Eine Gruppe von Menschen steht neben Paketen im Medikamentenlager von action medeor.
action medeor-Vorständin Angela Zeithammer (vorne links) begrüßte Vertreter und Vertreterinnen der kongolesischen Hilfsorganisation UGEAFI und der Bonner NGO Help – Hilfe zur Selbsthilfe im Tönisvorster Medikamentenlager. Foto: action medeor

action medeor und Help helfen im Kampf gegen Ebola

Besuch aus der Demokratischen Republik Kongo begrüßte Angela Zeithammer, Vorständin des Medikamentenhilfswerks action medeor, jetzt in Tönisvorst.

Gemeinsam besuchten Naum Butoto, Geschäftsführer der kongolesischen Organisation UGEAFI, und Thorsten Klose-Zuber, Generaldirektor der Bonner Organisation Help – Hilfe zur Selbsthilfe, das Medikamentenlager von action medeor in Tönisvorst. Hier erhielten sie einen direkten Einblick in die Arbeit der „Notapotheke der Welt“: Auch die gemeinsamen Ebola-Projekte von Help und UGEAFI in der DR Kongo wurden bereits mit Hilfsgütern aus dem Medikamentenlager von action medeor beliefert.

Wie wichtig diese Lieferungen im täglichen Kampf gegen Ebola sind, kann Butoto aus eigener Erfahrung berichten: Das Virus breitet sich nach wie vor dramatisch aus, nach offiziellen Angaben gibt es bereits mehr als 5.500 bestätigte Infektionen. Fast 2.600 Menschen starben bislang infolge einer Ansteckung. „Die Dunkelziffer ist höher“, ist Butoto sicher.

Auch Emmanuel Limi, Regionalteamleitung Frankophones Afrika bei action medeor, konnte Informationen aus erster Hand beisteuern. Limi ist selbst erst vor zwei Wochen aus der DR Kongo zurückgekehrt. Er berichtet von Familien, die innerhalb weniger Tage mehrere Angehörige verloren haben und von Gesundheitseinrichtungen, die völlig überlastet sind.

Die Zusammenarbeit von action medeor und Help konzentriert sich insbesondere auf die Beschaffung und Bereitstellung von Schutzausrüstung für die Helfer und Helferinnen, denn: „Die Menschen, die in den Gesundheitseinrichtungen arbeiten, sind bei einem solchen Ausbruch besonders gefährdet, weil sie mit vielen Infizierten in Kontakt kommen - und gleichzeitig ist ihre Arbeit gerade jetzt besonders wichtig, um das Infektionsgeschehen einzudämmen“, sagt Emmanuel Limi von action medeor.

Schutzanzüge, Masken, Handschuhe, Schutzbrillen und Desinfektionsmittel sind aus Tönisvorst in die Region Ituri gebracht worden und an lokale und internationale Partnerorganisationen verteilt worden. „Damit konnten bereits rund 120 umliegende Gesundheitsstationen ausgestattet werden“, weiß Limi.

„Wir unterstützen außerdem Hygieneschulungen für Gesundheitspersonal und Aufklärungskampagnen für die Bevölkerung“, ergänzt action medeor-Vorständin Angela Zeithammer. Es sei entscheidend, das Gesundheitspersonal zu schützen, um grundlegende Gesundheitsdienste aufrechtzuerhalten.

Die Vertreter der drei Organisationen nutzten den Besuch aber auch, um sich über weitere Bedarfe und Entwicklungen in der von Ebola betroffenen Region auszutauschen. „Der aktuelle Ausbruch entwickelt sich in einem besorgniserregenden Tempo“, so Thorsten Klose-Zuber. „Nur mit einer koordinierten gemeinsamen Reaktion haben wir eine Chance, das Infektionsgeschehen einzudämmen. Deshalb ist die enge Zusammenarbeit mit unseren lokalen und nationalen Partnern so entscheidend.“

Wer die Arbeit von action medeor unterstützen möchte, kann eine Spende an das Deutsche Medikamenten-Hilfswerk action medeor e.V., Sparkasse Krefeld, IBAN: DE78 3205 0000 0000 0099 93 oder per Online-Spende unter www.medeor.de/spenden überweisen.

action medeor und Help – Hilfe zur Selbsthilfe sind Mitgliedsorganisationen von Aktion Deutschland Hilft. Auch Aktion Deutschland Hilft ruft zu Spenden für die Betroffenen der Ebola-Epidemie auf: IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30

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Dr. Markus Bremers

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