst das Angebot psychosoziale Unterstützung, Impfungen, Ernährungsberatung sowie Hygienemaßnahmen zur Prävention von Krankheitsausbrüchen. Ein funktionierendes Überweisungssystem stellt sicher, dass schwer erkrankte Menschen weiterführend behandelt werden können. Durch begleitende Gesundheitsaufklärung wird zudem Wissen zu Hygiene, Ernährung und psychosozialer Gesundheit nachhaltig gestärkt. So trägt das Projekt dazu bei, die gesundheitlichen Folgen der Katastrophe zu lindern und den Zugang zu lebenswichtigen Gesundheitsdiensten wiederherzustellen.

Projektbeschreibung

  • Projektziel: Wiederherstellung und Sicherstellung einer zugänglichen, qualitativ hochwertigen medizinischen Grundversorgung und psychosozialen Unterstützung für erdbebenbetroffene Gemeinden
  • Projektfokus: Primäre Gesundheitsversorgung, Mutter-Kind-Gesundheit, psychosoziale Unterstützung (MHPSS)
  • Zielgruppe: Ca. 18.000 Patient:innen in erdbebenbetroffenen Gemeinden, insbesondere Kinder, Schwangere, ältere Menschen und chronisch Kranke
  • Projektgebiet: Regionen Sagaing und Mandalay, Myanmar
  • Aktivitäten:
    • Stärkung von fünf lokalen Gesundheitsstationen zur Bereitstellung umfassender primärer Gesundheitsdienste
    • Einsatz mobiler medizinischer Teams zur Versorgung schwer erreichbarer Gemeinden
    • Integration von Mutter-Kind-Gesundheitsdiensten, Impfungen und Ernährungsberatung
    • Bereitstellung psychosozialer Unterstützung und Schulung von Gesundheitspersonal nach mhGAP-Standards
    • Kontinuierliche Versorgung von Patient:innen mit Diabetes und Bluthochdruck über ein strukturiertes Betreuungsmodell
    • Aufbau und Stärkung von Überweisungssystemen zu weiterführenden Gesundheitseinrichtungen
  • Laufzeit: 01.11.2025 – 31.08.2026
  • Finanzvolumen: 200.000 Euro
  • Förderung: Aktion Deutschland Hilft
  • Projektnummer: 6100223

Ihre Ansprechpartnerin

Sarah Weiß

Sarah Weiß
Leitungsteam Programme

Tel.: 02156 9788-152

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