Die Mitarbeiterinnen der von action medeor unterstützten Sozialapotheke Odessa versorgen regelmäßig auch Verletzte nach Drohnenangriffen. Die Medikamente für solche Einsätze und für die Behandlung chronischer Krankheiten drohen in der Ukraine jetzt knapp zu werden. Foto: © action medeor Info Die Mitarbeiterinnen der von action medeor unterstützten Sozialapotheke Odessa versorgen regelmäßig auch Verletzte nach Drohnenangriffen. Die Medikamente für solche Einsätze und für die Behandlung chronischer Krankheiten drohen in der Ukraine jetzt knapp zu werden. Foto: © action medeor Nach Beschuss von Medikamentenlagern: action medeor warnt vor Arzneimittelknappheit in der Ukraine Pressemitteilungen 28. September 2026 Angesichts der vermehrten Angriffe auf ukrainische Medikamentenlager warnt das Medikamentenhilfswerk action medeor vor einer drohenden Arzneimittelknappheit in dem kriegsgeschüttelten Land. „Unsere Partner berichten uns, dass allein im September mindestens vier große pharmazeutische Logistikanlagen in der Ukraine angegriffen und zum Teil zerstört wurden“, berichtet Markus Bremers, Pressesprecher von action medeor. „Die Angriffe galten demnach nicht nur der kommerziellen Pharmaproduktion, sondern betrafen auch Lagerhäuser, die zur Lagerung humanitärer medizinischer Hilfsgüter genutzt wurden“, stellt Bremers klar. Mindestens 15 Angriffe auf Lagerhäuser mit humanitären medizinischen Gütern habe die Weltgesundheitsorganisation seit Jahresbeginn 2026 in der Ukraine verzeichnet. Die Folgen dieser Angriffe wirken sich bereits unmittelbar auf die humanitäre Arbeit von action medeor und seiner ukrainischen Partner aus – zum Beispiel in Odessa, wo action medeor eine Sozialapotheke unterstützt, die Medikamente kostenfrei an Bedürftige ausgibt. „Wir haben ernste Beschaffungsschwierigkeiten, weil verschiedene Medikamente in der Ukraine knapp werden“, erläutert Igor Fedin, Gründer der Sozialapotheke. „Manche Lieferanten sind mittlerweile nicht mehr in der Lage, Bestellungen für ganze Gruppen von Medikamenten auszuführen“, so Fedin. In Odessa herrsche bereits ein akuter Mangel an bestimmten Medikamenten, die zur Behandlung von Schilddrüsen-Fehlfunktionen, zur Behandlung von Thrombosen oder Vorbeugung von Schlaganfällen benötigt würden. „Für Patienten, die diese Medikamente kontinuierlich einnehmen, stellt eine Unterbrechung der Behandlung ein ernstes Gesundheitsrisiko dar“, betont Fedin. „Und auch bei anderen Medikamenten bemerken wir, dass sie nach und nach verschwinden oder nicht mehr verfügbar sind.“ Hilfe soll nun aus Deutschland kommen. Die „Notapotheke der Welt“, wie action medeor auch genannt wird, hat damit begonnen, vor allem diejenigen Medikamente aus Deutschland zu beschaffen, die in der Ukraine fehlen. „Eine erste Hilfslieferung mit medizinischen Hilfsgütern werden wir in den nächsten Tagen auf den Weg bringen, eine zweite Lieferung mit speziellen Arzneien, die in der Ukraine knapp geworden sind, ist in Vorbereitung“, kündigt Markus Bremers an. Finanziert wird diese Hilfe durch Spenden – weshalb action medeor sich in diesen Tagen mit einem aktuellen Aufruf an die Öffentlichkeit wendet: „Wir möchten vermeiden, dass Menschen an behandelbaren Krankheiten leiden oder sogar sterben müssen“, bringt Bremers das humanitäre Ziel der Organisation auf den Punkt. „Aber wir können nur in dem Maße helfen, in dem wir von unseren Spenderinnen und Spendern mit Ressourcen ausgestattet werden. Daher bitten wir um Unterstützung und um Solidarität mit den Menschen in der Ukraine, denen der Zugang zu lebensnotwendigen Medikamenten fehlt.“ Wer die Arbeit von action medeor unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende tun. Spenden sind online unter www.medeor.de möglich, dort kann man auch seine Adresse für eine Spendenquittung hinterlassen. Klassisch geht es über IBAN DE78 3205 0000 0000 0099 93 bei der Sparkasse Krefeld, Spendenstichwort: „Nothilfe weltweit“. Ihr Ansprechpartner Dr. Markus Bremers Stabsstelle Pressesprecher Tel.: 02156 9788-178 TPL_EMAIL Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.