Im Gouvernement Aleppo – einer der bevölkerungsreichsten Regionen Syriens – fehlt bislang ein funktionierendes, einheitliches System zur Notfallversorgung und medizinischen Überweisung. Foto: IDA Info Im Gouvernement Aleppo – einer der bevölkerungsreichsten Regionen Syriens – fehlt bislang ein funktionierendes, einheitliches System zur Notfallversorgung und medizinischen Überweisung. Foto: IDA Syrien Bessere Notfallversorgung für Patient:innen im Nordwesten Syriens Programme Nach mehr als 14 Jahren Krieg ist das syrische Gesundheitssystem in vielen Regionen stark geschwächt. Besonders in Notfallsituationen hat dies gravierende Folgen: Rettungsdienste sind unzureichend ausgestattet und ausgebildet, Abläufe nicht koordiniert und lebensrettende Behandlungen erreichen Patient:innen oft zu spät. Im Gouvernement Aleppo – einer der bevölkerungsreichsten Regionen Syriens – fehlt bislang ein funktionierendes, einheitliches System zur Notfallversorgung und medizinischen Überweisung. action medeor setzt hier gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation Independent Doctors Association (IDA) an. Ziel des Projekts ist der Aufbau eines zentral koordinierten Notfall-Überweisungssystems unter Leitung des Gesundheitsdirektorats Aleppo, das Patient:innen schnell und bedarfsgerecht in geeignete Gesundheitseinrichtungen bringt. Eine zentrale Notrufleitstelle in Aleppo Stadt sowie 14 regionale Überweisungsstellen sollen künftig Notfälle erfassen, Rettungswagen gezielt steuern und Krankenhäuser effizient einbinden. Neben dem Aufbau der notwendigen Strukturen werden Rettungsfahrzeuge instandgesetzt und nach internationalen Standards ausgestattet. Gleichzeitig werden Rettungssanitäter:innen, medizinisches Fachpersonal sowie Mitarbeitende der Leitstellen umfassend geschult. Informationskampagnen sorgen dafür, dass die Bevölkerung weiß, wie sie das neue System nutzen kann. So trägt das Projekt dazu bei, lebensrettende Hilfe schneller, koordinierter und gerechter verfügbar zu machen. Besonders profitieren vulnerable Bevölkerungsgruppen wie Binnenvertriebene, Rückkehrer:innen, Frauen, Kinder und ältere Menschen. Langfristig stärkt das Vorhaben die öffentlichen Gesundheitsstrukturen und schafft die Grundlage für eine nachhaltige, staatlich verantwortete Notfallversorgung in Aleppo. ProjektbeschreibungProjektziel: Aufbau und Etablierung eines zentral koordinierten Notfall-Überweisungssystems zur Verbesserung des rechtzeitigen Zugangs zu lebensrettender Gesundheitsversorgung im Gouvernement AleppoProjektfokus: Gesundheitsversorgung, StrukturaufbauZielgruppe: Direkte Zielgruppe: Ca. 33.000 Patient:innen im Gouvernement AleppoProjektgebiet: Gouvernement Aleppo, SyrienAktivitäten: Aufbau eines zentral koordinierten (Notfall-)Überweisungssystems auf Ebene des Gouvernements Aleppo unter Leitung des Gesundheitsdirektorats Aleppo Einrichtung und Ausstattung einer zentralen Notrufleitstelle in Aleppo Stadt sowie von 14 regionalen Überweisungsstellen Entwicklung, Test und Implementierung einer bedarfs- und kontextangepassten Software zur Einsatzsteuerung, Echtzeitverfolgung von Rettungsfahrzeugen und Koordination von Notfall- und Überweisungsfällen zwischen medizinischen Einrichtungen Instandsetzung, Wartung und medizinisch-technische Ausstattung der in das System integrierten Rettungsfahrzeuge Schulung und Fortbildung des Personals der Notrufleitstelle und Überweisungsstellen sowie von Rettungssanitäter:innen und medizinischem Fachpersonal in Notfall-, Trauma- und Überweisungsmanagement Laufzeit: November 2025 – Juni 2027Finanzvolumen: 666.666,00 EuroProjektpartner: Independent Doctors Association (IDA)Förderung: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)Projektnummer: 6000250 Ihr Ansprechpartner Ajeeb Al-Mamari Referent Somalia Tel.: 02156 9788-128 TPL_EMAIL Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.